Teil eines Werkes 
2. Band (1910) L bis Z
Entstehung
Seite
1071-1072
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1071 Trieb

trinken 1072

lenden Würfel nachahmend. 1575 im Garg. 259. Trichretrac.

Trieb, m.(-Lels, Pl.-e): das Treiben des Viehs, des Wildes, Herde(Uhland), Schar(Schil- ler Räub. 2, 3); das Treiben der Pflanzen(ab- strakt und konkret); wirkende Kraft in einem Lebewesen(1575 im Garg. 332). In der Zimm. Chron. ²1, 391, 38 trib«Weidey. Mhd. dafür trip m. Antrieby. Zu treiben. ZUS. Triebfeder, f.: treibende Feder, übertr. bei Gottsched, von Dornblüth 179 bekämpft. Triebkraft, f., 1810 bei Campe. Triebsand, m., im 16. Jh.(ZfdW. 1,356). Triebwelle, f.: Transmission. Trieb- werk, n., 1810 bei Campe mit ältern Belegen.

Triebel, m.: Böttcherhammer, Kurbel am Spinnrad. Bes. obd. Mhd. fribel m. Aus mlat. tribulus mit Anlehnung an treiben.

triefen, v.(Präs. triefe, Prät. trof, Konj. tröffe, Part. getroffen, Imp. triefle], auch schwach, schon im 18. Jh.): in Tropfen herab- fallen, fließen. Alternhd. auch treufest, kreuft. Mhd. triefen, ahd. triofan(Präs. triufa, Prät. krouf, Pl. trulf êfum, Part. gitroffan); dazu asãchs. driopan, afrs. Griapa, ags. dréopan, anord. drjãpa, schwed. drgpa, daneben mit Ablaut mndl. dyũpen, ndl. druipen, und ags. drypman, mnd.-ndl. druppen, wovon dän. dryppe, s. trip- pen. Verw. mit air. drucht«Tau(tropfen)), vgl. Btr. 13, 461. Dazu Tyraufeé, träufeln, trippen, Tripper, Tropfen. ZIUS. triefäugig, adj., 1642 bei Duez trieffäugig.

Triel, m.: herabhängende Unterlippe; Hals- lappen des Rindviehs; Maul. Noch schwäb.- bayr.-tirol. kärnt. Mhd. triel m.«Lippe, Mund, Schnauze, Rachenp.

triezen, v.: in die Höhe ziehen(1780 bei Adelung); boshaft quälen, plagen. Eig. an einer Tyrieze«Winde» hochziehen, vgl. ufdrieseln.

Trift, f.(Pl.-en): Weideplatz, auf den die Herde getrieben wird;(unüblich) getriebne Herde; Holzflößung(im 14. Jh., noch bayr.); die Strömung des Wassers, bes. die durch Treib- eis bewirkte(amtlich Drift, m., aus dem Ndd.). Mhd. trift f. das Treiben, die Weide, Herde, das Tun u. Treiben, Lebensweisen. Zu kreiben. 4B2. triften, v.: Holz flößen. Bayr. trif- tig, adj.: treffend, ausreichend(Grund, Ursache usw.). Mhd. triftic«treffend, das Ziel nicht ver- fehlendy. Zu treffen.

Trigonometrie, f.(Pl.-/): Dreiecksbe- rechnung. 1716 bei Wolff math. Lex. geläufig. Gebildet aus gr. rpiruvov n.«Dreieck»(Tpr- drei, Twvid f.«Winkel) u. uerpia von lerpeiv &messeny.

Trikolöre, f.(Pl.-n): dreifarbige Fahne, bes. die französische. Aus glbd. frz. fricolore f. (geit 1789) von lat. fricolor(tri-«drei?, color m. &Farbe»)«dreifarbig».

Triköt(Spr.-), bayr. nur m., n.(S, Pl.-s): eng auliegende gewebte Kleidung. Aus glbd. frz. tricot m. Dunkler Herkunft. 1801 b. Campe. Trikotãäge(spr. fäxe), f.(Pl.-n): Strick-, Wirkware. Das glbd. fra. fricotage f. 1813 bei

trillen, s. 1drillen.[Campe.

Triller, m.(-s, Pl. wie Sg.): sehr rasche Wiederholung nebeneinander liegender Töne. 1678 bei Kramer. Aus ital. krillo mit deutscher Endung. 1691 b. Stieler Tyrille f., 1716 b. Lud- wig Tyrille) m. trillern, v.:(auch) trällern. Bei Zacharik 1, 244. Aus glbd. ital. rilldre.

Trilliön, f.(Pl.-en): eine Million Billionen. Nach Chr. Wolff Math. Lex.(1716) von neuern Mathematikern eingeführt. Nach Million und Billion von lat. tri- gebildet.

Trilogie, f.(Pl.-/): eine ein Ganzes bil- dende Dreiheit(von Schauspielen usw.). Um 1800 aus gr. rpéorio f.«drei ein Ganzes aus- machende Trauerspieley(gr. rpr-&dreiy u. Xoria von XCfeiv«sprechen.

trimmen, v.:(seem.) in Ordnung bringen; Kohlen tr.«sie richtig in den Kohlenbunkern unterbringeny. Aus engl. frim«im Ordnung bringen von ags. rymman cfest, stark machen», abgeleitet von ags. frum&fest, stark». 4BL. Trimmer, m.: Arbeiter, der die Schiffsladung durch Schaufeln zu ebnen hat. Bei Frenssen P. Moor 27.

Trine, f., eig. Abkürzung von Christine, dann dumme Persom. 1781 b. Kindleben, 1771 im Brem. Wb.

Trinität, f.: Dreieinigkeit. Mhd. trinität f., auch trinitas, aus kirch.-lat. trinitas f.«Drei- zahl, Dreieinigkeity von lat. frinus«je dreis zu trẽs«dreiꝰ.

trinken, v.(Präs. trinke, Prät. trank, Konj. tränke, Part. gelrunken, Iimp. trinkle]): Flüssig- keit in sich aufnehmen; zu viel trinken, saufen. Mhd. trinken, ahd. frinkan(Präs. frinlcu, Prüt. trank, Pl. trunkum, Part. frunkan, Imp. trink), drinkan; dazu asächs.-ags. rinkan, ndl. dTrinken, afrs. drinka, engl. drink, anord. dreha(auch cein Trinkgelage halten»), schwed. dricke, dän. rilckce, got. drigkan. Dunkler Herkunft. Er- klärungsversuche KZ. 27,606, Zupitza Gutt. 161, Mod. lang. notes 18, 15 fl. Ins Rom. entl. ital. trincare, frz. trinquer«anstoßen. 4 BL. trink- bar, adj., 1716 b. Ludwig. Trinker, m., mhd. trinkœre, ahd. trinkari m. ZUS. Trinkgeld,