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mhd. fröber, jetzt namentl. im Jagdwesen. US. Treibeis, n., 1810 b. Campe. Treibhaus, n.: Haus zum Treiben der Pflanzen. 1780 bei Ade- lung Tyreibehaus. Treibholz, n., mhd. tröb- holz. Treibjagd, f., 1810 bei Campe, 1763 bei Heppe Treibjagen n. Treibriemen, m., erst im 19. Jh. Treibsand, m., 1716 bei Ludwig.
treideln, v. ein Schiffstromaufziehen. 1691 bei Stieler. Aus dem Ndd., 1755 bei Richey treueln, ndl. treilen, 1598 bei Kilian treylen von ndl. treil m.«Seil aus engl. frail«Lzugseil»(zu lat. trahere cziehen). 4B L. Treid(e)ler, m., 1691 bei Stieler, 1598 bei Kilian treyler.
treife, bayr. trefe, adj.: unrein. Jüd., eig. cbeim Schüchten Gerißnes(nicht scharf Durch- geschnittnes)o, hebr. féréfä(h)«von wilden Tie- ren Zerrißnes» von färã«zerfleischen). Schon mhd. 1376 frefant, 1426 kreffant.
Tremse, f.(Pl.-n): die Kornblume. 1780 bei Adelung als nd. Auch Tremisse. Bei Voß (1785) 1, 35. Vgl. Gombert 3, 13.
Tremulänt, m.(en, Pl.-en): Orgelzug mit zitternden Tönen. 1664 b. Duez. Aus dem Part. Präs. tremulans von mlat. fremuldre«zitternꝰ, wovon tremulieren, v.: im Tone zittern. 1664 bei Duez.
trendeln, v.: sich mit(unnötigen) Kleinig- keiten abgebend nicht vorwärts kommen. Beim j. Goethe 2, 353 trenteln, 1716 b. Ludwig tr., b. Duez, Kramer krentelen chudeln, hinziehen), spätmhd. trendeln«wirbeln», mnd. trendelen crundumwälzen, kegeln, von mhd. trendel f. cKugel»; dazu mnd. frendele«Scheibe, flacher Kuchen», ags. frendel m.«Kreis, Ring», engl. trendle, aschwed. trindhel«Kreisy, schwed. dial. krinnel. Zugrunde liegt mnd. trent, trint crundh, entl. dän. krint; dazu mit Ablaut mnd. frunt crund?, ags. ryndel«Ringo, engl. trundle«rollenꝰ, nhd. rindeln. Das ahd. trennila«Kugel» zeigt,
daß der Dental ableitend ist. Weitre Herkunft
unsicher. Vgl. Falk-Torp unter trind. trennen, v.(tr.) den Zusammenhang zweier Dinge aufheben;(intr.) sich voneinander tun (Hiob 41, 8). Mhd. trennen(Prät. trante, Part. getrennet, getrant, noch bei Logau 1, 9, 60 und b. Haller 89 getrannt), ahd. nur in Zss. krennen. Bewirkungswort zu einem in entrinnen ent- haltnen starken Verb lrinnen. Daß dieses, wie schon Adelung meinte, durch falsche Abstrak- ten aus ent-rinnen gebildet sei, ist kaum mög- lich. fr. gehört viell. zu got. dis-taurnan, ga- kaurnan«zerreißen», ndl. fornen«sich auftren- nen», also zur Wa., die in zehren(s. d.) steckt, oder zu aind. drävati«läuft», vgl. Osthoff Pa-
rerga 373. 4L. trennbar, adj., 1691 b. Stieler. Trennung, f., 1642 bei Duez.
Trense, f. Pl.-n): Lenkriemen mitstangen- losem Gebisse usw. 1642 b. Duez Trentze. Aus dem Ndd., 1598 ndl. bei Kilian trensse f. Seil, Strick, Art Pferdezaumy. Viell. aus span. frenza
trenteln, s. trendeln.(f.«Flechte.
trepanieren, v.: den Schädel durchbohren. 1703 im Zeit.-Lex.«einen zerschellerten Kopf zusammenschrauben». Aus frz. trépaner«durch- bohren», von frz. trépan m.(Knochen)bohrery, auf gr. rpavov n. Bohrer» zurückgehend.
Trepang(spr.-pd), m.(*J, Pl.[bayr.]-e, u. -s): Seegurke. Aus dem Malaiischen.
Treppe, f.(Pl.-n/), südd. dafür Stiege. 1663 bei Duez Träppe, 1678 bei Kramer Ty., 1482 im voc. theut. gg 8 b trep f., md. treppe f.(Hahns Passional 8, 91; 9, 16), älter u. auch mhd. trappe f., am häufigsten trappem. Aus dem Ndd.; dazu ndl. trap m., zu trappen(s. d.). ZUS. Treppen- haus, n., 1810 bei Campe. Treppenwitz, m., nach frz. esprit d'escalier als Bezeichnung der Gedanken, die einem erst zuspät, aufder Treppe einfallen. Seit den 50 er Jahren des 19. Jhs. auf- kommend. Vgl. Ladendorf.
Tresen, Dresen, m.(“s, Pl. wie Sg.): Geld- kasten, Ladentisch mit Geldkasten. Noch mund- artl. 1753 bei Richey Trese, vgl. auch Frisch. Mhd. tresem, tresen, trese, trise m. Schatzo, ahd. kreso, eine frühe Entlehnung aus lat. iẽõsaurls, s. Tresor. Dazu Tresler, m.: Schatzmeister, bes. der Johanniter in der Marienburg. Mhd. treseler, triseler, tresorer, trisorer. ZUS. Tres- kammer, f.: Schatzkammer; Sakristei. Obd., auch preuß. Mhd. tres(e)-, friskamer(e) f., and. tresekamera.
Tresôr, m.(-els, Pl.-e): Schatz; Geld- schrank. Im 15. Jh. am Niederrhein tresori f. Schatzkammer. Aus frz. frésor f. m.«Schatz, Schatzkammer», von glbd. gr.-lat. thésaurus, gr. oncoupòôc m.
Trespe, f.(Pl.-n): Schwindelhafer, Lolch. 1711 bei Rädlein Trespen, bei Opitz 1, 174. Md. bei Jeroschin tresp m., mhd. frefs(e) m. Auch 1482 im voc. theut. f 2 2 dreffs; dazu mnd. drespe, ndl. drep(s), ndl.-mndl. dravix f., ndl. draveick, mengl.(im 14. Jh.) draok. Verhältnis zu bret. dreoke, draok ist unklar.
Tresse, f.(Pl.-n): Schnur, Borte. 1710 bei Nehring. Bei Gellert Fabeln 1(1748), 10 Dresse. Aus glbd. frz. tresse f.
Trester, pl.: Rückstand ausgekelterter Früchte, bes. Weinbeeren. Bei Luther 6, 313 W. triestern. 1469 im mrhein. voc. ex quo drester


