1065 traun
treiben 1066
des Nichtbeisichseins. Mhd. froum, troun, trõm m., ahd. troum, droum; dazu as. dröm, ndl. droom, afrs. drãm, engl. dream, anord. draumr m., schwed.-dün. drõm. Daneben as. dröm, ags. dréam m.«Jubel, Freude, Gesang». Dies ist viell. ein andres Wort. T' stellt man zu trügen (Grdf.*draugma-), wie as. gidrog n.«Erschei- nung, Trugbild). 43L. träumen, v., mhd. ktroumen, tröumen(unpers. mir troumet, mir ist getroumet), ahd. bei Notker troumen; da- zu anord. mile dreymir. Davon Träumer, m., frühmhd. troumare; Träumeréi, f., 1716 b. Ludwig; träumerisch, adj., 1734 b. Stein- bach. ZUS. Traumbild, n., 1691 bei Stieler.
traun, interj.: in Wahrheit! ganz gewiß! Bei Luther beliebt. Md. träzoen, mhd. triuwven «in Treuen, in Wahrheit» für mhd. entriuzwen, eig.«in Treuey, wobei triuwen Dat. Plur. von mhd. triuwe«Treues ist. Die Lautgestalt weist auf das Ostmd. als Ausgangspunkt.
traurig, s. Trauer. Trauring, s. trauen.
traut, adj.: innig zugeneigt; in inniger Zu- neigung wert gehalten. Mhd. trät, ahd. trat, drüt. Ins Rom. entl. ital. drudo«Geliebter, prov. druda Geliebte» u. daher nicht zu trauen u. reu. Im Mhd. auch trat m. n.«Lieb, Lieb- ling, Geliebter, Gemahl». 4L. Trautel, n., mhd. triutel, trütel n.
Travérse, f.(Pl.-n): Querlinie, gang, träger. 1716 b. Wolff. Aus glbd. frz. traverse f.(2u lat. tralns wersus«in die Quere gehends).
Travestie, f.(Pl.-n): scherzhafte Umge- staltung eines Gedichtes. Im 18. Jh. aus glbd. engl. ravesty. Zu travestieren, v.: eine Dichtung scherzhaft umgestalten. Nach der Mitte des 18. Jhs. aus frz. fravestir von ital. kravestire«verkleiden»(lat. trans-«über? u. vestire«belkleiden»).
Treber, pl.: Rückstand beim Keltern u. Bierbrauen. Bei Duez Träber. Mhd.-ahd. freher f., Pl. mhd. treber(n). Eig. ist aber treber schon ein Pl.; denn mnd. fraf m. n.«Trebers, ndl. draf m. Treberꝰ, engl. draff«Bodensatz, Auswurf einer Flüssigkeit»; dazu noch ndl. drab(be) f., ags. drabbe f.«Hefe, Modder», engl. drab «Schmutzw. Zum Stamm von krübe. Daneben mit gutturalem Auslaut anord. dregg f. Hefeꝰ, wozu apreuß. dragios«Hefe, abg. drozdijé pl. f.«Hefey, alb. drã f.«Bodensatz des Olss, vgl. Berneker. Lat. fraces ist wohl nicht verw.
trecken, v.: ziehen. Nur ndd., aber als Aus- druck der Buren in Südafrika wieder bekannt geworden. Mhd. trechen(noch bayr.-schwäb.
trechen), trecken, mnd.-mndl. ndl. treklen. Viell.
zu russ. dérgati«zupfen, ziehen, reißeny u. a., vgl. aber Berneker. 2ZUS. Treckschuit, f. (Pl.-en): Art holländ. Pahrzeugs. 1709 bei Hüb- ner. Aus ndl. freckschuit f., s. Schute, Sohüite. trefe, s. treife. 1 Treff, m., s. treffen. ²Treff, n.(s, Pl.-s), auch noch Trefle, n. (Pl.-s): Kleeblatt od. Eichel im Kartenspiel. Erstres 1822 b. Heinsius, letztres Anfg. d. 18. Jhs. Aus frz. tréfle m., eig.«Dreiblatt» von lat. trifo- lium n., 2gs. aus tri-«drei? u. folium n. Blattꝰ. treffen, v.(Präs. treffe, trifrst, trifft, treffen, Prät. traf, Konj. träfe, Part. getroffen, Imp. kriff): wahrnehmbar mit Hieb, Schlag u. a. be- rühren; jem. an einem Ort gegenwürtig finden; etwas ausfindig machen; ähnlich abbilden(vom Maler). Mhd. freffen, ahd. treffan(Präs. frifpu, Prät. fraf, Pl. träfum, Part. troffan)«treffen, berühren, das Ziel erreichen»; dazu and. ouar- drepan«ũbertreffenꝰ, mnd. drepen, ags. drepan sschlagen, treffenꝰ, anord. drepa«stechen, stek- ken, stoßen, schlagen, aus der Stellung bringen, töten», schwed. dräpa, dän. dräpe. Viell. zu abg. drobiti«zerreiben, zerbrecheny. Vgl. Ber- neker. Das Part. wurde urspr. ohne ge gebildet, noch im 17. Jh. froffen, auch bei Uhland. 4 B L. Treff, m.: Schlag, Hieb, fast nur in RA. den Ty. Kkriegen, geben, mhd.-md. tref m. n. das Zusam- mentreffen, ein entscheidender Schlag, Streich». Treffen, n.: das Zusammentreffen(mhd. tref- fen n.), der subst. Inf.:(milit.) Schlacht(seit dem 15. Jh., vgl. Zfd W. 8, 313); kleines Gefecht(im 18. Jh.); Gefechtseinheit(zuerst 1780 b. Stosch, ZfdW. 8, 327). Treffer, m., 1575 im Garg. 285; mhd. treffœre m. Treffender». trefflich, adj.: ausgezeichnet. Bei Luther; mhd. treffe(n)lich, treflich; davon Trefflichkeit, f., im 18. Jh. Treffle, s. ²Tref. treiben, v.(Präs. treihe, Prät. trieb, Konj. triebe, Part. getrieben, Imp. freible]): zum Be- wegen, Fortbewegen nötigen,(urspr. etwas Le- bendes, dann aber auch Lebloses); sich womit abgeben, tun, schaffen; auf etwas hinstreben; sich im Strom bewegen u. ähnlich; wachsen. Mhd. kröben, ahd. träban; dazu as. driban«be- wegt werden, vertreiben, ausüben», ndl. drijven, afrs. dr⸗uva, ags. drafen, engl. drive, anord. drifa, schwed. drifva, dun. drive, got. dreiban ctrei- beny. Dazu viell. gäl. driνς αHasto od. lit. dripti din dickflüssigen od. breiartigen Stücken fallen, auch vom Schnee»(Grienberger 59). Vgl. noch Idg. Forsch. 23, 396. 4BL. Treiben, n.(⸗s): das Tun, Handeln, Vorgehen. Subst. Inf.(im 18. Jh.), von der Jagd 1763 b. Heppe. Treiber, m.,


