1063 Trapper
Traum 1064
fortbewegen(1691 bei Stieler); fangen(nordd. b. Adelung), eig. wohl«durch schnelles Laufen erreichen». Aus mnd. trappen, ndl. trappen, engl. frape. Zu trampeln oder traben.
Trapper, m.(—‧T, Pl. wieSg.): Fallensteller; nordamerikan. Pelzjäger. Zu engl. trap«Falley.
trara! Interj. als Nachahmung des Trom- petentones. Subst. Trard, n.(*s): großer(un- berechtigter) Lurm. Nordd.
Traß, m.(-sses, Pl.-sse): Tufsteinstaub zu Mörtel. 1778 im Bergm. Wb. Traß, Tarras, Traß'stein, 1598 bei Kilian ndl. terras, tiras, aus ital. terrãz⁊zo m. Estrich, Zementfließe, Altan).
Trasse, bayr. auch Trace, f.(Pl.-n/): Um- riß, Zeichnung, Spur, Geleise. 1834 bei Petri. Aus glbd. frz. trace f. von tracer(s. u.)—itras- sieren, bayr. auch tracieren, v.: abstecken, vorzeichnen, bes. die Richtung für einen Weg, eine Bahn. Aus glbd. frz. fracer u. dies aus einem zu lat. frahere ziehen» gehörigen* trackiare.
²trassieren, v.: einen Wechsel auf jemand ziehen, ausstellen. 1611 belegt(Zschr. d. Ver. f. Hamburg. Gesch. 10, 7) aus glbd. ital. tFrassdre, das zu lat. frahere«ziehens gehört. Dazu Tras- sänt, m.(-en, Pl.-en): Aussteller(im Wechsel- verkehr, 1716 b. Ludwig Trassent) u. Trassät, m.(en, Pl.-en): der Bezogne(1712 bei Speran- der 5) als Part. Präs. u. Perf. Pass. tratschen, auch trätschen, v. schwatzen, ein Gerede machen. Bei Goethe(Werther) 19,105 trätschen u. ö., Schiller, H. v. Kleist. Von Campe Bereicherung empfohlen. Urspr. aber u. noch landschaftlich verbreitet«breite Schritte ma- chen, plump auftreten». 1716 bei Ludwig trat- schen, 1691 bei Stieler tratschen u. tratschelen. Wohl zu kreten.
Tratte, f.(Pl.-n): gezogner Wechsel. 1694 bei Nehring Tratta und so noch bei Sperander, Beleg von 1611 in Zschr. d. Ver. f. Hamb. Gesch. 10, 7, aus glbd. ital. tratta f., eig.«Lzug»(zu lat. trahere«ziehen»).
Trau, f.: Verlobungsgeschenk(schwäb.); Verlobung(thür.); Vertrauen, Treue u. Glauben, bei Luther Spr. 3, 29. Zu trauen(s. d.).
Traube, f.(Pl.-/): beerenbewachsner Re- benkamm. Bei Luther draube, b. Duez u. Kra- mer Tr., mhd. trabe f. m., ahd. früo, drνο m., um 1000 auch träba f.; dazu and. Ihräfo, mnd. Truũf, drufelef., mndl. drãve, ndl. drui f.«Praubes, entl. dün. Ardue, schwed. druva. Dazu ostfrs. drãve, drũf, nd. drubhel«Klumpen, Haufenꝰ, norw.-dial. Irabb«kurze u. dicke Figur». Viell. verw. mit abg. trupä m.«Glied, Körper, Rumpf, lit. trupatis m.«Brockeny. Vgl. KZ. 36, 366.
4BL. traubig, adj., 1691 b. Stieler traubicht. ZUS. Traubenblut, n., bei Luther 5. Mos. 32, 14 Moste. Traubenzucker, m.: Zucker aus Weintrauben. Im 19. Jh.
trauen, v.:(intrs.) Zuversicht haben;(tr.) ehelich zusammengeben(zuerst md. mit Dat.). Bei Luther trawwen, mhd. trü(zw)en, triuzwen, trouaben, ahd. rua)en; dazu asächs. trãon«ver- trauenꝰ, ags. fräüwwicn, anord. träa«Zuversicht haben, glaubenꝰ, schwed.-dän. tro, got. trauan (&Tver]Jtrauen») u. mit Ablaut mnd.-ndl. trouawen, afrs. trouoa, ags. tréõowian. Verw. mit apreuß. druaoi(s) Glaube», druuoit«glaubeny. Weitres unter treu. Vgl. noch fraun, Trost. 4BL. Trauung, f., 1691 b. Stieler. ZUS. Trauring, m., bei Luther 8, 390 3.
Trauer, f.: Leid worüber. Mhd. krüre, driure f. Von trauern, v.: Leid worüber emp- finden; dies äußerlich kenntlich machen. Mhd. trüren, ahd. trarén, drürén; dazu ags. dräsian «sinken, schwach, schläfrig werden» u. dréorig ctraurig, s. u. Ahd. bed. trüren bei Otfrid 1, 5 cdie Augen niederschlageny. Daher viell. zu got. driusan, as. driosan, ags. dréosan falleny (ndl. treurig«traurigy, treuren«trauerm müßte dann trotz Zfd W. 10, 259 aus dem Deutschen stammen). 4L. traurig, adj., mhd. trürec, ahd. trsrag, trüreg; dazu ndl. treurig(s. o.), ags. drorig, engl. drearg. ZUS. Trauerfall, m., 1678 bei Kramer Traurfall. Trauerjahr, n.: das Jahr der Trauer um einen Verstorbnen. 1716 bei Ludwig. Trauerspiel, n., Verdeut- schung von Tragödie. 1663 bei Schottel 511 u. sonst im 17. Jh.(Harsdörffer, Gryphius, Duez) Traursiel. Trauerweide, f.: die Weide salix babylonica mit hängenden Asten. 1796 bei Nemnich.
Traufe, f.(Pl.-n): das Niedertriefen, bes. vom Dache u. dessen Ort. Mhd. froufe) f., auch dachtroufe f. u. trouf m.(noch sidd. m. u. n. wie mhd.-ahd. dachtrou; m. n.), ahd. Irouf m. Zu trie- fen.— träufeln, v., 1663 b. Schottel treuffelen, bei Luther Jes. 45, 8, Amos. 7, 16. Wiederho- lungswort zu träufen, auch traufen(nicht bayr.), v.:(urspr. trans.) worauf triefen ma- chen; triefen(schon im 15. Jh.). Mhd. kroufen, trõufen, ahd. troufan«Bewirkungswort» zu kriefen(s. d.).
traulich, adj.: vertraut, gemütlich. Erst 1810 b. Campe verzeichnet. 1779 b. Bürger 238 u. dann rasch beliebt werdend. Wohl erst aus verkraulich, zutraulich gebildet.
Traum, m.(-Lels, Pl. Träume): Erschei- nungen vor der Seele im Zustand des Schlafes,


