1061 tranchieren
trappeln 1062
tranchieren, s. transchieren.
Träne, f.(Pl.-/): aus den Augen quellender, rinnender Tropfen; Tropfen, etwas weniges von einer Flüssigkeit(vulgär.). Bei Luther nur der Pl. fhrenen, 1537 bei Dasypodius 109 5 u. 442 b der Sg. trähen, 462 d zäher, trähe, bei Alberus dict. Nn 2 thren, Ii 4 Tren, entwickelt aus dem Pl. des mhdâ. frahen, trän m.(auch«Tropfen), ahd. frahan, drahan m.; dazu asächs. frahni m. Pl.«Tränen», daneben mhd. fraher, treher m. Das alte M. hält sich noch bis ins 17. Jh., das Fem. tréne zuerst im 15. Jh. Wohl eins mit Zähre (s. d.). Der n-St. stammt aus einer alten n- Flexion der obliquen Kasus, das Wort ist mit lat. dacruma(für drakcuma) verwandt. 4 BL. tränen, v., mhd. trahenen, trehenen, trünen, trénen, ahd. tränan(bei Notker).
Trank, m.(-Lels, Pl. Tränke): Flüssigkeit zum Trinken, meist Arznei od. Viehtrank, 1496 noch n., mhd. tranc n. m., ahd. franc n.; dazu and.-mndl.-ndl.-afrs. drank m., ags. drenc m., got. drag n. Abstraktum zu trinken.— Trän- ke, f.(Pl.-„): Ort u. Gefäß zum Tränken. Mhd. trenke, ahd. frenka f. Von tränken, v., mhd. trenken, ahd. trenkan; dazu and. ordrenkcian, ags. drencan, got. dragljan, Bewirkungswort zu krinlcen, also«trinken macheny.
transchieren(öst. bayr.), tranchieren (preuß.): schneidend zerlegen. 1711 b. Rädlein tranchiren, trinschieren«vorschneiden», 1727 bei Aler trenchiren, 1694 b. Nehring tranchiren, aber Anfang d. 17. Jh. Trincir-Buch(Germ. 28, 406). Aus fra. trancher, ital. frinciare. Un- sichrer Herkunft.
Transit, m.(-Lels, Pl.-e): Durchgang, bes. von Waren. Im 19. Jh. aus glbd. ital. tränsito m.(zu lat. trans-Ire chinübergehen, zgs. aus trans cjenseit, übery, Ire«gehen»). 1703 im Zeit.- Lex. in transitu«im Durchmarsch», 1733 Tran- sito-Güter(Vorsichtige Banquier 1, 499).
transitiv, adj.: ein Objekt im Akkusativ verlangend. Aus dem lat. Grammatikerausdruck transitivus«übergehends von frans-ire chin- übergehen.
Transmissiön, f.(Pl.-en): Kraftübertra- gung; Triebwelle. Aus lat. fransmissio f.«UÜber- sendungy(zgs. aus trans chinüber⸗ u. einer Abl. von mittere«senden»). Urspr. ein Rechtsaus- druck, im 19. Jh. aber technisch verwendet.
transparént, adj.: durchscheinend. 1716 bei Ludwig. Aus glbd. mlat. transparens(Die- fenb. gl. 593 b), von mlat. transparére«durch- scheinen»(zgs. aus frans, s. d. u. parére«zum Vorschein kommen»). Davon subst. Trans-
parént, n.(-Lels, Pl.-e): durchscheinendes Festbild. Erst später im 18. Jh.
Transpiratin, f.: Schweiß, Schwitzen. 1716 bei Ludwig, aus glbd. frz. franspiration f. von vulglat. transpirãre(zgs. aus frans, s. Tran- sit u. spirãre chauchen, atmen*). Daraus frz. transpirer, woher transpirieren, v.: schwit- zen. 1773 im Orthogr. Handbuch. Transport, m.(-lels, Pl.-e): Fortschaffung; Ubertrag(in der kaufm. Buchführung). Im 17. Jh. aus glbd. frz. fransport m., ital. transporto m. das Hinüberschaffenꝰ, zu lat. transportäre «überfahrens(trans, s. Transit u. portãre cfüh- ren, fahren»).— Transportéur(Spr.-tör), m.(-S, Pl.-s): Winkel-, Gradmesser. 1747 im math. Lex. Aus dem nicht mehr vorhandenen frz. transporteur.— transportieren, v.: be- fördern, im 17. Jh. aus frz. transporter(s. o.). Transpörtkosten, pl.: Versendungskosten. Transpörtschiff, n., 1703 im Zeit. Lex.
Tran(s)substantiatiön, f.: die Umwand- lung von Brot u. Wein in den Leib u. das Blut Christi. Aus kirchlat. transsuhstantiatio f., eig. «Umwandlung der Substanzo.
transzendént, transzendentäl, adj.: übersinnlich, überweltlich. Bildungen von lat. trans-scendere«überschreiten», also«was die Erkenntnis der Vernunft überschreitety. Von Kant aus der scholastischen Philosophie über- nommen(vgl. Eucken Phil. Terminologie 205) und geschieden.
Trapéz, n.(-es, Pl.-e): Viereck mit zwei parallelen Linien; Schwebereck. 1716 b. Wolff u. noch 1822 bei Heinsius trapezium in 1. Bed., aus glbd. gr.-lat. frapezium n., gr. rporéziov n., eig. ckleiner Tisch» von gr. rpdrea f.«Tischy. 1757 bei Egger Kriegslex. auch Trapéze aus fra. trapèze m.
trapp! Interjektion, eig. Imperativ von trappen. Bei Bürger Leonore.
1Trappe, m.(-n, Pl.-n), f.(Pl.-n): der Sumpf- vogel otis tarda. 1469 im mrhein. voc. ex quo drappe m., mhd.-md. trappe m.(zuerst b. Hart- mann von Aue Erec); dazu mnd. frappe, ndl. ktrapgans, entl. schwed. trapp, dän. trap(pe). Viell. aus dem Slaw., poln. drop, wo das Wort allgemein verbreitet ist. Vgl. Berneker 226.
* Trappe, f.(Pl.-n): Fußspur, bes. schmut- zige im Zimmer. Nordd.(in Roßtrappe). 1469 im voc. ex quo eyn fuyß drap.
trappeln, v.: wiederholt schnell hinter- einander mit den Füßen auftreten. Spätmhd. trappeln bei Diefenb. gl. 89 b; bei Fischart 1, 136 Kz. Von trappen, v.: laut auftretend sich
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