1059 Tragödie
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gr. rpd́õoc m.«Bock». Daraus auch tragisch, adj.: trauerspielartig; traurig erschütternd. Im 17. Jh. RA. etaw. tragisch nehmen, Anfang d. 19. Jhs.(ZfdW. 3, 334). tragikõmisch, adj.: traurig-lustig. Beim j. Goethe 2, 425. Erst vom folgenden gebildet. Tragikomödie, f.: Mi- schung von Trauer- u. Lustspiel. 1678 bei Kra- mer Tragedicomedi.
Tragöõdie, f.(Pl.-/): Trauerspiel. 1517 in vocab. pro iuventute 23 d. Aus glbd. lat. tra- goedia, von gr. rporꝑdia f., zgs. aus rpdroc m. Bock» u. einer Abl. von dody&Gesangy.
Train(spr. tre), m.(s, Pl.-s): Wagenzug; Troß; Soldatenart, die die Zufuhr usw. besorgt. 1703 bei Wächtler«Gefolge, Mitzugy, 1728 bei Sperander«Suite eines Fürsten». Im milit. Sinn 1621 bei Londorp 2, 9382, 1791 bei Roth von der Artillerie. Das frz. frain m.«zug» von tranner«zieheny(zu lat. frahere cziehen»).
trainieren, v.(spr. trä-): den Körper zu Wettkämpfen vorbereiten. Aus glbd. engl. train, das von fræ. trainer(s. Train) stammt. In neurer Zeit.
Trajékt, m.(ſels, Pl.-e): Überfahrt, Fähre. 1834 b. Petri. Aus lat. rajectus m.«Uberfahrt».
Trakéhner, m.(*, Pl. wie Sg.): Pferd aus dem Gestüt Trakehnen in Ostpreußen.
Traktamént, n.(-els, Pl.-e): Behandlung; Verpflegung(1703 im Zeit.-Lex.); Bewirtung (1703 b. Wüchtler); Gasterei, Schmaus, Ehren- mahl; Löhnung(1791 b. Roth). 1678 b. Kramer «Speise, Gericht, aus mlat. fractamentum n. «Art der Behandlung, Ubereinkunft», von lat. tractãre, s. trachten.— Traktãt, m.(mundartl. auch) n.(els, Pl.-e): Abhandlung, Vertrag. Spätmhd. kractät aus lat. tractdätus m.«Be-, Ab- handlungy, mlat. auch«lbereinkunft, Vertrag» von lat. tractãre, s. o. Davon Traktätchen, n.: kleine Abhandlung, bes. religiösen Inhalts. 1703 bei Wächtler, aber Traktätlein schon bei Wickram Rollenw. 147 Kz. u. 1571 b. Rot Trac- tetl.— traktieren, v.: be-, abhandeln;(einen) behandeln, bewirten, ihm etwas zum besten geben. 1571 bei Rot«handeln, schaffen, halten, hantieren», 1512 bei Murner Narr. 26, 95. In d. 2. Bed. auch schon im 16. Jh. b. H. Sachs Fastn. 83, 21(Gombert 3, 12, Germ. 28, 406).
Tralje, f.(Pl.-/): Gitterstab. 1507 bei Diefenb. gl. 94 b fralge f., 1490 mndl. fralie f., nd. tralje f. Gittery, aus frz. freille f.«Weinlaube, Weingeländer, Gitter», afrz. traille f.«Gitter- werk», von lat. trichila f.«Laube aus Rohr- stengeln oder Laubzweigen».
trällern, v.: ohne Worte, eig. tralla singen.
Bei Gellert 3, 429. Im Faust 7175 u. b. Schlegel Shakesp. Sturm 3, 2 krallern.
Tram, m.(-Lels, Pl.-e),(bayr. nur) Träme, Balken. Noch obd.-obhess.-westerw.-rhein.- preuß. Bei Luther 1. Kön. 6,6 Trame m., mhd.- md. drũme, trämem.(Pl. drämen) u. drãm, trum (Pl. md. dréme, tréme). Wohl verw. mit gr. ré- peuvov, Tepouvov n. Haus, Gemachy, lat. trabs f. Balken, also aus drãbma-. 4BL. Trämel, m.: kurzes Stück Holz, Prügel. Noch obd. 1605 bei Hulsius Tremel«Stecken?, 1537 bei Dasy- podius tremmel Hebel, Hebelstangey, mhd. dremel m.«Balken, Riegel».
Trambahn, f.: Pferdeeisenbahn. Bald nach 1870 entstanden auf Grund von engl. tramabag Schienenweg(kram«Art vierrädriger Wagers, ꝛwarν«Wegꝰ).
Traminer, m.(“, Pl. wie Sg.): Trauben-, Weinsorte. Bei Lonicerus 34³ Trauminner Wein, im 15. Jh. bei Wolkenstein 109, 94 Tra- minner, von Tramin am linken Etschufer, un- weit des Kalterersees.
Trampel, m.(-s, Pl. wie Sg.), auch f.(Pl. -n): ungeschickt u. plump auftretende Person. 1678 bei Kramer. Von trampeln, v.: schnell wiederholt derb auftretend sich bewegen. Md. trampeln(Jeroschin 20098). Von trampen, v. derb auftretend sich bewegen. 1691 bei Stieler. Aus nd. frampen, wozu schwed. trampa, dän. trampe, engl. tramp, got. anatrimpan chinzu- treten, drängen», mhd. frumpfen laufen». Wohl nasalierte Form zu einem Verb frappen, s. Treppe oder Erweitrung zu aind. drämali läuft», gr. dpéoc m. Laufy». Vgl. auch strampeln.— Trampeltier, n.: das zweihöckrige Kamel. Umdeutschung von Dromedar. Im 18. Jh. 1781 bei Kindleben= Trampel.
Trampolin, m., öst. nur n.(els, Pl.-e): Spring-, Schwungbrett. Aus glbd. ital. trem- plino m., das auf den Stamm des deutschen trampeln zurückgeht.
Tramseide, f.: Einschlagseide. 1716 bei Ludwig. Tram aus frz. trame f., ital. trama f. Einschlagy, von lat. fräãma f.«Aufschlag, Kette, Zettel beim Weben?.[Trambahn.
Tramway, m.(-é, Pl.*s), f.(Pl.-S), siehe
Tran, m.(els): ausgelaßnesSeetier-, Fisch- fett; Rausch(Heine 3, 25). Entl. aus mnd. trãn m., ndl. traan, woraus schwed.-dän. tran, wohl eins mit Träne(s. d.) mit der Bed. durch kochen aus Fett herausgepreßter Tropfen». 1562 bei Mathesius Sar. 80 b fschdrain als preußisch, bei
Kirchhoffdisc. milit. 38 thran. 4BL' tranicht, tranig, adj.


