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theologia f., Geok-oc, s. o. theolõgisch, adj., bei Luther. Theörbe, f.(Pl.-/): tiefgestimmte Laute (Faust 5158). 1678 b. Kramer Thiorbe. Aus glbd. ital. fiorha f. unter Einfluß von frz. léorbe m.
Theorém, n.(-Lels, Pl.-e): Lehrsatz. Spät im 18. Jh. Aus glbd. gr. at. theöréma n., gr. decpnua von gr. Geuwpetv«anschauen, betrach- temy.— Theorétiker, m.(-s, Pl. wie Sg.): der sich mit der Theorie Beschäftigende. Zfd W. 8, 136 Beleg von 1774. 1703 b. Wächtler Theo- reticus von gr. Geupnriòc«beschauend, unter- suchendo zu Gewpeiv, s. o.(Alter ist Theorist). Dazu theorétisch, adij., Gegensatz zu pralc- kisch. 1673 bei Weise Eren. 163. Theorie, f. (Pl.-n): wissenschaftliche Erkenntnis, Lehre, Darstellung einer Wissenschaft inihren inneren Zusammensetzungen, Gegensatz zu Praxis. 1703 bei Wächtler; im Zeit.-Lex. Theorid. Aus gr.- lat. theöria f., gr. dewpio f. das Beschauen, Untersucheny von Geupeiv, s. o.
Therapie, f.: Heilkunde, Heilverfahren. 1791 b. Roth, aber 1727 b. Sperander Therapia. Aus gr. depareia f. das Dienen, Pflege des Krankeny.[Therésia.
Therése, Frauenname. Aus ngr.- nlat.
Theriak, m.(ſe]ls): veraltetes Arzneimittel gegen tierisches Gift. Früher Thiriakk. Mhd. 1394 priack, gew. dri-, triaxel m. Aus gr.-Jat. thẽriacus adj.«wider Schlangenbiß dienlichy, gr. onpiakxõc zu gr. Gép m.«wildes Tiery. Volks- tümlich mannigfach umgestaltet zu dreiacker, krials(Maaler), triackers(Fischart), tiriac (Dürer), krujak(tirol.), driagos(schwäb.) u. a.
Therme, f.(Pl.-n): warme Quelle. Erst. im 19. Jh., urspr. im Pl., von gr. lat. thermae, 9epuauf.«warme Bäder» von 9Oephöc«warmy. Mit diesem u. Meter 2gs. Thermométer, m.(-s, Pl. wie Sg.): Wärmemesser, wahrschein- lich von Galiläi erfunden. 1728 bei Sperander Thermometrum.
These, f.(Pl.-/): zum Beweis aufgestellter Satz. Aus frz. thèse f. von gr.-Jat. thesis f., gr. 9ecic f. das Setzen, Stellens(zu rigévot, s. fun). Bei Goethe. 1728 bei Sperander Thesis.
Thomas, Mannesname, aus gr. Gcudc von aram. fõmã«Zwillingy.— Thomasschlacke, f.: wichtiges Düngemittel, ein Nebenprodukt bei der Flußeisenfabrikation nach dem von den Engländern Thomas und Gilchrist 1879 verbes- serten Verfahren.
Thron, m.(-Lels, Pl.-e, selten-en, Goethe
Nat. T. 952, Schiller Jungtr. 3, 1): Fürstensita. Bei Luther Thron, mhd. Kh)ron. Uber glbd. fra.
gr. 9eokoOTia«Götterkenntnis), von
trõne m., aus gr. 6pvoc m.«Sitz, Stuhl, Götter-, Herrschersitzy». Ahd. dafür kuningstuol m. «Königsstuhl», ags. héahsetl n.«Hochsitzy, got. stols m. Stuhl». 4L. thronen, v., 1691 bei Stieler. ZUS. Thronrede, f.: Ansprache des Fürsten an die Landstände. Nach engl. speech From the throne heißt es nach 1815 zunächst Rede vom Throne, 1819 auch Thronrede, vgl. ZfdW. 7, 13.
Thunfisch, m.: der Fisch thynnus vul- garis, im Mittelmeer häufig. 1563 bei Forer 582 Thunnfisch. Aus glbd. gr.-lat. annas, thynnus m., gr. Guvvoc m.
Thüringen, Landesname. Mhd. Dür(i)n- gen, eig. Dat. Pl. von Därinc m. Thüringer, also«bei den Thüringern»(zen Düringen), ahd. During, in lat. Uberliefrung Thuringi.
Thusnélda, Thusnélde, Frauenname, Name der Gattin des Arminius, in gr. Uber- lieferung Oovcvé*da. Der Name scheintverderbt zu sein, u. die urspr. Form ist nicht sicher zu be- stimmen.
Thymian, m.(-els): die Pflanze thymus vulgaris, als Gewürz gebraucht. Bei Luther Offenb. 18, 13 Thimian. Mhd. thimean, tmian, spätahd. um 1100 fimiam n., thimicn, trmiäna, got. Pymiama m.«Räucherwerk», aus gr. Jat. thymiama n. Räucherwerk», gr. 9uiãuo n. cRäucherwerk»(zu gr. Gueiv«opfern?). Der deutsche Name war Biensaag, s. d.
Tiãra(so öst.-bayr.), Tiäre, f.(Pl.-ren): Kopfbedeckung, bes. die päpstliche Krone. Aus gr. ridpa f. Kopfbedeckung der Perserꝰ. Aus dem Pers. 1728 bei Sperander.
tick, Schallwort, meist kicktack, wie nd. tik,
gr. frz. tic, 1700 bei Castelli ticktack spielen.
Tick, m.(els, Pl.-e): Grille, Laune, Ein-
n. bildung; Kunstgriff(bei G. Keller 1, 387). 1712
bei Frisch, aus frz. tic m.«Zzucken der Glieder, sonderbare Gewohnheity. Herkunft dunkel.
ticken, v. schnelltupfend berühren(Goethe 12, 39, 1780 bei Adelung); den Laut tick hören lassen. Lautnachahmend. Aus dem ndd. ficken; dazu ndl. fikken, engl. fickle«kitzelny.
tief, adj.: nach unten ausgedehnt, sich weit nach unten erstreckend. Mhd. tief ahd. kiο⁵, kiuf; dazu asächs. diop, ndl. diep, afrs. diap, ags. déop, engl. deep, anord. djοr, schwed. djup, dän. dyb, got. diups. Das Adyv. lautet mhd. tiefle), ahd. diofo, asächs. diopo, ags. déope. Dazu wohl kaufen, s. d. Verw. mit lit. dubaäschohl,, dauchã f. «Schlucht», abg. daplä, dupl(j)“ hohly, düno n. Boden», air. domun, kymr. doofn, bret. don(aus *dubno) ctiefs. Tief, n.: tiefe Stelle(mnd. dép


