Teil eines Werkes 
2. Band (1910) L bis Z
Entstehung
Seite
1033-1034
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1033 Tautologie

Teich 1034

dsentkunstiger. Tausendsasa, m.: durch- triebner Mensch. BeiSchiller Kabale 1, 1. Tau- sendschön, n., Name verschiedner Pflanzen, bes. von bellis perennis, 1540 bei Alberus dict. DD 2 b; als Adj. 1512 bei Murner Narrenbe- schwörung 80, 71.

Tautologie, f.(Pl.-n): überflüssige Wie- derholung des Gesagten, Wortschwall. Im 18. Jh., aus glbd. gr. lat. tautologia f., gr. rãuro- Ro†id f.(z9s. aus dirré dasselbe» u. N4orid).

Tax, m.(6es, Pl.-e), bayr. neben Taxus, s. d.

Taxaméter, m.(-s, Pl. wie Sg.): Droschke mit Fahrpreisanzeiger. In neuster Zeit. Zgs. mit taxa, s. Taxe u. Meter«Messery, s. Meter. Taxatiön, f.(Pl.-en): Abschätzung. 1571 bei Rot aus lat. taædtio f. von lat. taæũre, s. taæie- ren, wie Taxãtor, m.: Abschätzer. 1726 bei Ludwig. Taxe, f.(Pl.-n):(amtlich) festge- setzter Preis; Gebührenordnung. Spätmhd. taa f. aus mlat. faxa f.(Be)schatzung, Schät- zung»(Diefenbach gl. 574 b), daneben Taa m., 1716 bei Ludwig, u. Taæt ebd., auch schles. taxieren, v.:(ab)schätzen». Spätmhd. u. 1477 clev. taæieren aus lat. farãre«schätzen»(zu tangere«berühren).

Taxus, m.(Gen. u. Pl. wie Nom.): Eibe, taxus baccata. 1716 bei Ludwig. Bayr. auch Taa, wie 1748 bei Brockes 9, 98. Aus glbd. lat. taxus m. Mhd. dafür(Ahd. Gl. 4, 162) dahsboum.

Tazétte, f.(Pl.-n): Narzissenart. Aus lat.- ital. narcissus tazetta. 1687 b. Hohberg 1, 663 2.

Tebe, f.(Pl.-n): Hündin. Nordd. verächt- lich. 1753 bei Nieremberg. Aus dem Nd., mnd. teve f. Hündin»; dazu ndl. feef f., ags. dife f., entl. schwed. ãνα, dän. tãve. Dunkler Herkunft.

Technik, f.: Inbegriff der Kunstregeln, Kunstlehre. Spät im 18. Jh. aus glbd. frz. fech- niquef. von gr. xexvuxi f., rexvixòc m.«künstlich, zur Kunst gehörend, die Kunst betreffend, Abl. von réxvn f.«Kunst, Gewerbe, Kunstfertigkeit, Wissenschafty. Techniker, m.(-s, Pl. wie Sg.): Sach-, Kunstverständiger, Fachmann, Werkmeister. Erstim 19. Jh. zu Techmik. Tech- nikum, n.: technische Anstalt. S. Polytech- nikum. technisch, adj.: zum Fach gehörig. Nach gr. rexvixéòc, 1771 b. Wieland Amadis 1, 257, kechnische Chymie 1794 b. Jacobsson. Techno- logie, f.: Kunstlehre, Gewerbelehre, kunde. 1772 bei J. Beckmann. Von gr. rexvoNhovia f. -Rede über Künste, Behandlung einer Wissen- schafts. Davon technolõögisch, adj., 1822 bei Heinsius.

Techtelmechtel, n.(*I, Pl. wieSg.): ober- flächliche Liebschaft. Zuerst 1792 bei Klein

Provinzialwb. Dechtlmechtl«geheimes Einver- stündnisy, 1827 b. Schmeller Däãchtelmächtel n. «das Wirrwarr, Durcheinanders, schwäb. Däch- kelmächtel m.«tappiger, schläfriger, schwäch- licher Menschy, von Osterreich aus nach der Mitte des 19. Jhs. verbreitet. Nach Zschr. f. roman. Phil. 31, 31 aus ital. feco meco cunter vier Augen,, eig.«ich mit dir, du mit mir, was sehr zweifelhaft ist.

Teckel, m.(-s, Pl. wie Sg.): Dachshund. 1810 b. Campe als landschaftlich. Auch Dackel. Wohl Koseformen zu Dachshund, 1763 b. Heppe Dãächsel.

Tedéum, n.(H, Pl.-s): Lobgesang. Nach den Anfangsworten des Ambrosianischen Lob- gesanges te deum(laudamus)«dich, Gott, loben wiry. 1755 bei Egger.

Tee, öst.-bayr. auch noch Thee, m.(-*, Pl. -e, bayr.-SæTeesorten): die getrockneten Blät- ter der Teestaude; Getränk daraus und aus andern ühnlichen Blüten(Flieder-, Kamillen-, Lindenblätentee). Im 17. Jh. mit ndl. thee f. (1706 bei Ludwig I.), frz. thé, ital. m., engl. tea, aus südchines. he. ZUS. Teekessel, m.: Kessel zum Kochen des Teewassers(1715 bei Amaranthes); einfältiger Mensch, 1774 b. Lenz Hofmeister 4, 6. Im 18. Jh. auch stud. neben Kessel, das noch jetzt in der Schülersprache für Lehrer» lebt. Letztres aus hebr. Kεsε αTor, Narry. Mannimmtan, daßim ersten Teil das ndd. Adj. teek«fade, weichlich steckt. Vgl. Zfd W. 8,101. Teerose, f. Rosenart, die wie Tee duftet.

Teer, m.(-Lels, Pl.-e): aus Harzhölzern ge- wonnenes dickes Ol. Früher Theer. 1517 b. Tro- chus Q5 b ther. Aus dem Nd.; dazu ndl. feer f., ags. te(o)ru n., engl. tar, anord. tjara f., schwed. tjära, dän. Hjäre. Daazu lit. dervd f. charziges Kiefernholz⸗, lett. darzwa«Teerꝰ, abg. von dem Stamme, der in got. triu n.«Holz, Baum), engl. tree«Baumꝰ, gr. dpu n.«Speers, dpôc f. Baum, Eichey, air. daur, kymr. derwen Eiche, abg. drévo n.«Baumꝰ, alb. dru«Holz, Baumꝰ, ai. d(ä)ru n. Holze vorliegt. 4BL. teeren, v., 1741 b. Frisch. ZUS. Teerjacke, f.: Matrose. Umgedeutet aus engl. Jack-tar, seit der Mitte des 19. Jhs. eingedrungen. Nach der Jacke, der Matrosentracht. Aus dem engl. blae coats, um dieselbe Zeit auch Blaujacke. Vgl. Zfd W. 7,43.

Teetotaler(spr. fftotler), aus engl. tee- totaller«ein der Gesellschaft für temperance kotal(günzliche Enthaltsamkeit) Angehöriger⸗ und daraus gebildet, vgl. Hakatisten.

Teich, m.(-Lels, Pl.-e):(gegrabnes) Was- serbecken zur Fischzucht usw. Mhd. fiöch m.