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seitigen». Dazu Suspensiön, f.(Pl.-en): einst- weilige Amtsenthebung. 1703 im Zeit.-Lex. aus glbd. frz. suspension f. von lat. Suspensio f. süß, adj.: von Geschmack, Geruch, Gehör und für die Empfindung angenehm; Gegensatz von sauer. Bei Lessing 1, 61, Goethe, Rückert noch sũße. Mhd. suoze, säeze, auch suνι⁵e, md. 353e, SO36, Adv. suoze, ahd. S(*ω) νuοd, s(e)uagi, Adv. suο; dazu asächs. seοtε, mndl. soet, ndl. z0et, afrs. sut, ags. sue, siôt, engl. steet, anord. sctr, schwed. S ¾, dän. söd, u. mit Ablaut got. süts«angenehm. Verw. mit gr. dsüß, lat. suννεᷣ süß, angenehmꝰ?, aind. sue⁴dé esüß, wohlschmeckends, wozu noch lat. suadére, eig. cals angenehm darstellen», gr. àvddvetv«gefal- len», aind. svadati«xmacht schmackhaft, würzt, sudajati cmacht angenehmy, lit. süditi«würzen, salzen. 4 L. Süße, f., mhd. sfteze, ahd. 5uogl. süßen, v.: süß machen. Mhd. süezen, ahd. suozan, ags. sietan, engl. sweeten. Süßigkeit, f.: das Süßsein; Zuckerwerk, etwas Süßes(1780 bei Adelung.). In 1. Bed. 1482 im voc. theut. ff 7 ½ s¶uigkeit, mhd. süezecheit, dann silezekeit. Von einem Adj. mhd. säezec. süßlich, adj.: (eig.) dem Süßen sich nähernd;(im 19. Jh. ta- delnd) zu süß(von Geschmack u. Empfindung). Inl. Bed. mhd. séeglich, ahd. suazlih. Süßling, m.: süßlicher Mensch. Im 18. Jh. ZUS. Süß- holz, n.: Name der holzigen Wurzelder Pflanze glyeyrrhiza mit süßem Geschmack. Spätmhd. säezholz; dazu Süßholzraspler, m.: wer leere Artigkeiten sagt, Schöntuer. 1869 pei G. Keller Nachlaß 23, gegen Ende d. 1. H. d. 19. Jhs. aufgekommen. Vgl. Ladendorf.
Sutäne, s. Soutäne.
Suzerän, m.(-Lels, Pl.-e): Oberlehnsherr. 1834 bei Petri. Aus glbd. frz. suzerain m., eig. Adj.«oberlehnsherrlich mit Ergänzung von seigneur«Herr', von sus«übero, nach dem Muster von souverain gebildet. Suzeränität, f. Ober- lehnsherrschaft. Aus glbd. frz. Suzerainité f. 1834 bei Petri noch in frz. Form.
Sweater(spr. sε-.), m.(*, Pl. wie Sg.): ge- strickte Uberziehjacke. Aus glbd. engl. saweater.
Sybarit, m.(en, Pl.-en): Schlemmer, Weichling. Aus lat. Sybarites m. Bewohner von Sybaris», Stadt in Unteritalien, deren Ein- wohner durch Weichlichkeit und Luxus be- rüchtigt waren.
Syenft, m.(-els, Pl.-e): aus Feldspat und Hornblende gemengte körnige Gesteinsart. Aus gr. lat. syénãtes, gr. cvnvirnc von Lunvn in Ober- àgypten, einer Stadt, die wegen dieser Steinart berühmt war.
syllabieren, v.: Buchstaben silbenmäßig aussprechen. 1727 b. Aler; 1505 im voc. gemma 2 6 Slben aus mlat. spllabare«Silben machen. sylläbisch, adj.: silbenmäßig, weise. Nach glbd. lat. syllãbice. Von lat. syllaba, s. Silbe.
Sylphe, f.(-n, Pl.-n/): Luftgeist. Paracelsus († 1541) bildete lat. Sylpha nach gr. chon f. «Schnake, Motte». Aber in lat. Inschriften kommt schon sylphus vor, das ein gallisches Wort 2u sein scheint. Sylphide, f.(Pl.-n), nach frz. sylphidle f.
Symböl, n.(-els, Pl.-e): Wahrzeichen; Sinnbild; Wahlspruch; Glaubensbekenntnis. Erst im 18. Jh. Noch 1727 bei Sperander sym- bolam. Aus gr. lat. smbolum n., gr. cußoxov n. Wahrzeichen». Davon symbölisch, adj.: zum Schließen aus Zeichen gehörig, durch ein Zeichen andeutend, nach gr. cuußouköc. 1716 bei Ludwig. Symbolfst u. Symbolismus: Schlagworte(1885) für eine in Frankreich auf- kommenqde literarische Richtung. Vgl. Ladend.
Symmetrjſe, f.: Gleich-, Ebenmaß. 1716 bei Wolff u. Ludwig. Aus glbd. gr.-lat. sym- metria, gr. cuuuerpia f.,(cov«mit, zugleich, zu- sammen» u.-Herpia, Abl. von Hérpov n.«Maß). 4BL. symmétrisch, adj., im 18. Jh.
Sympathie, f.(Pl.-n): Mitgefühl; Seelen- verwandtschaft. Im 17. Jh.(Gomb. 3, 7). Aus gr. lat. sympathia f., gr. cuundsiαᷣgleiche Emp- findung, Mitgefühl⸗, von gr. cuſrraonc«mit- empfindend»(cöv«mit, maenc von mobeiv, s. Pathos). sympathétisch, adj.: geheime Wir- kung ausübend. ZfdW. 6, 341 Beleg von 1690. sympäthisch, adj.: angenehm berührend; freundlich; zusagend. 1759 bei Mendelssohn (Literaturbriefe 4, 221) nach frz. sympathique; im 17. Jh. im Sinne von sympathetisch(Gombert 3, 7). sympathisieren, v.: freundlich, wohl- wollend gesinnt sein. 1755 bei Lessing 5, 32, nach frz. sympathiser.
Symphonie, s. Sinfonie.
Symptöm, n.(-els, Pl.-é): Anzeichen, Merkmal. 1778 b. Hermes Reis. 3, 377. Früher Symptoma aus gr. cum tw n. Lufallo, cuvæmit, zusammens, rräpan.«Fall, Unglücks. sympto- matisch, adj., im 19. Jh. nach gr. cunruarixòc.
Synagöge, f.(Pl.-n): Gotteshaus der Ju- den. Mhd.-md. sinagõgé f., 1469 im voc. ex quo «Judenschule». Aus glbd. gr. Jat. s„nagõga f., gr. cuvoruri f., eig.«Versammlungy(cöv zu- sammer'», äαübrung»vonäreivcführen).
Syndikät, n.(-Lels, Pl.-e): Amt eines Syn- dikus; Gemeinschaft, Gesellschaft(von Kapi- talisten). Aus glbd. frz. syndicat. 1703 bei
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