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Strähn 982
gehilfe(spätmhd. salastœæzer); Stößel(1420 in Schröers Voc. 372, 2958); Raubvogel, Habicht, vgl. Suolahti 361; mhd. stœzer, stõzer, spätahd. stõzare m. cstößiges Tier». Stößig, adj.: 1642 bei Duez, mhd. stœzec«im Streit befindlich» (noch wetterau. stötzig, auch bayr. ZUS. Stoß- degen, m., 1642 b. Duez, 1590 im Garg. 167 oOb- szön. Stoßgebet, n.: kurzes, in Angst hervor- gestoßnes Gebet. 1582 im Garg. 273 Stoßgebett- lein. Stoßseufzer, m., 1780 bei Adelung. stottern, v.:(infolge eines Sprachfehlers) stockend sprechen. 1691 bei Stieler; 1663 bei Schottel stötteren. Aus nd. stötteren, von nd. stöten«stoßen», also«wiederholt anstoßen?. 4B2. Stotterer, m., 1691 bei Stieler. Stotz, m.(es, Pl.-e), Stotzen(*, Pl. wie Sg.): Baumstumpf; auch Keule, Schenkel(els.- schwäb.); fast senkrechter Abfall(schweiz., s. gähstotzig). Noch obd. Daber b. Schiller Räub. 2, 3 Weidenstotzen. Im 15. Jh.(Weist. 1, 468) stotze m.«stark abgestumpfter und so niedrig bleibender Baum. Wohl zu Stoß. 4BL. stot- zig, adj.: schräg ansteigend. 1561 bei Maaler. stowen, s. stoben. strabänzen, v.: sich herumtreiben. Mund- artl. in Leipzig, steir.-wienerisch. Erklärungs- versuch bei H. Schröder Streckf. 131. strack, adj.: ohne Abweichung in die Länge sich ausdehnend. Noch bayr.-schweiz.-els.-hess., im 18. Jh. als veraltet geltend, aber häufig bei Goethe und dann auch bei lImmermann, Keller, Heyse, Wildenbruch. Mhd. stra(c)k«gerade, straff, ausgestreckt»; dazu mnd.-ndl. strak, ags. strœc, strec«gerade, streng, starr, gewaltsamꝰ; entl. schwed. strakc, dän. strag. Vgl. strecken. stracks, adv.: gerade aus(nur noch in schnur- stracks); unmittelbar, sofort. Mhd. strackes, ndl. strak(je)s. Adv. Gen. wie Jlugs, längs. 4BL. stracklich, sträcklich, adj.: pünkt- lich, genau. Nach Adelung in den Kanzleien. 1691 b. Stieler, öfter b. Goethe. sträcklings, adv.: stracks in 1. Bed., öfter bei Goethe. Strafe, f.(Pl.-/n): Ubel zur Sühne eines Vergehens. Mhd.(selten) sträfe f., md. sträfe, strãpfexscharfer Tadel, scharfer Verweis, Züch- tigung», entl. ndl. stra; f., sonst nicht belegt. Dazu strafen, v., mhd. sträfen, md. auch strã- pfen«scharf zurechtweisen, scheltend tadeln, züchtigem». Herkunft dunkel. Eine sinnlichere Bed. findet sich in schweiz. strafen ceinen Baum beschneiden», bayr. cbehauen, beschneiden, was eine Verbindung mit ²streifen nahe legt; doch ist die lautliche Vermittlung schwierig. 4L. strafbar, adj., 1483 bei Eychmann r 72 straff-
bar«tadelnswert⸗. sträflich, adj., b. Goethe Br. 1, 173 u. ö.«strafendo, mhd. strœ;-, sträf- lich, md. stréflich«tadelnswert»; davon Sträf- lichkeit, f., spätmhd. stræflicheit f. Sträf- ling, m.: zu einer Strafe Verurteilter. 1787 b. Kramer. ZU0S. straffällig, adj., 1664 b. Duez. Strafgericht, n., 1780 b. Adelung als theolo- gisch. Strafgesetz, n., 1691 b. Stieler. Straf- predigt, f., 1691 bei Stieler. Strafsache, f.
straff, adj.: stark angespannt. Erst 1716 b. Ludwig, nicht b. Duez, Schottel, Kramer, Stie- ler, Rädlein, 1741 bei Frisch als schles. Mhd. straf cstreng, hart»(Königshofen Chron. 912), daneben 1425 nd. stref, 1462 md. streb«ausge- spannty. Herkunft dunkel, viell. stammverw. mit stramm. 1810 bei Campe aus Kosegarten, b. H. v. Kleist. 4L. straffen, v.: st. machen, b. G. Keller 6, 312 sich straffen. Straffheit, f., 1780 bei Adelung.
Strahl, m.(JLels, Pl.-en):(eig.) Pfeil(ver- altet);(übertr.) etwas, was sich in grader Linie fortbewegt, Lichtstrahl, Wasserstrahl, auch Bannstrahl; Seitenlinie eines Winkels(in neu- rer Zeit); Kristall(schweiz., im 16. Jh. bei Th. Platter 12 B.); Teil des Hufes beim Pferde (wegen der Khnlichkeit mit einem Pfeil, Ade- lang). 1691 bei Stieler Stral, 1678 bei Kramer Stra(h)l. Mhd. strãäl(e) m., häufiger sträl(e) f. (noch 1561 b. Maaler straal f.)«Pfeil», im 14. Jh. «Wetterstrahl, Blitzy, ahd.-nd. strãla f.«Pfeil»; dazu ndl. straal m., ags. strol m., trcle f.«Pfeib, norw.-dial. straal n. ckleiner, von einem größern ausgehender Fischschwarm, entl. dän. straale, schwed. strale«Strahls». Verw. mit abg. stréla, russ. Strélã f.«Pfeil», das aber auch entl. sein könnte. Vgl. Strähl. 4 BL. strahlen, v., 1664 bei Duez straalen, strahlen, 1663 bei Schottel straalen. strahlicht, strahlig, adj., 1691 bei Stieler stralicht.
Strähl, m.(Jels, Pl.-e): Kamm. 1663 bei Schottel Sträl f., 1537 bei Dasypodius m., im 15. Jh. stréle, mhd. Strœl, sträl m., and. strãl m. «Kamm. Wohl eins mit Strahl, mit ähnlicher Bedeutungsentwicklung wie bei Kamm, das eig.«LZahn? bedeutet. 4BL. strählen, v.: kämmen, bei Goethe 26, 316, mhd. strœlen, md. strélen, ahd. strãlen; dazu ndl. streelen«streichen, streicheln.
Strähn, m.(-Lels, Pl.-e), so öst., Strähne, f.(Pl.-n): Strang gesponnenen Garns oder zu- sammengewundner Haare. 1678 bei Kramer Stren m., 1477 clev. strene, mhd. stren(e) m., ahd. streno m.«lange Haarflechtey. Herkunft dunkel. Viell. wurzelverw. mit Strang.
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