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estehend, unbeweglich», aber kaum mit lit. flti aschweigeny, serb. utoliti estill werden(Btr. 27, 367). Vgl. noch Idg. Forsch. 18,511. Das Adv. stilI, auch stille, mhd. stille, ahd.-and. stillo, ags. stille. 4B L. Stille, f., mhd. stille f., ahd. stilli. stillen, v.: still, ruhig machen; dem Kinde die Brust geben. Mhd. stillen, ahd. stillan; dazu asàchs. stillian, ags. stillan, anord. stilla. Davon Stillung, f., im 15. Jh. stillung(e) f. Z0S. StilG)leben, n.: Leben im Stillen;(b. Malern) Gemälde von zusammengestellten leblosen Ge- genständen. Stillstand, m., 1642 bei Duez, spämbd. sfillestanden n. Davon Stillständer, m., schweiz., bei Keller Ges. W. 4, 10. Stimme, f.(Pl.-n): mit der Kehle hervor- gebrachter Ton; Ausdruck der Meinung bei Beratung und Beurteilung; Recht zu stimmen. Mhd. stimme f., ahd. stimma, ostfrk. stemna Ton, Ruf, Schrei»; dazu asächs. stemn i)a f., afrs. Stenume u. stifne f., ags. stefn, stemn f., engl. (mundartl.) steven«Stimme, Laut, Geschrei, Lärmy, got. stibna f.«Stimme». Grdf.*Stemno, wohlurverw. mit gr. créuan.«Mund, bret. staffn Gaumenꝰ, kymr. safn Mund, aw. staman- m.
Maul». Anders Heyne WB.(zu anord. stefha f.
mündliche Ladung vor Gerichto, das zu Stab gehört). Unwahrscheinliches Idg. Forsch. 23, 386. 4BL. stimmen, v., 1678 b. Kramer eine Laute stimmen, mhd. stimmen crufen, gleich- stimmend machen, nennen, benennen, festset- zen, bestimmen, abschätzen». stimmig, adj., 1642 bei Duez, bei Goethe Faust 7097, jetzt nur in Zss. ein-, mehrstimmig. Stimmung, f., von Musikinstrumenten, 1663 b. Schottel aus Opitz; Gemütsstimmung(im 18. Jh.); Stimmung in der Kunst, im 19. Jh., vgl. auch Zfd W. 2,311 u. 3,333. Dazu stimmungsvoll, adj., 1857 bei Vischer Asthetik(Zfd W. 3, 333). ZUS. Stimmbän- der, f.: die Bänder im Kehlkopf, mit denen man die Stimme hervorbringt. Zgs. mit stimmen: Stimmgabel, f.: ein Metallinstrument, das beim Stimmen der Instrumente den Normalton angibt. 1810 b. Campe. Stimmrecht, n., 1780 b. Adelung. Stimmvieh, n., in den 60er Jahren des 19. Jhs. als verächtlicher Ausdruck für kri- tiklose Wählermassen nach amerikanischem Vorbild geprägt. Vgl. Zfd W. 8, 20. stimulieren, v.: anstacheln, anreizen. Nach glbd. lat. stimaulãre, eig.«mit dem Stachel(sti- mulus m.) antreiben. 1572 bei Rot. Stinkadöres, f.(Pl. wie Sg.): schlechte Zi- garre. Scherzhafte Abl. mit spanischer Endung von stinken, v.(Präs. stinke, Prät. stank, Pl. stanken, im 16. Jh. noch stunken, Konj. stänke,
Part. gestunkcen, Imp. stinkſe]): sehr schlechtrie- chen. Mhd. stinken«riechen», auch(im 12. Jh.) «gut», meist«schlecht riechen», ahd. stinkan (Prät. stank, stunken) criecheny; dazu mnd. stin- ken(woraus dän. stinke, schwed. stinka), ndl. stinken, ags. stincan«riechen», engl. stink«stin- ken». Kaum zu gr. rarrôc«ranzig», sondern zu got. stiggan«stoßen», ags. stincan«stauben, sich erheben», anord. stökcua«sich plötzlich bewe- gen, spritzen, bersten». 48L. stinkig, im 15. Jh., früher auch Stinkicht.
Stint, m.([els, Pl.-e): kleine Lachsart, salmo epulans. 1517 b. Trochus J1 b, aus nd.-mnd. stint (woraus dãn. stint, lit. stinta f.). Hd. Stinz, noch 1691 b. Stieler, mhd. sfinz(e) m. Wohl zu mhd. stunz cstumpf, kurzo, nasalierte Form zu stutzen kürzer machen». RA. vergnägt wie ein Stint.
Stipéndium, n.(-, Pl.-ien): Unterstüt- zung, bes. für Studierende. 1571 bei Rot. Aus lat. stipendium n.«Steuer, Löhnung, Solds, 2gs. aus stips f.«Geldbeitrag, Spende» u. einer Abl. von pendere«wägen, zahlen, leisten. Stipen- diät, m.(-en, Pl.-en): ein St. beziehender. 1664 bei Duez. Aus lat. stipendidtus m., dem Part. Perf. Pass. von stipendiãri«besoldet werden. Dafür öst. Stipendist, m.
stippen, v.: tupfen, mit Fingerspitzen be- rühren, eintunken. Nordd. Im 16. Jh. b. Waldis 1, 24, 31. Aus glbd. nd. stippen, mnd. stippen, auch steppen, stecken». Daher zu steppen, s. d. 2ZS. Stippbesuch, m.,-visite, f.: flüchtiger Besuch. Nordd.
stipulieren, v.: festsetzen, verabreden. Aus glbd. lat. stipulãri. 1572 bei Rot.
Stirn(e), f.(Pl.-eln): Teil des Vorderkopfs zwischen Augen u. Kopfhaar; Dreistigkeit(die St. zu etu. haben, im 18. Jh.). Mhd.- md. stirn(e) f., spätahd. stirna f.; dazu ags. steornede«mit dicker Stirno. Urverw. mitgr. crépvovn.«Fläche, Brust», kymr. sarn«Fläches. ZUS. Stirn- bein, n., 1716 bei Ludwig.
stoben, stowen, v.: dämpfen, schmoren. Nordd. 1678 b. Kramer, 1711 b. Rädlein stuffen, dunsten, noch wetterau. stufen. Aus nd.-mnd. stoven cbähen, dämpfen», mndl. stöyen«stoben, dämpfen». Zu Stube(s. d.).
Stöber, m.(*, Pl. wie Sg.): Jagdhund zum Suchen u. Aufscheuchen; bildl. Lessing 2, 337 (Nathan 5, 5). Früher Stäuber(1642 b. Duez), mhd. stõuber m., zu stäuben. 4BL. 1stöbern, v.: suchend aufscheuchen; umhersuchen. 1642 b. Duez stäubern«anjagen, antreibenꝰ, 1540 b. Alberus dict. Ss 1 b stüber u. verstöber, b. Luther 3,313 b J. und 1511 bei Böhme steubern.


