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zelt, n., bei Schiller Lied an d. Freude. Stern- gucker, m., bei Luther Jes. 47, 13, mhd. dafür stern(en)scher. Stern(en)himmel, m., 1642 bei Duez Sternhimmel. Sternkunde, f., 1691 bei Stieler, 1678 bei Kramer Sternkündigung. Sternschnuppe, f., nach dem Volksglauben ein leuchtender Abfall eines Sterns, der sich gleichsam schneuzt(s. Grimm Myth. 685 u. vgl. Notker Boeth. S. 175, 183), erst 1780 b. Adelung. Dafür 1716 bei Ludwig Sternschneuze. 1482 sternschoz. Sternwarte, f., 1750 von Popo- witsch Untersuchungen vom Meere 89 gebildet cfür einen Turm, daraus jemand den Lauf der Sterne beobachtets.
Sterz,(öst.-bayr. nur) m.(es, Pl.-e), Sterze, f.(-n): Schwanz der Tiere; Pflugsterz. Mhd. sterz m.(auch«Kometenschweifs); dazu md.- mnd.'nd.-afrs. stert m., ndl. staart m., ags. steort m., engl. Start(Schwanz, Stiel»), anord. stertr m., Schwed. stjärt, dän. stjert. Dazu mit Ablaut mhd. stirzel m.«Pflanzenstengelꝰ, norw. dial. start«steifer Zweige. Grundbed. ist wohl«starr, steif. Verw. mit gr. crépu()E f., crépn f. (Hesych)«Zinke, Spitze, Zacken(vom Hirsch- geweih). Vgl. Btr. 20, 50.
stet, adj.: unbeweglich; ununterbrochen fortdauernd; in der Gesinnung beharrend. Bei Luther 2. Makk. 15, 7 st., mhd. stœæt(e), md. stéte, ahd. stãti. Zu stehen. Dazu stets, adv., bei Luther stets, sonst auch stäts, mhd. stœætes, md. stétes, der Gen. Sg. des Adj. stet. 4B L. stetig, adj., früher auch stätig, bei Luther Spr. Sal. 19, 13.27, 15, vgl. Zfd W. 2,310. Mhd. staetec, ic, md. stédig, ahd. stätig. Davon Stetigkeit, f., mhd. stœhecheit, stœætekeit, md. stéde-, stéte- keit, stédicheit, ahd. bei Williram stätekheit.
1Steuer, f.(Pl.-n): Unterstützung, Beihilfe;
Abgabe an Staat, Gemeinde usw.; Ort, wo diese Abgabe bezahlt wird. Bei Luther Stewer u. Steore(2. Chron. 24,9), 1482 im voc. theut. ff 1 b steꝛvr f., mhd. stiur() f., auch stiuaver, ahd. stiura f.«Lenkruder des Schiffes, Stütze(von der Krücke[Erec 290]), Unterstützung, Abgabe als Unterstützung des Herrns, im Mhd. auch«Er- trägnisy; dazu and. heristüuria f.«Sold», ags. stéor f. Urspr. Bed.«Pfahl, Stab, Stütze», vgl. ahd. gastiuren«stützen», noch bayr. Steuerleiste (Stützleiste am Wagen»); daraus«Unterstüt- zung, Steuer». Die Annahme von Beeinflussung durch lat. stips«Geldbeitrage u. stipes«Pfahl (Btr. 20,57) zur Erklärung der Bedeutungsent- wicklung ist kaum nötig. Verw. mit 2 Steuer. ZUS. steuerfrei, adj., mhd. stiururi. steuer- pflichtig, adj.: zur Steuer verpflichtet. Um
1800. Steuerschraube, f., Schlagwort seit den 60 er Jahren des 19. Jhs. Vgl. Ladendorf. 2Steuer, n.(*J, Pl. wie Sg.): Lenkruder des
Schiffes, des Autos. Erst spätmhd. selt. stezorn. Aus dem Ndâd. vorgedrungen, mnd. stũr, sture n., ndl. Stuzr, vgl. auch and. stiorlwith f.«Ring des Steuerruders»; dazu anord. styri n., norw.- schwed. styre«Steuer», ahd. dafür stiura f. Urverw. mit got. us-stiuriba zügellos», us- stiurei f.«Zügellosigkeity, ahd. stiuri, stüri «stark, stattlich⸗, mit Ablaut anord. staurr m. Pfahb). Dazu aind. sthäräs«grob, dick, gr. croupòcm. Pfahlo, lat. ré-Staurdre«wieder auf- richteny, lett. stürs chartnäckigs. Vgl. 1 Steuer. Z0S8. Steuerbord, n.: rechte Schiffsseite. 1716 bei Ludwig aus nd. stürbord, mnd. stärbort, ndl. stuurboord(woraus dün.-schwed. styrhord); da- zuags. stéorbord, engl. starboard. Vgl. Backbord. Steuermann, m., mhd. stiur(e)man. Steuer- ruder, n.Lenk- u. Richtungsruder des Schiffes. Mhd. stiurruoder m., ahd. stiurruodar(bei Not- ker), auch stuorruoder, 2gs. mit ahd. stiura, s. 0.
steuern, v.: ein Schiff richten u. lenken; stützen, unterstützen;(mit Dat.) Abgaben ent- richten; Einhalt tun. Mhd. stiuren in allen Bedd., ahd. stiur)an in den 2 ersten Bedd.; da- zu mnd. stiren«steuern, lenken, wehren, schik- ken', ndl. staoren, stieren«steuern, sendeny, afrs. stiura, stiora, ags. stieran«(ein Schiff) steuern, regieren, im Zügel halten, strafen», anord. styra cein Schiff steuern, regieren(schwed. styra), got. stiurjan cfestsetzen». Von 1¹ u. 2 Steuer. 4B2L. Steurer, m.(-v, Pl. wie Sg.): Steuer- mann. Schiller Tell4, 1. Mhd. stiurcre, stiurer, ahd. stiurari m., auch«Steuererhebery.
Steven, m.(-s, Pl. wie Sg.): starkes Holz, bes. beim Schiffsbau. 1780 b. Adelung, aus mnd. steven f.«Vorderbalken, Schnabel des Schiffsy, afrs. steu(e)ne; dazu ags. stefn m., anord. stafn m., dän. Stawn«Steveny. Eins mit Stamm.
Steward(spr. stjtard), m.(-S, Pl.—s): Schaffner, Aufwärter auf Schiffen. In neurer Zeit aus glbd. engl. steward.
stibitzen, v.: fein u. listig Kleinigkeiten stehlen, 1781 bei Kindleben als stud., 1775 bei Bürger 276 wegstihitzt, 1749 bei Lessing 1, 308 wegstipitzt, nach Kluge 1706 bei Menke Scherz- haffte Ged. 35. Daneben im 18. Jh. auch stribit- zen. Streckform eines mundartl. stitzen, stritzen astehlens, vgl. H. Schröder Streckf. 79. In den Ma. weit verbreitet.
Stich, m.(Aels, Pl.-e): Handlung des Ste- chens; durch Stechen Entstandnes;(nhd.) emp- findliche Anspielung; Stich im Kartenspiel;


