965 stenzen
Stern 966
1813 b. Campe. Stentor war ein Grieche vor Troja, der lauter als 50 Männer schrie(Ilias 5, 785).
stenzen, v.: jem. wozu treiben. Nordd., preuß. Vgl. rotwelsch stenze“«schlagens(Zfd W. 10, 215).
Stephan, Mannsname. Mhd.-md. Stephä- mn(us) aus lat.-gr. Stephanus, gr. réquvoc, s. Steffen.[Campe.
Steppdecke, f., 2gs. mit steppen. 1810 bei
Steppe, f.(Pl.-n): unübersehbares Heide- land. Erst nach 1750(1759 b. Gleim, vgl. Zfd W. 7, 48) aus glbd. russ. sfep f.
steppen, v. unterfüttert reihenweise durch- nähen. Schon mhd. steppen, aber aus dem Nd. entl., mnd. stippen asteppen, sticken»(vgl. stp- pen), and. steppon«stechen, zeichnen⸗. Bei Schottel stepfen. Dazu Stift(s. d.).
sterben, v.(Präs. sterbe, stirbst, Prät. starb, Pl. starben ſehedem sturben, bei Luther storben, noch bei Schiller Räub. 4, 5 sturben], Konj. stürbe, Part. gestorben, Imp. stirb): auf- hören zu leben. Mhd. sterhen, ahd. sterban (Präs. stirbu, Pl. sterbamés, Prät. starb, Pl. stur- bum, Konj. sturbi, Prät.[gilstorban); dazu asächs. ster dan, ndl. sterven, afrs. Sterva, ags. steor fan,
engl. starve(dumkommen»). Dazu anord. starf
n. Arbeit, Mühe», starfa«arbeiten, sich ab- müheny, also eig.«sich abmüheny, vgl. gr. oi xouòvrec«die Gestorbnen', eig. die sich gemüht haben». Mit Ablaut noch dazu streben(s. d.). Ein Bewirkungswort zu st., mhd.-md. sterben (Prät. sterbete, starbte)«sterben machenꝰ ist. jetzt veraltet, vereinzelt noch im 18. Jh. Der subst. Inf. Sterben, n.(*s):(auch) Seuche, Pest, im 15. Jh. sterben m. ist für mhd. sterbe m., ahd. sterbo m. eingetreten. Noch bayr. sterb m. 4BL. sterblich, adj., frühmd. sterblich. Da- von Sterblichkeit, f., mhd. sterblicheit f. Sterbling, m. umgestandnes Schaf; schwäch- licher leicht sterbender Mensch, bes. Kind. 1691 b. Stieler. ZUS. sterbeblau, adj., war Zesens UÜbersetzung vom frz. bleu mourant(Rosemund 31), s. blümerant. sterbensangst, adj., 1691 b. Stieler. sterbenskrank, adj., 1645 b. Zesen Rosemund 15 sterbekrank.. Sterbenswört- chen, n., nur in der RA. nicht ein St. enicht das geringstey. Im 19. Jh. belegt, aber sicher älter.
Stereometrie, f.(Pl.-/): Körpermeß- kunst, Lehre von den Körpern. 1716 bei Wolff, gebildet aus gr. crepec«starr, hart, fests u. einer Abl. von uerpeiv«messen).— Stereosköp, n.(-Lels, Pl.-e): Vorrichtung, durch die man Bilder körperlich sehen kann. 1832 von Wheat- stone erfunden u. benannt,-Skop zu gr. ckoneiv
«sehen».— stereotyp, adj.: mit feststehender Schrift gedruckt; unabänderlich. Im 19. Jh. entl. aus glbd. frz. stér éot,e(um 1800 gebildet), 2gs. aus stereo- s. o. u. t&pe aus gr. rùúroc m. Form, Bild, Modell.
steril, adj.: unfruchtbar. 1728 b. Sperander noch sterilis, das glbd. lat. sterilis. 4BL. ste- rilisieren, v. keimfrei machen. In neurer Zeit.
Sterke, f.(Pl.-n): Kuh, die noch nicht ge- kalbt hat. 1741 bei Frisch. Entl. aus dem Nd., mnd. sterke«LZugtier», 1420 junge Kuh», im 15. Jh. stirke, nud. auch Starke f., zu hildesheim. sterk m. unger Zuchtstiers, schweiz. sterchi m. euchtochss, tyrol. sterch m.«Zuchtebers, bayr. sterch m. Luchtwidder,-ebers. Dazu ags. stirc, stiore n. junger Ochss, engl. stirk, sturk junger Ochs, junge Kub». Abl. von Stär(noch mund- artl.), mhd. ster, ahd. sterom.«Widders, das man zu got. stairò f. unfruchtbaro stellt. Urverw. mit aind. starl; f. cunfruchtbare Kuh'», bulg. sterica Gelten, arm. sterj«unfruchtbar», von Tieren, alb. Stjere f.«junge Kuh, Lamm)?, lat. sterilis cunfruchtbary, gr. creipo f., crépiqoc cunfruchtbar.
Sterlet, m.(Gen. wie Nom. u.-els, Pl.-e): kleiner Stör. 1780 b. Adelung. Aus glbd. russ. stẽrljadi f.
Sterling, m.(-Lels, Pl.-e): Münze, jetzt engl. im Wert von 20 M. 1477 clev. sterlyng, 1469 im voc. ex quo lat. sterlingus, mhd. ster-, stœrlinc m., woraus engl. sterling, eine urspr. wirklich geschlagene Münze, dann Münzge- wicht, gedachte Münze.
Stern, m.(-els, Pl.-e): kleiner leuchtender Himmelskörper; Sternähnliches; Glück(1519 bei Liliencron 3, 257). Bei Luther u. noch oft im 17. Jh. der Pl. Sternen. Mhd. sterne m.(Pl. =n), auch schon stark stern, daneben sterre, ahd. sterno, sterro m.; dazu asächs. sterro m., ndl. sterre, star f., afrs. stera m., ags. steorra m., anord. shjarna f., schwed. stjärna, dän. stjerne, got. stairnò f. Urverw. mit gr. àcryp m., äcrpov n., lat. stélla f.(aus*stérlã), korn.-bret. sterenn, kymr. seren, aind.-aw. star-, aind. tãras Pl. «Stern». Nach Zimmern in E. Schrader Keil- inschr. u. d. alte Test.* 425 viell. aus dem Semi- tischen entl. ZUS. Sternbild, n.: Sterne, die unter einem Bilde zusammengefaßt werden. 1691 bei Stieler Sternenbild. Sternblume, f., 1741 bei Frisch. Sterndeuter, m., 1678 bei Kramer, 1605 bei Hulsius Sternbedeuter, mhd. (voc. opt. 37²) sternbetüter. Sternenbanner, n.: die Fahne der Vereinigten Staaten, in der jeder Stern einen Staat bezeichnet. Sternen-
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