943 Staffage
Stall 944
span. estafeta f.), von ital. staffa f.«Steigbügel, demnach urspr.«ein Eilender, der nirgends un- terwegs absteigt, sondern dessen Füße immer im Steigbügel bleiben»; abgel. von ahd. stapho, staffo m.«Tritt, Stufe(s. Stapfe).
Staffäge(spr.-aze), f.(Pl.-n): die zur Staf- fierung von Landschaften u. Architekturgemäl- den dienenden lebenden Wesen. Bei Goethe 24, 353 u. 49, 2, 242. Mit französischer Endung von stafteren(s. d.), dafür b. Sulzer 1774 Staffirungf.
Staffel, f.(Pl.-n): Stufe, Leitersprosse. Mhd. staffel, stapfel m. f.«Stufe, Grad, auch«Fuß- gestells, im 15. Jh. Ort einer Warenniederlagey, abd. staphal, stafal m. und staphala, stafala f. cGrundlage, Schritt, noch bayr.-schweiz. Staf- fel m., dazu die entsprechende nd. Form Stapel (s. d.). Gleichen Stammes wie Stapfe, Stufe (8. d.). 4B L. Staffeléi, f.(Pl.-en): Arbeits- gestell für Maler, Kupferstecher, Bildhauer, 1678 b. Krämer Staffeley, dafür b. Schottel 1663 u. Duez 1664 Staffelet n.; im Obd. bed. Staffelei Treppenleitery.
staffieren, v.: mit Stoff oder Zubehör ver-
sehen, verzieren, mit Beiwerk auszieren. Im
16. Jh. in der Zimm. Chron. 21, 458, 22 u. Mathe- sius Jes. Christ. staffteren, 1691 bei Stieler stof- firen neben staffiren, nd.ndl. stofféren, ausälter- frz. estoffer, jetzt étofrer«Stoff in hinreichendem Maße zu etw. verwenden, mit allem wohl ver- sehen od. ausstatten', von frz. estoffe, jetzt étoffe f., s. Stoff. 4L. Staffierung, f., 1678 Krämer. Stag, n.(Lels, Pl.-e): den Mast usw. vorn festhaltendes starkes Tau. 1720 im Robinson 1, 224 u. b. Steinbach 1734 Staag n., aus glbd. mnd. stach n., ndl. stag f., dun. schwed.-anord. stag n.; dazu ags. stœeg n., engl. staj. Dunkler Herkunft. stagnieren, v.(von Flüssigkeit)stillstehen, stocken. Bei Goethe an Schiller 5, 156. Aus lat. stagndre cüberschwemmend austreteno, von lat. stagnum n.«See, Teich, Pfuhl, Laches. 1Stahl, m.(-Lels, Pl. löst. nur]-e u. Stähle): kleines Stück u. Zeichen zur Probe der Güte der Ware. Erst nach der Mitte des 18. Jh. aufge- nommen aus nd. stãl, mnd. stale(1252), stäl m. n.; dazu ndl. 1598 stael, nndl. staal n., 1477 clev. stale«Muster?. Wie es scheint, entl. aus frz. estal, jetzt étal m.«Bude(eig. wohl Gestell) zum Auslegen der Waren, Fleischerbank»(wo- von frz. estaler, jetzt étaler«Ware auslegen, aus- stelleny, das wiederum aus mhd. stal m.(S. Stall) erborgt ist. Diese Herkunft von Stahl wird be- stätigt durch ndl. 1598 staelen, stallen«Waren ausstellen, auslegenn. *Stahl, m.(-lels, Pl. löst. nur]-e und Stähle):
gehärtetes Eisen. Mhd. stahel m. n., 2gs. stäl, spätmhd. vereinzelt stachel, stagel, ahd. stahal m. n., spätahd. auch stäl; dazu mnd. stãl m., ndl. staal n., ags. Stile n., engl. steel, anord. stãl n. Verw. mit apreuß. panustaklan«Feuereisens(?) u. mit aw. staæra chart»(Zupitza 139, Ber. Sächs. Ges. d. W. 1897, 20). 4 L. stählen, v.: stahl- hart machen, mhd. stehelen, stahelen, stœlen, stũlen, im 15. Jh. auch stecheln, md. stélen, dazu mnd. Stãlen, ndl. verstalen, anord. stœla. In der Bed.«stark machen» 1575 im Garg. 153. stäh- lern, adj., 1664 bei Duez stählern oder stählin, mhd. stehelin, stähelin, zsgez. stœlin, im 12. Jh. am Niederrhein staheldn, md. stélin, stälin, mnd. stãlen, stélen. ZUS. Stahlfeder, f.: stählerne Springfeder(1810 b. Campe); Schreibfeder von Stahl, zuerst um 1803 von Wise in Birmingham verfertigt. Stahlstich, m., durch die Erfin- dung des Engländers Heath 1820 in Aufnahme gekommen, aber schon 1780 bei Adelung Stahl- schneider m.
Staken, m.(-s, Pl. wie Sg.): langer Stock, Stange. 1691 b. Stieler Stake f., 1716 b. Ludwig Stake m. f., 1617 bei Wallhausen Corp. mil. 107 Staachen Pl. Aus dem Ndd.: mnd. staxem., clev. 1477 staecke, dazu mndl. stake, staec m., nndl. staak m., afrs. sfake, ags. staca m., engl. staxce, aschwed. staki m., dän. stage«Staken, Stange, Pfahl». Dazu lett. stéga f., stégs m.«Stock, Stange?, lit. stägaras m.«trockner Stengel, Strunk». Vgl. Idg. Forsch. 18, 498. Aus dem Germ. entl. glbd. ital. stacca f., span.-port. estaco m., afrz. estaque, estache m. Vgl. Staket, Stecken.
Stakét, n.(Tels, Pl.-e): Pfahl., Lattenzaun. 1562 bei Mathesius Sar. 322; 672 Stacket n., 1616 b. Wallhausen Kriegsmanual 88 Stacket f., zunächst vom Palisadenzaun, 1669 im Neuen teutsch-frantz-lat. Dict. 321 2 Stackete f., 1768 b. Moerbeek Stachete f.(noch leipzig. Stachet n.), dazu 1477 clev. staeckette, mnd. 1567 stacket u. 1544 sticket, ndl. staket n., aus afrz. estachette f., ital. Stacchetta f., von afrz. estache, estaque m. Pfahly(s. Staken).
Stalaktit, m.(els,-en, Pl.-eln]): Tropf- stein. Aus gr. Jat. stalaktites m.«Tropfstein, Kalksinter) von croxdcceiv«tröpfelny. Ende des 18. Jhs.
Stall, m.(-Le]s, Pl. Ställe): Gebäude zum Stellen od. Eintun des Viehes, dann auch zum Unterbringen von Holz usw. Mhd. stal m.(Gen. Ales)«Steh-, Sitz⸗, Wohnort, Stelle, Stellort, Ort zum Einstellen des Viehes», ahd. stal m.(Pl.-Na) Ruheort, Standort, Stelle, Einstellungsgebäude für Vieh⸗, und stal n.«Gestell»(s. ¹ Stahl); dazu


