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csich setzen», abg. Sedeti«sitzen», sésti«sich setzeny(Präs. Secd—h), saditi«setzen?, aw. had- csitzen», aind. sidãmi«ich setze michꝰ, sãddj dmi cich mache sitzen». 4L. Sitzung, f., 1483 b. Melber f 7² sitzung f.«das Sichniedersetzeny. ZUS. Sitzfleisch, n., 1691 Stieler Sitzefleisch. Sitzredaktéur, m., seit 1874 Schlagwort.
Six, f., Sixchen, n. in der Beteuerungs- formel mein Siachen(bei Bürger Kaiser u. Abt Str. 16), meiner Siæ(b. Wieland 12, 23), vollstän- diger bei meiner Six 11, 314, älter 1706 b. Lud- wig bey meiner Sechs, als Witzwort bei meiner Treu bei meiner Sechse!(Goethe 13, 108). Ein verblümter Ausdruck für bei meiner Seele(1535 im Aimon p 1 5 bei meiner Selen, b. Wieland Abd. 2,7 meiner Seele, vgl. mhd. er seuor ba sél und triabe Ottokar Reimchr. 8607).
Skala, f.(Pl.-len ſöst.-bayr.)],-s): Stufenlei- ter; Einteilung eines Meßwerkzeugs. Im 18. Jh. aus lat. ital. scãla f.«Treppe, Leiterꝰ.
Skalde, m.(n, Pl.-n): Dichter der alten Skandinavier. Nhd. seit Gerstenberg«Gedicht eines Skalden»(1766) üblich geworden, aber schon 1663 bei Schottel 1163 Skalder, 1682 bei Morhof Scaldrer. Aus anord. skãd n.«Dichtery, schwed.-dän. skald m. Die ahd. Benennung des Dichters war scoph, scof m., and. in Scõplico cdichterisch», ags. sc(e)op m., zu ahd. scaffan
1654 b. Chyträus poet. Wegzeiger 11 skaldrisch.
skalieren, v.: schelten, lärmend schmähen (Goethe 13, 190), 1691 b. Stieler skallieren, 1663 b. Schottel schaaliren, mit ndd. Lautform statt mhd. schallieren«Schall machen, freudig lär- men, gegeneinander großtun», mnd. schaléren clärmen, prahlen», mit rom. Endung statt mhd. schallen«schreiend lärmen, auf jem. schmähen».
Skalp, m.(-els, Pl.-e): Kopfhaut des ge- töteten Feindes als Siegeszeichen. Im 18. Jh. aus glbd. engl. scalp(früher«Hirnschalen), ver- wandt mit mndl. schelpe, mnd. schulpe, scholpe, schelpelen«Muschelschale». 4L. skalpie- ren, v., 1801 b. Campe, dafür 1788 b. Musäus phys. Reisen 4,70 skalpen.
Skalpéll, n.(, Pl.-e): das Zergliederungs- messer. Schon ahd. scalpello m.«scharfes Mes- sero, aus lat. scalpellum n., Dim. von scalprum n. «scharfes Messer der Wundärzten usw., von lat. scalpére«kratzen, einschneiden?.
Skandäl, m.(-s, Pl.-e): Anstoß gebende Sache, Argernis, Schändlichkeit; Lärm(stud. 1781 b. Kindleben). In der 1. Bed. 1716 b. Ludwig Scandal n., aus glbd. frz. scandale m., von gr.- spätlat. Scandalum n. Anstoß, Argernis, Streits,
gr. ckdvdokov n., urspr. Stellholz in der Falle, Fallstrick». Skandalisieren, v.: zum Anstoße gereichen usw., 1728 b. Sperander. skandalös, adj., 1703 bei Wächtler, nach frz. scandaleux.
skandieren, v.: einen Vers nach seinen Längen u. Kürzen, auf- u. absteigend, messen. 1575 im Garg. 53 scandiren, aus glbd. lat. scan- dére eig. æsteigen).
Skapulier, n.(„Lels, Pl.-e): Schulterkleid der Ordensgeistlichen u. Nonnen, 1678 bei Krä- mer; zu Anfang des 15. Jh. schapalar, mhd. scheppler, schappler m., md. im 12. Jh. schepe- lére m., aus glbd. mlat. scapalariun, scapulare n., von lat. scapula f.«Schulterblattꝰ.
Skat, m., bayr. auch n.(e]s): angeblich vom Advokaten Friedrich Hempel in Altenburg 1817 erfundunes, seit etwa 1835 verbreitetes Kar- tenspiel, benannt nach den beiden weggelegten Karten, von ital. scarto m., frz. écart m.«die beim Spiel beiseite gelegte Karten, afrz. escart Ausschlußo, daher bayr. inn Scatt legen«besei- tigen, verdunkeln, abdanken»(1836 b. Schmel- ler 3, 413), wie frz. mettre d l'écart«beiseite legen, beseitigen», zu ital. scartare«Karten weglegen, ausmerzen⸗, frz. écarter, afrz. escar- ter«entferneny. Noch tirol. Scartkarte adas Blatt, das auf die Seite(Scart) gelegt wird, um
dann mit eingezählt zu werden»(Schöpf 677). cbilden»(s. schaffen). 4BL. skaldisch, adj.,
Skelétt, n.(TTels, Pl.-e): das bloße Gerippe, Totengerippe. 1754 bei Lessing 4, 301 Skelel, 1664 bei Duez Sckeletum n., bei F. Platter 327 sceleton n.(vom J. 1559). Aus gr. cxekerév n. (zu ergänzen cäua n.«Leib») und ckekeröc m. «ausgetrockneter Körper, Mumie», eig.«aus- getrocknet, ausgedörrt», zu gr. ceXéetv, cxé«XéV «trocken machen, dörren).
Skepsis, f. Zweifelsucht. Von gr. cxéwic f. «das Schen, Besechen, Betrachten, Untersuchen, Bedenken». 1834 bei Petri. Dazu Sképtiker, m.(-5, Pl. wie Sg.): Zweifler, Zweifelsüchtiger. 1791 bei Roth; 1728 bei Sperander Scptilcus, das gr. Jat. scepticus m., gr. cenrixòc m., Pl. cxemtr- koi, Benennung der Philosophen, die nichts als pestimmte Behauptung, sondern stets ihre Mei- nung mit Bedenken aussprachen, von gr. cxén- recdor sich umsehen», dann cetwas beschauen, betrachten, überlegen, untersuchen». skep- tisch, adj.: zweifelvoll, 1781 b. Schiller 2, 184, nach gr. cxemrixòc(s. o.). Skeptizismus, m.: Neigung zum Zweifel; philosophische Richtung (im 18. Jh. erneuert).
Ski, m.(‧, Pl.-, Skier, öst. Skie): Schnee- schuh. In neuster Zeit aus glbd. norw. ski, gleich Scheit(s. d.).


