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säubern». Schwertmage, m.: Verwandter väterlicherseits, s. Mage.
Schwertel, m.(s, Pl. wie Sg.) u. f.(Pl.-n): die Pflanze gladiolus, benannt nach den schwert- förmigen, am Rande schneidenden Blättern. Mhd. swertel(e) f. m., ahd. swertala, swwertella f., and. Swerdala f. Von Schwert(s. d.).
Schwester, f.(Pl.-/): weibliche Person, die mit einer andern dieselben Eltern oder den- selben Vater, dieselbe Mutter hat; Person glei- chen Amtes od. Ordens(mhd.). In der 1. Bed. mhd. Soester, ahd. stestar, swister f., dazu asächs. swestar, mnd. suster, nnd. säster, mndl.- nndl. zuster, afrs. suester, suster, ags. seostor, sistor, siustor, engl. sister, anord. systir, schwed. syster, dän. söster, got. sewistar f. Ur- verw. mit glbd. lat. soror, air. siur, kymr. chawaer, gr. Eéop«Tochter, Verwandte, abg.-russ.-böhm. sestra, poln. siostra, lit. Sesuõ, apreuß. swestro, arm. Khoir, aw. Tucehar, aind. suäsã(Akk. svãsãram)«Schwester». 4BL. schwester- lich, adj., mhd. swesterlich. Schwester- schaft, f., md. im 13. Jh. szesterschaft f.
Schwibbogen, m.(-e, Pl. wie Sg.): bogen- förmigesteinerne Wölbung. Mhd. szwihoge, ahd.- and. Saοιgo m., spätmhd. auch suwib-, Siwip-, swebeboge, angelehnt an schaweben, aber aus un- sichrem Sprachgefühl im 15. Jh. auch savi-, saige-, sawin-, sawing-, schwit-, schmidboge, mnd. Sꝛioge, Suνεε-, Soi, Sichboge,-bage m.; mit Silbenvereinfachung aus*sνοσνιεα- ogo«Schwebe- bogen»(KZ. 35, 609).
Schwieger, f.(Pl.-/): der Gattin Mutter in Beziehung zu dem Gatten, des Gatten Mutter in Beziehung zu der Gattin. Mhd. sziger, ahd. swigar f., seit dem 18. Jh. durch Schoiegermutter verdrängt, aber noch md.-öst.'schweiz. u. in der Dichtersprache(Schiller Picc. 4, 6); dazu ags. sobeger, got. sewadοhro f.(vgl. KZ. 40, 400 ff.). Ur- verw. mit glbd. lat. socräs, gr. éxupd, kymr. chegr, korn. heger, abg. svelrg, russ. swwexcrõvi, alb. ujéhoFo, arm. skesur, aind. gvagräs f. Glei- chen Stammes sind Schwäher, Schwager. Zu Schwieger bildete man verdeutlichend zunächst Schwiegermutter, f., 1593 bei H. Jul. v. Braunschw. Susanna 3,2, weiter Schwieger- vater, m.(ebd., dafür schon mhd. im 14. Jh. stwiger-, Swegerherre, mud. u. clev. 1477 Sueger- herre, im 16. u. 17. Jh. auch Schaähervater, bei Schweinichen 3, 146, gekürzt Schwieger m., bei Diefenb. gloss. 539 ce, noch mundartl. u. bei G. Freytag, K. F. Meyer Nov. 2, 16 u. ö.), Schwie- gersohn, m.(Braunschweig Susanna 3, 3), Schwiegertochter, f.(1691 bei Stieler),
Schwiegereltern, Pl.(1741 bei Frisch), Schwiegerkind, n.(1780 bei Adelung).
Schwiele, f.(Pl.-n): von Arbeit usw. harte Hauterhöhung. Mhd. stil m. u. n., ahd. Sνο m. u.(auch and.) sil n.(md. im 13. Jh. sil n. Fußsohle), älternhd. Schaoill m.(Maaler 1561) u. Schwiel m.(Hulsius 1616), das F. Schzwiele 1663 b. Schottel, daneben älternhd. Schawelle(n) m.(Dasypodius 1537), zu ahd. suello m. Ge- schwulst». Gleichen Stammes wie schawellen (s. d.). 4B L. schwielig, schwielicht, adj., 1618 bei Schönsleder schawillig, 1561 bei Maaler schwillächtig.
Schwiemel, m.(*5): Schwindel, Ohnmacht,
Rausch; liederlicher Mensch, in Mittel- u. Nd.-
dtschld. Im 15. Jh. Sevνmel(1417 bei Diefenbach nov. gl. 380 ²) von nd. sawomen, s. schweimen. 4B2L. schwiemeln, v.: zechen, bummeln. Md. u. nd., stud.
schwierig, adj. aus Empfindlichkeit wider- strebend; Kraftanstrengung erfordernd. Spät- mhd. im 15. Jh. swrlc(1419), sweric«voll Schawären»(s. d.), 1618 b. Schönsleder schairig ceitrigy, dann«sehr empfindlich?, 1626 b. Zinc- gref Apophth. 1, 398 u. 1650 bei Moscherosch Phil. 2, 550 schwürig«aufrührisch, rebellisch, widersetzlich», im 18. Jh. auch von Sachen ge- braucht der Bearbeitung widerstrebend» u. in Bez. zu«schwer» gesetzt«mit Beschwerlichkeit u. Mühe verbunden', wie schon früher Schwie- rigkeit, f., urspr.«Eitrung, Eitrigkeity(1572 bei Melissus Psalmen 145 scheirikait), dann Meuterei, Aufruhr»(1663 b. Schottel Schwürig- keit),«widerstrebende Bedenklichkeit»(Gün- ther 378), endlich 1664 bei Duez Schwürigkeit oder Schberigkeit Beschwernus, difficultas» u. ebenso bei Steinbach 1734 Schapierigkeit, wo- durch das ältre Schawerigkeit(Ludwig 1716, bei Melber 1483 1 4 bSchwerigkayt, mhd. Saoœrecheit, swœrekeit, mnd. Suοãricheit f.«⸗Schwierigkeit») verdrängt wurde. Schwietier, s. Suitier.
schwimmen, v.(Prät. schwamm, Konj. schwömme, öst. auch schwämme, Part. geschabom- men): von Flüssigkeit getragen werden. Mhd. swimmen, ahd. suwimman(woneben swümmen, suummen, älternhd. schzwümmen, 1561 b. Maaler), md. auch schwach suwoummen, swommen; dazu mnd. szbemmen u. schwach swwommen, swummen, mndl. Stvemmen, nndl. 2wemmen, ags. szwimman, engl. sim, anord. smja, svima(auch schwach), svimma, schwed. simma, dän. svõmme, got. nur in swumfsl n. Teich». Herkunft dunkel. Zu kymr. chaoyf«Bewegung»?(Fick 2, 323). Das Prät. lautet mhd.-ahd. suam, Pl. svumen, ahd.


