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Schorle-Morle 780
engl. schooner, scooner(zuerst in Amerikazu An- fang des 18. Jh.), wie ndl. schooner. schoener m. 1Schopf, m.(-Lels, Pl. Schöpfe): Kopfhaar; Federbüschel auf dem Kopf der Vögel(1616 b. Hulsius). In der 1. Bed. mhd. schopf m., urspr. das Kopfhaar in ein Büschel zusammengefaßts, md. 1414 Schop u. 1470 schup(Diefenb. gl. 134 5), ahd. Akk. scufi(od. scuft); dazu anord. skopt n., got. skuft«Haupthaar». Wahrscheinlich glei- chen Stammes wie Schaub u. Schober(s. d., mhd. ein schober hür cein Büschel Haars), ahd. scubil, mhd. schübel, Schubel m.«Büschel», zu schleben (s. d.). Vgl. Btr. 20, 54. 2Schopf, obd. Nebenf. von Schuppen(s. d.). schöpfen, v.: eine Flüssigkeit woraus ent- nehmen; zum Dasein bringen, bewirken, schaf- fen(nur noch altertümlich, bei Wieland Aga- thon 6,5 den Namen schöpfen, ahd. nanuem Sce- Phan, bei Schiller Tell 2,2 das Recht schöpfen, mhd. urteil schepfen). In beiden Bed. mhd. schepfen, im 14. Jh. auch schöpfen, ahd. scephan, in der 1. Bed. b. Luther schepffen; dazu asächs. skeppian ceinschöpfen, mnd.-mndl.-nndl. schep- pen in beiden Bedd. Urspr. eins mit dem stark- flekt. ahd. scephan«schaffen?(s. d.), auch cein- schöpfen»(in letzter Bed. Präs. scaphit, sceffit, skepfet, Prät. scuof), von ihm aber im Mhd. mit neugebildetem schwachen Prät. u. Part. Pass. abgezweigt(im 13. Jh. neben der gew. starken Flexion, noch md. um 1300 schf wazzer Elisa- beth 7304). Im bildl. Sinne schon mhd. siezen trst schepfen(Mystiker 2, 47, 18), wie Atem, Trost schöpfen(1535 im Aimon 0 22 u. E 4⁵). 4BL. 1Schöpfer, m.(-s, Pl. wie Sg.): metall- nes Schöpfgefäß mit Henkel. 1538 b. Serranus dict. K 85 Schöpffer, schöpffgeschirr, bei Luther Richter 5,11 Schepffer m.«Schöpfrad mit Schöpf- gerät»(im hebr. Bibeltext«Schöpfbrunnen»), nd. schepper, persönlich um 1480 im Voc. inc. teut. ce 6 bschopfer«der Schöpfenden.*Schöp- fer, m.(⁸s, Pl. wie Sg.): der Erschaffer. Mhd. schepfœre, schepfer, im 14. Jh. auch schöpfer, ahd. Skephari, md. schephere, scheffere, auch schepper(e); dazu mnd. sceppere, schepper, schip- per, afrs. skippere m. Von ahd. scephan«schaf- fen»; wie glbd. ahd. scafari, scaffare m., nhd. Schaffer(Schubart Ged. 2, 231), von schöpfen in 2. Bed. Davon schöpferisch, adj., b. Hage- dorn 1,85, Lessing 3, 214, bei Klopstock beliebt. Schöpfung, f.(Pl.-en): Handlung des Schaf- fens; das Geschaffne. In der 1. Bed. md. im 14. Jh. schepfunge, schöpfunge f. neben mhd. schepfenunge f., in der 2. Bed. schephung(e). Schöppe, s. Schöffe.
1Schoppen, m.(*J, Pl. wie Sg.): ein Viertel- maß, ¼ od. ½ Liter. 1650 b. Moscherosch Phil. 2,201 u. b. Duez 1664; daneben 1578 b. Frischlin Nom. c. 85 Schopp n., ebenso b. Schottel 1663 u. Stieler 1691. Hervorgegangen aus md.(15. Jh.) schop(p)e, schupfe m., 1340 shuphe«Schöpfgelte, Wassereimer, Schöpf- u. Gießgefäß(Füllkelle) der Brauer, nd. schopen, mnd. 1425 schope, köln. 1495 Schup(Gemma D 15), spätmhd. im 15. Jh. schu(f)fe, schuff, schoffem. f., im 14. Jh. schuoff f. Geltes(Mone An. 3, 51 2, 23) u. schueffe«Schöpf- gefäßy(Voc. opt. 31 b), aber auch früh im 15. Jh. bereits mit dem an den Nom. aus den andern Kasus angetretnen schuffen m.(Mone Anz. 5, 465), clev. 1477 schoepe«Schöpf- u. Gießgefäßy. Von schöpfen(s. d.). Aus dem Deutschen entl. frz. chopine f.«Schoppen, Nöselꝰ.
2Schoppen, s. Schuppen.
schoppen, v.: stopfen, dicht hinein schie- ben. Obd., 1537 b. Dasypodius; mhd. schopfen, schoppen, ahd. nur im Part. giscoppôt. Intensiv- bildung zu schieben(s. d.). Davon Anschoppung f.«Blutstauungy.
Schöps, m.(es, Pl.-e): verschnittner Schaf- bock. Bayr.-öst. und schles.-obsächs.-ostthür., dagegen ostfrk.-obpfälz. Schötz, Schütz, in Nürn- berg im 15. Jh. schatz. Bei Luther Scheps, 1566 b. Mathesius Luther 316,16 Ndr. Schöps, ostmd. 1340 schopa, in d. 2. H. d. 14. Jh. schepcze m.(das rote Buch von Weimar Anh. 146), dann schöpcz, entl. aus glbd. tschech. skopec m.«Hammel) (aber abg. sxopick m.«Kastrat, Verschnittnerꝰ), von abg. skopiti«entmannen, kastrieren.
Schorf, m.(JLels, Pl.-e): Krätze, Kopfaus- schlag, Grind; Kruste einer Wunde(Adelung 1780). In 1. Bed. md. 1420 schorf m.(Schröers Vocab. 19*b, 1301), mhd. schorpf m. verächtlich für«Kopf, schürpf m.«Grindy, ahd. in scorf- wurz f.; dazu mnd. schorf m.«Räude, Grind», köln. 1495 scorft(Gemma L 35b), mndl. scorf, später schorft, nndl. Schurft, ags. sc(e)orf, engl. scurf, isl. Pl. skaer fur, dän. skurs, schwed. skorf m. Abgeleitet von einemstarken Verb, erhalten in ags. sceorfan«nagen, beißeno; gleichen Stam- mes wie schrapen, schürfen(s. d.). Dazu als urverw. viell. gr. coptioc m.«Skorpiom. 4. B L. schorfig, adj., 1691 bei Stieler schorficht u.(zu ndsächs. Schorb m.) schorbicht, 1663 b. Schupp. 326 schorbig; dazu mnd. schorvich, schorvedich (zu mnd. schorvet«grindig»), mndl. schorftigh.
Schörl, m.(els, Pl.-e): gering metall- haltige Steinart von glänzendem blättrigen Ge- füge, 1562 bei Mathesius Sar. 1402 Schürl.
Schorle-Morle, n.(-s): Mischung von


