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thesius Sar. 232). Schnappsack, m. Tragsack zum Mitführen von Speisen, eig. zum Schnap- Pen, 1716 bei Ludwig, aus nd. snappsack m.
schnaps, interj.: schnapp, b. Luther Tischr. 772², im Ablaut bei H. Sachs Fastn. 7, 91, 154 schnibs, schnabs, nd. 1770 snapps, snipps, snupps. Adverb. Gen. von Schnapp(s. d.),«in oder mit einem Schnappy, dann«mit Schnellkraft, in größter Schnelligkeit».
Schnaps, m.(-els, Pl. Schmäpse): das Zu- fahren; Branntwein. In der 1. Bed. 1581 bei Fischart Bienk. 85 a in eym schnaps; die 2. Bed. entwickelte sich aus nd. snapps m.«ein Schluck (Schnapp), dann cein Wurfs, d. h. ein kleines Gläschen Branntwein, das man auf einmal aus- zutrinken pflegt(1770 im Brem. Wb.), noch 1741 bei Frisch Schnapps m.«Mundvoll, Schluck', aber 1780 bei Adelung«Branntweinv. Eine Weiterbildung zu Schnapp m.(s. d.). 4L. Schnäps-chen, n.: Gläschen Branntwein, 1778 bei Hermes 4, 98 Schnapps-chen. schnapsen, v.: Schnaps trinken, 1781 bei Kindleben, 1787 bei Kramer.
schnarchen,, v.; im Schlafe rauh tönend atmen; anschnurren, anschnaufen(1562 bei Mathesius Sar. 117 5b, Luther Tischr. 994). In 1. Bed. mhd. szarchen, snarcheln, 1340 snarlcymn (Fundgruben 1, 391 ²), im md. Voc. ex quo 1469 snarcken, älternhd. oft Sschnarken(bei Luther); dazu mnd. snorken, snarken, mndl. snorcken «schnarchen, schnaufen, prahlen», schwed. snarka, dän. snorke. Zu schnarren(s. d.), wie horchen zu hören. Aus gleichem Stamme engl. snort aschnaubens u. snore eschnarchen», mengl. snurten u. snorin. Dazu viell. lit. snarglis m. «Rotz, snapglius m.«Rotzbubey.
Schnarre, f.(Pl.-n): die Schnarrdrossel, tur- dus viscivorus(1599 b. Colerus 15, 33, Schnärre 1691 bei Stieler); der Wachtelkönig, rallus crex (1731 bei Zincke öcon. Lex., mhd. snarz m.); ein aus einem Stiele u. einem um diesen sich schnar- rend drehenden Brettchen bestehendes Kinder- spielzeug(1470 snar f. bei Diefenb. mlat.-hochd.- böhm. Wb. 184).
schnarren, v.: hart u. rauh mit einem ge- wissen Zittern tönen. Mhd. snarren schnarren, schmettern, schwatzen», daneben sner(r)en plappernꝰ u. gesncœre n. Geschwätz, entspre- chend mnd.-mndl. snarren, snorren. Ein laut- malendes Wort, wozu im Ablaut schnurren (8.d.). ZUS. Schnarrwerk, n.: Teilder Orgel. 1691 bei Stieler.
1Schnat(ce), f.(Pl.-eln): Grenze. Aus nd. sndd f. der durch den Wald gehauene Durch-
gang, die Grenze der Hauung», mnd. snaeth m. womit zgs. snäãd-, snédaveg m.«Wald-, Forst- grenzey, sndthage f.«Grenzhecke». Zusammen- hang mit Schneide(s. d. ¹), ahd. sneida f.«Fuß- wegy, der beiunsern Vorfahren auch noch durch bes. Einschnitte in die Büume usw. bezeichnet wurde, ist lautlich schwer zu rechtfertigen. Ob mitSchwebeablaut zu got. sinpsm.«Gang, Mab? „Schnat(e), f.(Pl.-n): junges Reis. Schles., westerwäldisch usw., also in Mitteldeutschland. 1598 b. Colerus 5, 7 Schnate f.«Pfropfreiss, eben- 80 1652 b. Scherffer Ged. 143, Günther 502, 1047, 1069, hess. schnãde f. auch«Rispe des Haferss, wie bei Hulsius 1616 u. Stieler 1691. Unklarer Herkunft. Zu lat. sentis m.«Dornstrauchh?? schnattern, v.: mit Zähnen, Kiefern zit- ternd klappern(1582 b. Chyträus, noch b. Goethe 2, 66); von Gänsen u. Enten, mit geschwind wiederholter Bewegung beider Schnabelteile Geräusch machen; viel u. schnell schwatzen (vgl. Zfd W. 11,157). Mhd. snateren«vom Klap- pern des Storches, vom Quaken(Knarren) der Frösche, um 1300 snatern eden Schnabelin Flüs- sigkeit schnell u. viel wiederholt laut öffnen u. zumachen», um 1400 snattern«vom Schreien der Enten⸗, 1482 im Voc. theut. bb 5 b schnatteren aschwatzen. Bayr.-schwäb. schnadern(Schiller Räuber 4, 5), schweiz. schnädern, mnd. mndl. snateren, 1417 nd. sneteren(Diefenbach nov. gl. 189 b), nnd. snatern«vom Lautsein der Gänse u. Enten, sowie vom Schwatzem, snätern«mit den Zähnen klappen», schwed. snattra. Wohl ein lautmalendes Wort.
schnatzen, v.: mit Haarputz schmücken. Hess., schon um 1300 snatzen(Elisabeth 8455), 1664 bei Duez schnetzen aufputzen». Von Schnatz, m.(Pl. Schnätze): derauskünstlichen Blumen gemachte Haarschmuck, den die Braut bei der Hochzeit, die Patin bei der Kindtaufe trägt(1757 bei Vilmar).
Schnau, f.(Pl.-en): kleines zweimastiges Seeschiff mit einem viereckigen Rahsegel u. mit einem Gaffelsegel an einer Spiere. 1780 bei Adelung, aus nd. snau, ndl. snaaus f.; jenes snau³ ist aber zundchst«Schnabels, u. ein up de snau gebautes Schiff läuft vorn schmal u. scharf zu.
schnauben, v.: hörbaratmen(1587 im Buch der Liebe 6²); erregt atmen(1550 bei Alberus Fab. 16, 15); durch Ausstoßen der Luft die Nase reinigen(im 15. Jh. snuben bei Diefenb. gl. 201°, 1610 bei Colerus 6, 206(18, 29) sich schmaupen). Mhd.(schles. im 14. Jh.) snüben«schnarchens; dazu mnd.-'nnd. snaven«heftig atmen, mit Ge- räusch daherfahren, schneuzen», mndl. snoeven,


