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Schmöhker, 1781 bei Kindleben Schmöcher, bei-
Zschokke Selbstschau 1, 22 Schmäucher, nd. smõlcer, von schmauchen(s. d.), nd. smõken.
schmollen, v.: mitmürrischemstillschwei- gen unfreundlich sein. Mhd. im 13. Jh. smollen, eig. das Gesicht verziehens, 1664 bei Duez schmollen, schmöllen«prangen, über Tisch züch- tig seyn, os restringere»(1604 bei Eyering 3, 91 schmullen), um 1480 bei Steinhöwel Esopus 42 u. 71 Ost. u. 1516 b. Diefenbach gl. 561 b Schmol- len in der Bed.«lächeln, eig.«das Gesicht zum Lächeln verziehen»(noch bei Schiller 1, 240, Fiesko 3, 10,36 u. Uhland drei Könige zu Heim- sen Str. 13). Viell. zu mhd. smielen, engl. smile clächeln» od.(mit II aus dl) zu bayr. öst. schmu- deln«verliebt tändeln, liebelw). ZUS. Schmoll- winkel, m., 1794 b. Schütze Hamburger Thea- tergesch. 648.
Schmollis, n.(Gen. u. Pl. ebenso): Trink- gruß auf Brüderschaft, auf«duy in der Anrede. 1749 wie es scheint, ein Getränk, 1752 Schmolles ihr Brüder, als studentischer Zuruf beim Zu- trinken(Kluge Stud. 122 b), 1778 bei Meier Stud. 25 Schmollis, nicht aus sis mihi mollis. 4L. schmollieren, v.: Brüderschaft trinken, 1795 studentisch.
schmoren, v.: in ganz bedecktem Gefäße langsam braten od. kochen; vor zu großer Hitze einschrumpfen(Wieland Oberon 1, 5). Inl. Bed. 1663 bei Schottel schmoeren, 1691 bei Stieler schmoren, schmuren, aufgenommen aus glbd. mnd. smo(o)ren(eig. dämpfen, die Luft be- nehmen, erstickens), mndl. smooren, davon mit- tels t abgeleitet das glbd. nd. smörten, smurten entsprechend alem. schmürzen«mit schmoren- dem Geräusch brennen, nach Angebranntem riechen, knausern; dazu ags. smorian der Luft benehmen, ersticken». Gleichen Stammes wie älternhd. im 15. u. 16. Jh. verschmorren«durch Entziehen der Luft ersticken, ganz einschrump- fen(Steinhöwel 93 Ost., H. Sachs 11, 330, 6), bei Beheim Wien. 126, 22 das Part. verschmart u. 128, 22 verschmarret«verdorrts, noch hessisch schmorren, verschmorren verdorreny. ZUS. Schmorbraten, m., 1780 bei Adelung.
schmorgen, v.: sich absparen, ohne Not darben, sich absorgen, 1811 bei Goethe 1, 144, in Frankfurt a. M., Hessen, Westthüringen, Ost- preußen. 1691 bei Stieler schmorchen neben schmorren Hunger erdulden, sich abhungern?. Wohl zu schmoren. Anders Zupitza 137.
Schmu, m.(-s): erdichtetes Gerede(1781 bei Kindleben Schmuh); durch Schlauheit er- langter Gewinn(1780 b. Adelung, 1749 Schmaun
Weigand, Deutsches Wörterbuch. 5. Aufl. II. Bd.
machen b. Kluge Stud. 122 b), 1729 b. Stoppe Ge- dichte 2, 209. Jüd.-Deutsch, aus hebr. schemf ã f.«Nachricht, Gerücht, Gereden. S. Schmus.
Schmuck, m.(-els, Pl.-e):(dem Körper sich anschmiegende) Verschönerung, TZierat, Kostbarkeit; zur Verschönerung Dienendes, Zierde. In beiden Bedd. bei Luther, mhd. smasc m. Anschmiegung, Umarmungy(Gen.-kes), md. im 15. Jh. gesmug, gesmuck m.«Schmuck:, von schmiegen(s. d.). schmuct, adj.: zierlich, nett, sauber, schön, aus dem Md. u. Nd., bei Luther 4,254 b, Opitz 2, 443, Spee Trutzn. 224 B., Bödiker 185, schon(nach Weigand) 1507 schmug sgetzirt, clev. 1477 smauck, nd. smuk, dazu(entl.) dän. smuk u.(seit 16. Jh.) engl. smaug«zierlichy. schmücken, v. zieren, mhd. smaccken, smücken canschmiegen, an sich drücken, in etwas eng Umschließendes drücken, zusammenziehen, (refl.) ⸗sich zusammenschmiegen, sich ducken», im 14. Jh. auch(bes. md.)«anschmiegend, d. h. anlegend, bekleidend zieren, Kostbarkeiten an- legen?, ahd. nur Part. Pass. versmucht abge- nutzto; dazu mnd. smucken an sich schmiegen, küssen, schmücken», entl. ndl. smalclcen, dän. Smylce, sSchwed. Smya, engl. smug«schmülk- ken». Intensivbildung zu schmiegen(s. d.).
Schmuddeléi, f.(Pl.-en): Unsauberkeit, Sudelei, 1780 bei Adelung, nd. 1755 bei Richey smuddeleg, von schmuddeln, v.: sudeln, be- schmutzen, nordd., 1652 bei Scherffer Ged. 408 beschmudeln, auch kärnt. schmadeln cbeschmut- zen, angeifern». Viell. mit Schmutz(s. d.) verw.
schmudig, adj.: drückend heiß, gewitter- haft heiß. Bayr.-hess.-els. Dunkler Herkunft, viell. verw. mit engl. smother æersticken?, als Subst.«Dampf, Erstickung».
Schmuggel, m.(-s, ohne Pl.): Schleich- handel. Ein junges Wort, 1816 bei Jahn Turn- kunst XXVIII Smuggel. Schmuggeléi, f., 1780 bei Adelung, nd. 1770 smuggelij. Von schmuggeln, v.: zollpflichtige Ware mit Um- gehung der Eingangsabgabe heimlich über die. Grenze schaffen, 1716 bei Ludwig schmuckeln, aus glbd. nd. smuggeln; dazu ndl. smokelen; entl. engl. smuggle und smuckle, dän. smaugle, schwed. smuggla. Von schmucken(das auch bed.«sich verstohlen wohin bewegen», 1548 bei Jaspar v. Gennep Homulus 42 sich smücken), schmiegen(auch in der Bed.«heimlich wohin schaffen⸗, mhd. bei Hugo v. Langenstein Mar- tina 53, 50, Teufels Netz 11562, Zimm. Chron. ² 3, 336, 3). 4B L. Schmuggler, m.: Schleich- händler, 1716 bei Ludwig Schmuckeler.
Schmul, m.(-, Pl.-s): Scherzname für
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