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Adelung, Schmeeten 1652 b. Scherffer Ged. 143, schles.-öst., aus glbd. ischech. smetana f., siehe Schmant.
Schmetterling, m.(, Pl.-e), zuerst nach- weisbar im Leipziger Voc. opt. von 1501 unter papilio, sodann b. Corvinus fons lat. 1653, Duez 1664, Comenius Sprachenthür 1666 u. Krämer 1678, in Obersachsen und Thüringen heimisch (Popowitsch 1780) u. von da aus gegen die Mitte des 18. Jh. in der Schriftsprache allgemeiner verbreitet. Vgl. Btr. 15, 387. Bei Stieler 1691 in den Bedd.«zerschlagnes Ei, schwüchlicher, hagrer, schwanker Mensch»(er ist ein dürrer Schmetterling), zu westfäl. smieder m.«dünner, magrer Menschs. In der heutigen Bed. wohl zusammenhängend mit Schmetten(s. d.) Milch- rahm, nach welchem wie nach Milch, Molke, Butter man das Tier od. vielmehr unter seiner Gestalt Hexen od. elbische Wesen fliegen u. sie bezaubern od. stehlen glaubte, daher die Namen Milchdieb, Molkendieh(s. d.), Butterfliege, But- tervogel(md. 1517 b. Trochus H6 2 bottervogel, ags. buttorfléoge, engl. butter fly), westfl. smand- lecker; kaum nach Frisch Insecten(1721) 3, Vor- bericht 3 von nd. smet(t)en«beschmitzen?(s. 2schmeißen), da der Schmetterling mit seinen Eiern die Pflanzen beschmeißt.
schmettern, v.: mit krachendem Schalle hinwerfen od. schlagen; schütternden Schall er- tönen lassen(1742 b. Rost gelernte Liebe A75). In der 1. Bed. 1551 bei Scheid Grob. 784, 4260 schmettern, bei Duez 1664 u. Stieler 1691 auch schmittern, mhd. smetern cklappern, schwat- zen⸗, 1512 bei Keisersberg Bilgerschafft 1410 schmetterling m.«Klatschender Schlag», 1561 b. Maaler das Adj. schmätterig cdas in vil stucke
zerfalt, als murb erstickt holtzo; in den Ma. ent- sprechend tirol. schmattern«mit Gewalt zersplit- tern», hess. schmattern, schmettern vom Aus-
einanderspritzen des weichen Kotes, schweiz.
schmättera u. nd. smaddern vom niederfallen- den Platzregen. Ein schallmalendes Wort.
Schmicke, f.(Pl.-n/): die Peitsche; das klat- schende Ende der Peitsche(1770 im Brem. Wb.). Nordwestd. In 1. Bed. 1445 smicke(Germ. 25, 349); dazu clev. 1477 smicke, köln. im 15. Jh. smicke(Frommann Ztsch. 2,452 b). In der Bed. Schmiß, Wundes bereits im 14. Jh. md. smike f. Von schmicken, v.: fein schlagen, mit der Peitsche schlagen, 1575 im Garg. 344, im Ablaut zu mnd.-mndl. smacken«schlagen.
Schmied, m.(-Lels, Pl.-e): der Metall mit, dem Hammer bearbeitende Handwerker. Mhd. smit m.(Gen.-des), ahd. smid, smit m.(Gen.
Ais); dazu and. smid, mnd.-mndl. smiid, smed, afrs. smeth, smid, ags. smiß, engl. smith, anord. smicy, schwed.-dän. Ssmed, aber got. schwach aizasmipa m.«Erz-, Metallarbeiter?, zu got. gasmipon«bewirkens(s. schmieden), im Ags. u. Anord.«der Arbeiter in Holz wie in Metallꝰ, auch nhd. im 16. Jh. b. Paracelsus Paragranum 1,4 Schmidt der Metallen u. Schmid des Holtas, demnach die urspr. Bed.«Bildnery. Gleichen Stammes wie Geschmeide, schmeidig(s. d.), u. ahd. smeidar m.«Metallkünstler». Urverw. mit gr. cutén f.«Schnitzmesser, cuivön f. Hacken u. viell. abg. medi f.«Kupfer, Ery. Schmiede, f.(Pl.-n): Gebäude od. Werkstatt zum Schmie- den. Mhd. smitte, 1414 smide, ahd. smitta, smid- da f., noch b. Luther Schmitte, 1562 b. Mathesius Sar. 111 b Schmiede u. 99 b Schmitte; dazu mnd. smede, mndl. smisse, afrs. smithe, ags. smßhe, engl. smithy, anord. smidja, schwed. smedja f., dän. smedje. schmieden, v.: Metall mit dem Hammer bearbeiten, mhd. smiden, ahd. smidõn; dazu and. smithon, mnd.-mndl. smeden, ags. smi- qian, anord. smida, schwed. smida, dän. smede «schmiedenꝰ, got. gasmion«bewirken». ZUS. Schmied(e)eisen, n.: schmiedbares Eisen im Gegensatz zu Stahl und Gußeisen. Schmiege, f.(Pl.-n): schiefer Winkel, den zwei Wunde od. Linien miteinander bilden(1587 b. Mathes. Sar. 143 b); bei den Tischlern beweg- liches Winkelmaß, um diesen Winkel zu messen (1741 b. Frisch), dann Zollstock. Mhd. smiuge f. Biegung, Krümmung». Von sehmiegen, v.: geschmeidig biegen u. fügen, gew. refl. auch sich geschmeidig gleitend fortbewegen. Bei Luther Jes. 28, 20 schmigen, mhd. smiegen cin etwas eng Umschließendes drücken, sich biegend zu- sammenziehen, ducken»; dazu ndl. smuigen csich
heimlich gütlich tun, nascheny, ags. smügan ckriechen, anord. smuũga csich durch eine enge
Offnung dränger', nebst dem Kausativ smeygja «schmiegen», schwed. smöga, dän. smõöge. Ur- verw. mit lit. smulcti«gleitens, abg. smyati Se u. smudati«kriechen». Vgl. noch Zupitza 138. Das Wort ist urspr. stark, mhd. Präs. smiuge, Prät. smouc, smõc, Pl. smugen, Part. gesmogen (noch bei H. Sachs Prät. schmog, schmug, Part. geschmogen, 1652 bei Scherffer Ged. 203 Prät. schmoge), u. ist erst im 16. u. 17. Jh. schwach ge- worden, aber noch bayr. Prät. schmug, Part. geschmogen. Vgl. Schmuck, schmuggeln. 4BL. schmiegsam, adj., 1684 im Simpl. 1, 689 Klr. schmugsam.
Schmiele, f.(Pl.-n): Grasart mit langem schwankem Halse, aira. Spätmhd. schméle, früh-


