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mnd.-mndl. sluten, nndl. sluiten, afrs. sluta. Ur- verw. mit lat. claudere«schließen», ferner mit gr. kkeieiv«schließen», ir. clõ, lat. clãvus m. «Nagel», lit. Kl ti canhaken», abg. Kljud m. Schlüssely. Das Präs. lautet in der 2. u. 3. Pers. Sg. ahd. sliuzis, sliuzit, Imp. sliuz, daher älter- nhd. im 16. bis Ende des 18. Jh. schleußest, schleußt(aber schon bei Fischart Garg. 62 schließt), Imp. schleuß; das Prät. ahd.-mhd. 5lõ3, Pl. ahd. sluzzun, mhd. sluzzen, älternhd. im 16. u. 17. Jh. schloß, schlussen, Konj. schlüsse; das Part. Prät. mhd. geslozzen, ahd. 5logzan. 4L. Schließer, m., 1691 bei Stieler(1556 b. Frisius 641 b Schliesserin f.), md. sleuser 1422 im Voc. Vrat., mnd. 1392 sluter m. schließlich, adv.: endlich, zum Schluß, 1616 b. Henisch; als Adj. cendgültig, entscheidend, 1522 b. Diefenbach- Wülcker slieslich.
Schliff, m.(-els, Pl.-e): das Schleifen (Stieler 1691); das Geschliffensein,(bildl.) feine Bildung. Mhd. slif m.«Abgeschliffenheit, Ab- genutztheit, das Ausgleiten».
schlimm, adj.: von der geraden Ordnung abweichend, schief, krumm(nur noch mund- artl.); ungut beschaffen, schädlich, widrig, böse (1595 bei Hennenberger preuß. Landtafel 103²). In der 1. Bed. mhd. slim(p)«schräg, schiefy, älternhd. im 16. u. 17. Jh. auch schlem, schläm, ahd. nur slimbi f. die Krümme, Schräge, Schiefen, md. im 14. Jh. slim«abgeneigt, übel beschaffen»; dazu mnd.-mndl. slim krumm, schiefy, dann«schlecht, niedrig, nndl. slim carg, listig neben slimbeen m.«Schiefbeinigery. Aus dem Deutsch. entl. schwed.-dän. slem«schlimmy, engl. slim«schmächtig, wertlos, verschlagen. Urverw. mit lett. stips«schräg, steil» aus*slim- pas. Vgl. KEZ. 40, 561.
Schlinge, f.(Pl.-n/): bogenartige Schlin- gung, Band od. Schnurzum Schließen(b. Luther 5, 2862 u. Alberus dict. 1540 k 3 b); Knoten, Schleife(Stieler 1691). Zu 1schlingen(s. d.), wie mhd. slinge, ahd. slinga f. u. noch im 17. Jh. Schlinge f.«Schleuder». Aus dem Ahd. entl. rätorom. slinga f., span. eslingua, frz. élingue f. Schleuder».
Schlingel, m.(-S, Pl. wie Sg.): arbeit- scheuer Müßiggänger; ordnungs- u. rücksichts- lose, grobe Mannsperson. Alternhd. im 16. bis ins 18. Jh. Schläüngel, bei Luther 7, 379 b Stad- schlingel u. Briefe 5, 422 Schlungel, 1590 im Garg. 438 Schlingel. Zu 1schlingen in der Bed. «schleichen». 4BL. schlingeln, v.: umher- schlendernd faulenzen, 1643 b. Moscherosch in- somnis cura 58 chlinglen. Schlingeléi, f., 1655
b. Zeiller exilium melancholiae 214. schlingel- haft, adj., 1741 bei Frisch.
ischlingen, v.(Prät. schlang, Plur. schlan- gen, Konj. schlänge, Part. geschlungen): sich in Krümmungen od. windend fortbewegen; in Bogenwindung bewegen, windend fügen. In beiden Bedd. mhd. slingen, auch«hin- u. her- bewegend schwingen, schlängelnd kriechen, schleichen, ahd. slingen«sich wohin bewegen?; dazu mnd. slingen, slengen«sich winden, drehen, kriechens, mndl. slinghen«kriechen, schleu- dern), ags. Slingan«sich winden, bewegen wie eine Schlange», daneben slincan ckriechen, schleicheny, engl. sling«schleudern, werfen?, slinke«schleichen», anord. slyngja, slynguvacwer- fen, drehen, zustande bringenꝰ, schwed. slunga, dän. slynge. Gleichen Stammes wie Schlange, schlank u. schleichen. Urverw. mit lit. slinkti «schleicheny, abg. slaü«krummy. Das Prät. lautete mhd. slanc, Pl. slungen, älternhd. bis ins 18. Jh. auch schlung, schlungen, Konj. schlünge. 4B L. schlingern, v.: sich hin- u. herbewegen, seitlich schwanken, in der Seemannssprache vom Schiff, 1687 bei Happel Weltbeschreib. 240, mnd. slingeren, slengeren, ndl. slingeren. ZUS. Schlingpflanze, f., im 19. Jh.(Oken 1841), dafür bei Schiller Braut v. M. 589 Schlingkeraut.
2schlingen, v.(Prät. schlang, Konj. schlenge, Part. geschlungen): durch den Schlund, durch die Gurgel in den Magen aufnehmen; gierig in sich aufnehmen. 1470 md. Schlingen, 1425 nd. slynghen, bei Luther schlingen(Hiob 7, 19), ver- schlingen neben verschlinden(1. Petr. 5, 8). Mit mundartl. bergange des nd zu ng(der in ähnl. Wörtern im Md. seit dem 12. Jh. u. im Bayr. seit dem 13. Jh. erscheint) aus mhd. slinden, ahd. slintan, slindan(Prät. slant, Pl. slunden, Konj. slunti, Part. Sluntan), älternhd. im 16. u. 17. Jh. schlinden, noch bayr.-tirol.-kärnt. schlinten; dazu mnd.-nnd.-mndl.-nndl. slinden, got. in fras- lindan«verschlingen?. Unerklärt.
Schlipf, m.(„els, Pl.-e): ein Abrutschen von Erde, Schnee, Erd-, Schneerutsche. Schweiz. Mhd. ahd. slipf m.«das Ausgleiten, der Falln. Zu schlipfen, mhd. ahd. slipfen«gleiten, aus- gleiten», noch bayr., einer Ableit. von schleifen (s. d. ¹); weitergebildet älternhd. im 15. und 16. Jh. schlipfern«ausgleiten»; davon schlipfrig, adj., bei Luther schlipfferig, mhd. slipferic, im 16. u. 17. Jh. md. auch schlipperich, seit dem 17. Jh. verdrängt durch schlüpfrig(s. d.).
Schlippe, f.(Pl.-/): Rockschoß, Kleider- zipfel(md. u. nd., 1597 b. Gilhausen Grammatica 74, mnd. slippe f. m.); enger Weg zwischen


