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Scheffel, Schiff. 4BL. Schaffel, n.: Kübel, Milchgefäß. Ost.-schles.
1schaffen, v.(Prät. schuf, Konj. schüfe, Schaugerüst, Blutgerüst»,(prov. Ieslcadafalc,
Part. geschaffen): gestaltend hervorbringen; aus nichts zum Dasein bringen. Mhd. schaffen, ahd. scaphan, scaffan u. scephen, sceffen(Prät. scuof, selt. schwach scafta, Part. giscaphan, giscafan), woneben schwach scaffön; dazu asächs. nur Prät. giscöp, giscuop, mnd. schapen (Prät. schöp, schüp, schép, Part.[gelschapen) u. schwach scheppen, schippen, mndl. scapen, afrs. skeppa, ags. sceppan, scippan«erschaffen, bestimmen»(Prät. Scoσ, scedop, Part. sceapen, scepen), engl. shape schaffen, bilden, ein- richten», anord. skapa«schaffen(Prät. sxασ, schwach skepja(Prät. skapti, Part. skapidr, skaptr) u. skaapa(Prät. skapadi)«schaffen, be- stimmen?, got. gaskapjan schaffen»(Prät. gaskôp, Part. gaskapans). Urverw. mit lat. scabere skratzen, reiben), lit. skabéti«schnei- den, hauenꝰ, skõbti«aushöhleny, abg. skobli m. Schabeisen», also ein Wortder Holzarbeit. Vgl. Walde. Eine Wurzelvariante zeigt schaben (s. d.). S. schöpfen, Schöffe. 2schaffen, v.(Prät. schaffte, Part. geschafft): durch Tätigkeit zum Gegenwärtigsein kommen
machen; in reger Tätigkeit sein; befehlen, ge-
bieten. Mhd. schaffen(Prät. schaffete), ahd. sca(f)fön«gestalten, bilden, einrichten, anord- nen, bestimmen, Gesetze geben», im Mhd. auch cbefehlen, gebieten»; dazu anord. skapa(Prät. skapada)«schaffen, einrichten, ordnen⸗, zu ahd. scaf m. od. n. Gestaltung, Art, Beschaffenheit, gesetzliche Ordnung», anord. skaf n. zustand, Geistes-, Gemütsbeschaffenheit, Sinn, v. ¹chaf- fen. 4 BL. Schaffer, m.:(ndd.) Besorger der Mahlzeitin Schiffergilden;(öst.) Schaffner(s. d.).
Schäffler, m.(-s, Pl. wie Sg.): Böttcher, Faßbinder. Südostdeutsch. 1530 bei Peypus Scheffler. Von Schaff(s. d.).
Schaffner, m.(-s, Pl. wie Sg.): der als Wirtschaftsverwalter od. Aufseher usw. An- gestellte; im 19. Jh. kontrollierender Beamter im Eisenbahnzug(zuerst in Norddeutschland). Mhd. schaffenœre, schaffner, md. scheffenére m. «Anordner, Aufseher, Verwalter» neben glbd. schaffœre, schaffer, md. scheffer(), mnd. schaffer, noch bayr. Schaffer m. Von 2²chaffen(s. d.).
Davon Schaffneréi, f., 1483 b. Melber 5 b Schaffnerin, f.,
schaffnerei«Verwaltung»; mhd. scheffencerinne, scheffnerynne. Schafgarbe, s. Schaf.
Schafött, n.(-es, Pl.-e): Blutgerüst. 1663 zeinen Schaft machen, mit einem Schafte ver-
bei Gryphius Trauersp. 475 Schavbott; in der
Bed. Gerüst für Marktschreier» 1728 bei Spe- rander Schavot u. nd. 1652 b. Lauremberg 1, 393 Skavot. Aus frz. échafaud«Gerüst, Bühne,
ital. scaffale, catafalco), zgs. aus é(lat. ex) u. chafaud, s. Katafalk.
1Schaft, m.(-Lels, Pl. Schäfte): Stange gleichsam als Stiel woran; Spießstange; stan- gen-, stengel-, stammartig Gewachsnes oder Gebildetes; der Holzteil am Feuergewehr(1741 bei Frisch); männliches Zeugungsglied der Säugetiere, bes. der Pferde(1599 bei Seuter Roßarznei 100), danach weidmännisch Schaft f.
«das Geburtsglied der Hündin u. der Raub-
tieren(1751 bei Heppe Leithund 365). Mhd. schaft m.(Pl. schefte), ahd. scaft m.(Pl. scafti, scefti)«Speerstange, Spieß, Pfeil, Stange, Stab, Stock, Stamm», im Mhd. auch«Speerlänge als Maß, Pflanzenstengel», im 15. Jh. md.«Stiefel- schafty, im 14. Jh. am Niederrhein wie mndl. mit cht für ft schacht m.(s. 2Schacht); dazu asächs. scaft, ags. sceaft m., engl. shaft, anord. skapt n., schwed.-dän. skaft«Stange, Speer. Wohl zu schaben. Urverw. mit lat. scdãpus m.
«Schaft, Stengel, Stiel, Säulenstammo, gr. ckäroc m. Stab, Stock», cüov m. u. ckinpov n.,
dor. ckänrov n.«Stab». Vgl. Walde. 2Schaft, m.(-Lels, Pl. Schäfte): vorn offnes schrankartiges Brettergestell; einzelnes Brett darin, im Schrank, an der Wand zum Daraufstel- len. 1691 b. Stieler Küchenschaft, 1520 b. Kei- sersberg Narr. 15 2 Schaff! m.«Bücherbretto, im 16. Jh. in der Zimm. Chr. ² 3, 161, 37 Pl. schepfte «Geschirr-Regaley, noch schweiz. Schaft m. «Schrank», 1482 im Voc. theut. bb 8 b schafftel Schrank», mhd. schaft n. Badewanne», 1514 b. Keisersberg Schiff d. Penitenz 112 schaft m. flache Schüsselby. Nebenform von Schaff(s. d.). Schaft, Ableitungssilbe an weibl. Substan- tiven, zur Bezeichnung der nach der Natur zu- kommenden Beschaffenheit, der in der Natur liegenden Zusammengehörigkeit, der Gesamt- heit. Mhd. Schaft, frühmhd. u. ahd. scaf(Pl. =Scefft), im 9. Jh. auch schon mit angetretnem t Scaft(Pl.-scefti) f.; dazu asächs. Scepi,-Scipi (als M. eine Beschaffenheit, als Ntr. eine Ge- samtheit bezeichnend), selt. der fem. Pl.-Scefti, mndl.-Scap f., undl.-Schap, ags.-Sceaft m. u. -’Scipe m., anord. skapr m. Urspr. ein selb- ständiges Wort, ahd. scaf m. od. n., anord. ska«f n.«Beschaffenheits, von schaffen(s. d. 1u. 2). schäften, schaften, auch schiften, v.: mit einem Schaft versehen. Mhd. scheften, schiften


