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Schachen 662
schaben, v.: mit schneidendem Werkzeug reiben, kratzen, radieren. Schon im ältern Nhd. schwach(Hiob 2, 8), aber mhd. wie noch bayr. stark schaben(Prät. schuop, Part. geschaben), auch cfortstoßen, sich eilig fortmachen», ahd. scaban; dazu and. scauan, mnd. mndl. schaven, ags. Sc(e)afan(Prät. scof, Part. scſelafen, engl. shave, anord. skafa«schaben»(stark), schwed. skafba, dun. skave, got. skaban«die Haare ab- schneideny. Urverw. mit alat. scapres(neben Scabres)«schübig», u. mit Media statt Tenuis scabère«schaben, kratzen?, scabies f.«Schübig- keit, Krätze», scabidus, scaber ckrätzig», gr. cxdmreiv«grabeny, cxondvn f. Grabscheit, Hacke», lit. skaptoti und skapstiti«schaben, schnitzen», skäplas m.«krummes Schnitzmes- sery, ssabus«scharf), abg. skobli m.«Schab- eiseny u. a. b. Zupitza 150. Vgl. Schabe, Schuppe. Davon die imperativische Bildung Schabab: geh ab, damit gut, vorbei, zu Ende(J. Paul kom. Anh. z. Titan 2, 25), mhd. schabab, mnd. schaveaff, insbes. als Abweisung eines Lieb- habers; subst. Schabab, m., als Name des schwarzen(römischen) Korianders, Schwarz- kümmels, nigella, im 16. Jh. in der Zimm. Chron. ² 4, 223, 28, Sebiz Feldb. 53. 4 B L. schäbicht, adj.: krätzig. Bei Luther 3. Mos. 13, 29 schebicht, md. 1470 schebicht. schäbig, adj.: krätzig; verschabt aussehend; geizig. In den 2 ersten Bedd. mhd. schebic. Schabsel, n. (*s, Pl. wie Sg.): Abgeschabtes, 1664 bei Duez Schabsal n. ZUS. Schabkunst, f.: besondre Art des Kupferstichs. Schabzieger, m.(-s, Pl. wie Sg.): mit Steinklee verriebner und ver- mischter Magerkäse(s. Zieger). Schweizerisch. 1575 im Garg. 79 Schabziger.
Schabernack, m.(-s, Pl.-e): schaden- froher, neckischer Streich. 1482 schabernack, 1425 schavernack chöhnender Streich», im 14. Jh. md. schabirnack u. mnd. schavernak Hohn, Spott», aber mhd. schavernac m.«(den Nacken reibender, d. h. bedeckender) grober Winterhut, rauhhaarige Pelzmützey, dann im 14. Jh. als Benennung einer Art starken ital. Weines Sschafernao, schawernack m., zu frühest aber nachweisbar 1200 als Name eines Wein- berggutes ze Shabernakkten(mrhein. Urkunden- buch 2, 380) u. 1226 Scabernach als Beiname eines gewissen Wigandas(Baurs hess. Urk. 1, 69, 95). Unerklärt. Viell. Zss. aus dem Imp. von ahd. scabarön(in irscabaròn«wiederholt reiben, kratzen») u. entweder aus mhd. nac m.«Nacken»(s. d.) od. aus dem Stammwort von necken(s. d.). Anders Idg. Forsch. 4, 92.
schabernacken, v.: schadenfroh necken, md. im 14. Jh. schabernagken eckisch verspotten, mnd. schavernacken.
schäbicht, schäbig, s. schaben.
Schablöne, f.(Pl.-/): Bildmuster, Form- brett. 1783 b. Jacobsson Schablon n. Aus mnd. schampelun«Muster, Modell, nachgebildete Ge- stalt, Vogelscheuche», clev. 1477 scamplioen, ndl. im 16. Jh. schampelioen«Vorbild, Muster, Modell⸗ neben schampioen. Zugrunde liegt frz. échantillon m.«Probe, Mustery, das unter Ein- fluß von mndl. scampen«behauenꝰ u. d. Schaben umgebildet ist.
Schabräcke, f.(Pl.-n): zierende(türk.) Satteldecke. 1678 bei Krämer, 1669 im Simpl. 242 Schaberacke; aus türk. dapralc«seidene golddurchwirkte Satteldecke).
Schabsel, Schabzieger, s. schaben.
Schach, n.(Jels, Pl.-e): der drohende Schachspielzuruf Schach! oder Schach dem Kõnige!; dann das Königsspiel selbst, das durch Vermittlung der romanischen Völker, Araber und Perser aus Indien kam(die Stellung der Figuren sowie deren Verhältnis zueinander ist das Bild einer Schlachtordnung nach altind. Art). Mhd. schäch n. m. drohender Zuruf gegen die Figur des Königs, schachbietender Zug, Kriegsspiel, Kampfs, 1482 der König im Schachspiel», von pers. schäh«Königy, woher span. Taque, jaque, port. aque«Schachlo, frz. échec, ital. scacco m.«Schachspiel», weil der König die Hauptfigur ist, um die sich alles dreht. Mhd. nannte man das Schachspiel u. das Schachbrett schächzabel n., zgs. mit mhd. zabel, ahd. zabal n.«Spielbrett, Brettspiel», von lat. tabula f.«Brett, Tafel»(s. d.), entstellt mhd. Schäfæabel, schächzagel, im 15. Jh. sogar schäfzagel«Schafschwanz»(s. Zagel). Z08. Schachbrett, n. Spielbrett zum Schach, 1587 im Buch der Liebe 42. schachmäatt, adj.: matt im Schachspiele; zum Sterben matt(1573 in Luthers Tischreden 207 b schachtmatt). Mhd. 1337 schächmat als Entbietung gegen den König im Schachspiele, wenn dieser zuglos u. damit überwunden ist, auch mhd. schäch unde mat. Aus arab.-pers. Schäh mät der König ist ge- storben(tot)», woher auch ital. scacco matto, frz. échec et mat, span. jague mate, jaqui- male. S. matt. Schachspiel, n.: Königs- spiel(1536 Schachspil bei Maßmann Gesch. d. Schachsp. 146, dafür mhd. schächzabelspil); Spielbrett mit den zugehörigen Figuren(1656 bei Olearius pers. Reis. 293 b).
Schachen, m.(s, Pl. wieSg.): einzelstehen-
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