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f., im 15. Jh. settigung f. sattsam, adj.: hinläng- lich, reichlich, eig. sattmachend, ausreichend, seit dem 17. Jh.(P. Fleming 271), bei Luther satsam cüppig, übermütigs, eig.«wohlgenährts, ebenso mnd.-mndl. sassam. ZDS. sattrot, adj.: dunkelrot, mhd. satrõt, ebenso mhd. sat- blä dunkelblau», ahd. satcrä dunkelgrau».
Satte, f.(Pl.-n): Napf für Milch zum An- satze des Rahms. Bei Voß Id. 4, 21, aus nd. satte, sette f. Spätahd. begegnet satta, satte, seta f.«(Rohr-) Korb, Speisekorb» neben glbd. ahd. satala, satila f., aus biblisch-lat. satum, biblisch-gr. cdrov n.«ein bestimmtes Trocken- frucht- u. Mehlmaßs, viell. vom glbd. aram. 5G ⁶ f. Daß das nd. Wort mit dem ahd. zusammen- hängt, wird bezweifelt, doch ist Abl. unsres S. von nd. setten«setzen» nicht einwandfrei.
1Sattel, m.(‧I, Pl. Sättel): Ledersitz zum Reiten;(bildl.) flache Vertiefung zwischen zwei Bergen(bei Goethe 19, 254), die Scheidewand in der welschen Nuß(1741 bei Frisch). In der 1. Bed. mhd. satel m.(Pl.-e, setele), md. sadel, ahd. Ssatul, satal, satil m.; dazu mndl. sadel, ndl. zadel, ags. sadol, engl. saddle, anord. Sõdall m., schwed.-dän. sadel. Urverw. mit glbd. abg. sedlo n.(mit Ablaut). Idg. Grdf. sedtlo-,*sodtlo- mit Schwund des d zur Wz. sed«sitzen». Vgl. Sessel u. siedeln. Vgl. Btr. 26, 307. 4BL. sat- teln, v., mhd. satel(e)n, ahd. satalôn; dazu mnd. sadelen, ags. sadolian, anord. sõödla. Sattler, m.(-S, Pl. wie Sg.): Sattelmacher, mhd. sateler, seteler, ahd. satilari, and. saduleri, mnd. sadeler, sedeler m. ZUS. Sattelbogen, m.: die zwei gekrümmten Hölzer, die das Gerippe des Reit- sattels bilden, mhd. satelboge, ahd. satelbogo m.; dazu ags. sadolboga m., anord. s5dulbogi m. sat- telfest, adj., 1739 bei Mattheson vollk. Kapell- meister 215. Sattelhof, s. Sedelhof. Sattel- knopf, m.: Erhöhung in der Mitte des vor- dern Sattelbogens, 1644 bei Duez 158. Sattel- pferd, n.: das links der Deichsel eingespannte Pferd, worauf der Fahrer event. reitet, 1741 bei Frisch, spätmhd. im 15. Jh. satelpfert«Saum- roß, Reitpferd, ahd. satulros m.«Reitpferdꝰ. 2Sattel, f.(Pl.-n): längliches Ackerbeet.
Noch hess.-thür. Luxemb. sadal f. die Breite, die der Sämann beim Säen mit der Hand er- reichty. Mhd. sötele m. n. cein bestimmtes Ackermaß», ahd. sätala f. Nach DW. entl. aus lat. satellum, Dim. zu satum, Ntr. des Part. Perf. Pass. von serere«säen».
Sattheit, sättigen usw., s. satt.
Saturei, f.(Pl.-en): die Gewürzpflanze satureja, Bohnenkraut. 1518 bei Diefenbach
gl. 514 b saturey, im 14. Jh. saturian(ebd.). mhd. satenje f., aus lat. saturéja f.
Satyr, m.(-TSI, Pl.-n): geiler Feld-, Wald- gott mit Ziegenfüßen u. kurzen Hörnern(1678 b. Krämer); geiler Mensch(1777 b. Adelung). In 1. Bed. aus gr.-lat. Satgrus, gr. Ldrupoc m.
Satz, m.(-es, Pl. Sätze): der in Worten aus- gedrückte(gesetzte) Gedanke; als Pfand, im Spiel usw. Eingesetztes; gröbres Sichnieder- setzendes(auch in Kaffee-, Bodens.); als Preis Festgesetztes; Sprung auf einen andern Fleck. Mhd. sa()æ m. Ort wo etw. sitzt oder liegt, Art u. Weise wie etw. sitzt od. liegt, Stellung, Lage, in Worten zusammengefaßter Ausspruch, Pfandgut, gesetzliche Bestimmung, Bündnis, Waffenstillstand, Besetzung, festgesetzter Preis, Vorsatz, Entschluß, Sprungs. Von sitzen(s. d.).
Satzung, f.(Pl.-en): Festgesetztes, ge- setzliche Bestimmung. Mhd. satzunge f., auch «Festsetzung, Vertrag, Testament, Taxierung, Verhaftung, Verpfändung, Pfand; dazu mnd. sattunge, sattinge f. Von setzen(s. d.).
Sau, f.(Pl. Säue, seit dem 18. Jh. auch[bes. weidm.] Sauen): weibliches Schwein; über- haupt erwachsnes Schwein; schmutzige Per- son(1552 bei Franck Sprichw. 244²); Klecks, Tintenklecks(1777 bei Adelung); Fehler(1544 bei Liliencron 4, 242, 55); das As im Karten- spiel(bei Fischart 2, 253, 451 KzZ., noch bayr.- wetterau. benannt nach dem Schellenas, das im 16. u. 17. Jh. das Bild einer S. zeigte; da- nach studentisch, Glück(1813 bei Kluge Stu- dentenspr., Hauff Memoiren des Satan Kap. 6). In urspr. Bed. mhd.-ahd.„ũ f.(Pl. mhd. Siναννε, ahd. sa); dazu and. s5, suga, mnd. S, soge, mndl. soegh, seughe, nndl. 209, zeug, ags. Sü, sugu, engl. sονο, anord. syr f., schwed. 50, sugga, dän. S0, Sugge,«Mutterschwein». Urverw. mit lat. 358 m. f., gr.(oc m. f.«Schwein»(s. d.), kymr. hoch, korn. hoch, air. socc, nir. suig, alb. Hi, aw. hä- m. Eber, aind. sũ-karäãs m.«Eber, Schwein». Die Formen mit g weisen eine mit Gutturalabgeleitete Form auf. 4 B L. sauen, v.: Ferkel gebären(1691 b. Stieler). Saueréi, f.: schmutzige, unflätige Handlung, 1669 im Simpl. 82, Sduerey 1656 bei Olearius pers. Reis. 299 b. säuisch, adj. höchst unreinlich oder unflätig, um 1426 bei Wittenweiler Ring 30°, 19 Seu- wisch. ZUS. Saubohne, f.: die Viehfutter- pflanze vicia faba(1716 b. Ludwig); das Bilsen- kraut hyoscyamus niger(1546 bei Bock 50 b Sauwbonen); die Pflanze portulaca oleracea(1678 bei Krämer Säubohne). Saudistel, f.: die Pflanze sonchus oleraceus, spätmhd., mnd. 50-


