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Sand 646
bes. der Kampfplatz,, ahd.-asächs. sämo m. Zu sãen(s. d.). Urverw. mit lat. somen n. ⸗Same», abg. semèe n.«Same», lit. Pl. sémens u. sémenis Saat, Leinsaats,(mit andrem Ableitungssuffix) air. gil u. lit. Seéklã f. Samen. 4BL. Sämeréi, f.(Pl.-en), 1777 bei Adelung.
sämig, adj.: dickflüssig. Wohl ndd. Neben- form zu seimig.
sämisch, adj. weich(von Leder). 1420 semiνß leder(Diefenbach gl. 151), im Liber ord. rer. 1429 S(ch)emisch, zu Anfang des 15. Jh. sämisch, sonst in demselben Jh. sgœmisch, semf, ein fremd hergekommnes Wort, wahrscheinl. aus tschech. zãmis, poln. zam()sz m., russ. zamsa f.«Sa- mischleder»(viell. von türk. semiz cfett»), wo- her auch engl. shamois u. shamm/«Sämisch- ledery. ZUS. Sämischgerber, m., 1777 bei Adelung, dafür 1495 in der Kölner Gemma A7² seemsmecher, 1508 in der Straßb. Gemma a 7² seemsch lederer.
sammeln, v.: einzeln zusammenbringen. Mhd. im 14. Jh. samelen, mit! aus n für mhd. sam(e)nen, samen, ahd. samanõn; dazu asächs. samnon, mnd. samelen neben sam(m)en, ndl. zamelen, afrs. somnia, ags. sammian, anord. samna sammeln». Vom ahd.-asächs. Adv. saman, mhd. samen, got. samana«zugleich, zu- sammen⸗(s. d.), urverw. mit aind. samand«zu- sammen?, zu dem Demonstrativpronomen ahd. samo, got. sama cderselbe, der nämliche»(s. Ssam). 4BL. Sammler, m., 1519 sämler m. (Schmeller ²2, 276). Sammlung, f., im 14. Jh. samblung«Konvent», im 15. Jh. samlunge, aus mhd. sam(e)munge, ahd. samanunga f., zunächst Versammlung»; dazu asächs. samnunga, ags. samnung f. Versammlung. ZUS. Sammel- sürium, n.: wertloses Gemengsel, buntes Durcheinander, Mischmasch, 1652 bei Laurem- berg 3, 268. Scherzhafte lat. Bildung aus nd. sammelsur Gemengsel»(1755 bei Richey), im Brem. Wb. 1770 Sammelsurium zein ekelhaftes Gemüse von verschiednen Sachen, sonderlich von Speisens, eig. wohl«saures Gericht von aufgesammelten Speiserestenv.
Sam(me)t, m.(-els, Pl.-e): feinhaariges
weiches Seidenzeug. Mhd. samit, semit, samät
m., aus afrz.-prov. samit m., ital. samita f., sciamito m., mlat. samitum, examitum n., von byzant.&Edurroc, Edunroc m., eig. ssechsfädiger Stoffy, gr. EE«sechsy und uiroc m.«Fadeny. 4BL. sam(me)ten, adj., im 16. Jh. sam(m)atin (Limm. Chron.). Samstag, m.(s, Pl.-e): d. siebente Wochen- tag, Somnabend. Obd. u. rhein. Mhd. samez-,
sam(p)ztac, im 14. Jh. auch sam(e)stag, ahd. sambagtac, bei Notker samiztag m., aus einer nasalierten Nebenform von Sabbat(s. d.), die auch in glbd. rumän. sammbtã, lad. sonda, magyar. szombat, abg. sqbota vorliegt(vgl. KZ. 33, 366), wahrscheinlich durch gotische Ver- mittlung. Dafür westfl.-ostfrs. Satertag, mnd. sater(s)dach, afrs. saterdei, mndl. saterdagh, nndl. zaterdag, ags. Sætern-, Sœternes-, Sœter- dœg, engl. Saturday, nach lat. Saturni dies«der dem Gott Saturnus geweihte Wochentags. samt, adv.: in eins genommen, in s. und sonders; dann Präp. mit Dat.: zusammen mit. Mhd. sament, sam(e)t, ahd. samant, samit Adv. und Präp.; dazu im Adv. asächs. samad, ags. samod, got. samap«zusammen, zugleich», von dem Pronomen ahd. samo(s.-sam). 4BL. sämtlich, adj., bei Luther semptlich, 1664 bei Duez samptlich, 1678 b. Krämer sämtlich, mhd. samentlich, im Adv. samentliche n), noch älter- nhd. samentlich, z. B. bei Schupp. 726 u. 729. Samt, s. Sammet. Samum, bayr. auch Samun, m.(*): heißer afrikanischer Wind. Vonarab. samum«Giftwindo. Sanatörium, n.(-e, Pl.-rien): Heilanstalt. Junge Bildung von lat. sandre cheilen?. Sand, m.(-els): kleinkörnige Kieselerde. Mhd. ahd. sant m. n.(Gen. mhd.-des, ahd.-tes), auch«Strand, Ufer, Sandfläche, Kampfplatz»; noch obd. Ntr.; dazu asächs. Sand m., afrs. Sond, ndl. zand, ags. sand n., engl.-schwed.-dän. sand, anord. sandy m. Daneben bayr. tirol. Samp «Sand», mhd. sampt, sambt. Urverw. mit gr. )dοοc f.«Sand». Vgl. KZ. 32, 362. 4BL. sanden, sandeln, v.: mit Sand bestreuen, 1691 b. Stieler sanden, b. Uhland 92(Fischer) sandeln, ndl. 2anden. sandig, adj., mhd. sandic. ZUS. Sandbank, f.: Untiefe od. flache Insel aus Sand, 1678 bei Krämer. Sandbüchse, f., 1673 bei Weise Erzn. 147;(übertragen) san- diges Land. Sandhase, m.: auf Sandboden lebender Hase(1599 bei Colerus Hausb. B. 14, Kap. 11);aussandigerGegend gebürtiger Mensch (bei H. Sachs 17,399); Wurf beim Kegeln neben das Wurkbrett in die Sandbahn(bei Campe 1810). Sandhose, f.: kegelförmig wirbelnde Sandsäule. Neure Nachbildung zu Wasserhose (s. d.). Sandkorn, n., 1664 bei Duez, ags. sandcorn. Sandmann, m.: umherfahrender Sandverkäufer;(bildlich) das Blinzeln der mü- den Augen bei Kindern, als ob Sand darin wäre.
1777 bei Adelung. Sandstein, m.: Gestein aus
Sand- u. Quarzkörnern, spätmhd. santstein m. Sanduhr, f., 1678 b. Krämer. Sandwebe, f.: 41*


