Teil eines Werkes 
2. Band (1910) L bis Z
Entstehung
Seite
637-638
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637 Safran

Saite 638

zaffar), wohl zu arab. äãgfar(fem. ãfrd)«gelb⸗ gehörig. Benannt nach der grauen, zuweilen gelb angelaufnen Farbe.

Safran, m.(*s, Pl.-e): das Zwiebelgewächs crocus, sowie dessen getrocknete faserige Blü- tennarben als Handelsartikel. Mhd. sa()frän m. in der letzten Bed. UÜberkommen durch den Handel wie frz. safran, ital. zafferano m. aus glbd. arab. za farän. S. Krolcus.

Saft, m.(Lels, Pl. Säfte): in einem Körper entwickelte Flüssigkeit; dick gekochte Flüssig- keit. Mhd. saf(Gen. saffes), im 14. Jh. saf n., ahd. saf, saph n.«innere Flüssigkeit der Pflan- zen u. Pflanzenfrüchte, die die Saftgefäße ent- haltende innere Rindey, im Mhd. auch von Blut u. Tränen; dazu mnd.-mndl. sap n., ags. scp n., engl. sap, anord. saft m., schwed. sa n. und (entl.) saft m., dän. saft. Die ahd. Bed. des Wortes macht es unmöglich, Entl. aus lat. sapa f.«Mostsaft, dick eingekochter Mosty, anzu- nehmen. Eher urverw. damit. Viell. auch dazu das aind. sabar-«Milch, Saft, Nektar⸗. Vgl. Walde. 4BL. saftig, adj., mhd. im 14. Jh. saffec, saffic, seffic und saftic, mnd. sapech. Die Bed. derb, zotig» bei Lessing 3, 119, wie nd. sappig«kotig, dreckigy.

Sage, f.(Pl.-/): Aussage; Weitererzählung von Mund zu Mund; im Volk entstandne er- dichtete od. durch Erdichtung ausgeschmückte Erzäühlung wovon. Mhd. sag(e), ahd. saga f. in den beiden ersten Bedd., im Mhd. auch im Sinne von mœre, ãventiure, in den Fastnachtsp. des 15. Jh. 1168 Spruchy; dazu mnd. sage f. Rede, Ausspruch, Verhandlung, Urteil, mndl. saghe f.«Erzählung, Geschichtey, afrs. sage f. Aussage, Spruch, ags. sagu f.«Aussage, Vor- trag, Erzählungy, engl. sauν αpruch, Sprich- wort», anord. saga f.«mündlicher Vortrag, Er- zühlung, Bericht, Angabe, Begebenheits, dän.- schwed. saga(aus dem Anord.). Von sagen (§. d.). Entspr. lit. pãsaka f.«Fabel, Erzählungy.

Säge, f.(Pl.-n): durchaus gezahntes Schneidewerkzeug. Bei Luther Seg(h)e, 1561 bei Maaler Säge, mhd. sege, sage, ahd. saga, sega f., noch in obd. u. nd. Ma. Sage) f.; dazu mnd. sage, mndl. saeghe, nndl. zaag, ags. saga f., engl. sau, anord. sôg f., schwed. säg m., dän. sav. Wie Sech, Sense(s. d.) u. ags. secg f. cSchwerts zu lat. secãre«schneiden», seciris f., sacéna f. Beil, abg. selcyra f.«Hackey, secuνν n.«Axt», Sεαα, Sesti«schneiden», lit. issekti csculperey. Vgl. Walde. Vgl. auch Messer. ZUS. Sägefisch, m., 1664 bei Duez Seegfisch, 1563 in Forers Fischb. 101 2 Meersäge f. Süge-

mehl, n., 1508 in der Straßburg. Gemma z 2 seegmel, ndrhein. 1495 in der Kölner Gemma U 6°saghemeel. Sägemühle, f., spätmhd. im 14. Jh. seg-, sagmül. Sägespan, m.(-s, Pl. Späne), im 15. Jh. bei Tucher Baumeist. 95, 22.

sagen, v.: durch Sprachtöne oder Wörter zu erkennen geben. Mhd. sagen, md. auch segen, sein, ahd. sagén u. sagjan, segjan; dazu asächs. seggjan, mnd. seg(g)en, ndl. zeggen, afrs. sega, sedza, ags. secgan, engl. say, anord. segja, schwed. säga, dän. sige. Urverw. mit lit. sakiti csagen), alat. insece Imp.«erzähle», insexit cer hat erzählt», insectio f.«Erzählung», gr. im Aor. Imp. écwere«sagtꝰ, évicwev«er sagtes, air. sa(i)gim æich sage».

sägen, v.: mit der Säge schneiden. Mhd. segen, sagen, ahd. sagn, segön, noch in obd. u. nd. Ma. sagen, dazu mnd. sagen, mndl. saeghen. Von Säge(s. d.).

Sago, m.(-S): eßbare Palmmarkgraupe. 1773 bei Amaranthes. Aus malaiisch sägu.

Sahne, f.(Pl.-n): Milchrahm. Md. u. nd. 1598 bei Colerus Hausb. 2, H Sehne f., in der Ausgabe von 1611 4, 224 Sahn m., 1664

bei Duez u. 1660 bei Corvinus fons Lat. 1, 179

Saane, nd. im 15. Jh. san(e)(Diefenbach gl. 404 b. 511 b); dazu mndl. saen, saene. Viell. urverw. mit aind. s(ã)nu- n. m.«Oberstes eines Dinges, Oberfläche der Somaseihe. Vgl. öst. Obers. Anders Btr. 16, 564. S. Senne, Flott, Rahm, Schmant.

Saibling, s. unter 1Salm.

Saisön(spr. sãa), f.(Pl.-s):(richtige) Jahreszeit; geeignete Zeit für Geschäfte, Frem- denverkehr. Aus glbd. frz. saison f. von lat. satio f. sdas Säen?. 1703 bei Wächtler.

Saite, f.(Pl.-n): gesponnener Darm; Me- tallfaden. Bei Luther Seite, mhd. seite f., im 14. Jh. auch saite mit obd., ahd. seita f. neben mhd. seite m., ahd. seito m.«Strick, Fessel, Ton- faden eines Tonwerkzeugs»; dazu mnd. seide f. «Saiten, ags. Sdda m.«Strick⸗. Urverw. mit lit. siétas m.«Strick zum Anbinden des Viehso, abg. se*ν f. Strick, Fangstrick», fraglich ob mit lat. saeta f. Borste?. Gleichen Stammes wie Seil, Siele(s. d.) u. asächs. Simo m.«Strick, Fessely, afrs. sim, ags. sima m., anord. Sumi m. und sima n.«Strick, Seil», thür. Seime f., Seim m. Leiney. RA. Andere Saiten aufzichen, aus der Musik. 4. Saitling, m.: getrockne- ter Darm. Bayr.-öst. Nachweis von 1776 bei Schmeller. ZUS. Saitenspiel, n.: Saitenin- strument, Musik auf Saiteninstrumenten. Mhd. seit e)-, seitenspil, mnd. seidenspil n.