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ziehen des Flachses. Spätmhd. ri††)el, aber ahd. ri(f)fila f.«Säüge, Rechenv»; dazu mnd. repel f., ndl. repel m., engl. ripple«Flachs- riffely. Abgeleitet von reffen(s. d.) Davon riffeln, v.: durch die Riffel ziehen, durch- hecheln, mhd. ri(f)feln«auszacken, durch den Reffkamm ziehen», 1557 b. Agricola Bergw. 11 Flachs rüfflen, ahd. ri†)filön sägen», dazu mnd. repelen checheln⸗. Vgl. Rüffel, rüffeln. Rigöle, f.(Pl.-n): Rinne, Furche, Graben. 1575 im Garg. 157 riole, aus glbd. nd. riole, mndl. rioole, von frz. rigole f.«Rinne, Kanals, unklarer Herkunft. 4 BL. rigölen, v.: fur- chenweise tief aus- u. umgraben od. umpflügen. 1731 bei Zincke öcon. Lex. reolen, aus glbd. nd. riolen, mndl. rioolen, frz. rigoler, unter Ein- wirkung der franz. Schreibung. Rigorismus, m.: übertriebene Strenge, Starrheit. 1813 b. Campe. Nach glbd. frz. rigo- risme m.(von lat. rigor m.«Steifheit, Härte») latinisiert. Rigorist, m.(en, Pl.-en): streng Denkender. Bei Kant. rigorös(öst. nur so), rigoröõs, adj.: sehr streng. 1703 bei Wächtler rigorõs, aus glbd. fr. rigoreuæ von lat. rigorõsus. Rigorösum, n.(-s, Pl.[öst.]J-Sen,(sonst auch] sa): strenge Prüfung, bes. Doktorprüfung. Das subst. Ntr. des lat. adj. rigorösus(s. o.). Rikämbio, m.(-s, Pl.-s): Rückwechsel. 1728 bei Sperander. Aus ital. ricambio m. Rückwechsel, Vergeltungy von ricambiare «vergelten?. Rike, Frauenname, gekürzt aus Friederike, dem romanischen Fem. von Friedrich(s. d.). Rille, f.(Pl.-n): kleine Rinne, Spalte. 1743 bei Brockes 7, 277. Aus nd. ri²le. Dazu ndl. ril, woraus engl. rill«kleiner Bachy. Entl. auch dän. rille. Viell. dazu mit Ablaut hess. Ralle f.«Furche», Herkunft unsicher. Schwer- lich aus*rinle, mhd. rinnelin«Bächlein). Rimésse, f.(Pl.-n): Geld-, Wechselsen- dung, Geld-, Wechselzahlung. 1712 bei Hübner Rimessa f., kaufmänn. aus glbd. ital. rimessa f., eig.«LZurücksendung», dem subst. F. von ital. rimesso, Part. Prät. von rimettere«wieder hin- bringen», dann Geld durch Wechsel über- machen?, lat. remittére(s. remittieren). Rind, n.(els, Pl.-er): Tier des Geschlechts lat. bos; im engern Sinne die einjährige Kuh u. der junge Ochse. Mhd. rint n.(Pl. rinl, rinder), ahd.(h)rind n.(Pl.(h)rindir); dazu and. hrith n. u. Errind n., ndrhein. 1420 rünt (Diefenbach gl. 79 b), mnd. rind, rund, rond n., mndl. rind, rund, afrs. hrither, hrider, rither, reder n., ags. eridker, argder n., mengl. rother
cRind». Ein nicht klares, aber wegen des Ab- lauts altes Wort. Viell. zum Stamm von Horn (8. d.), urgerm. hrenpa-«das Gehörnte, Horn- vieh». Apreuf. klente«Kuh» bleibt wegen des l besser fern. Vgl. noch KZ. 40, 431. 4L. rindern, adj., mhd. rinderin, ahd. rindirin. rindern, v.:(von Kühen) nach dem Stier verlangen, 1716 bei Ludwig. ZUs. Rinder- braten,(bayr. nur) Rindsbraten, m., erst- res im 16. Jh., letztres im 18. Jh. Rinder- hirt, m., frühmhd. rindirhirte, ags. hryder- hyrde m. Rinderpest, f.: bösartige Krank- heit des Rindviehs. Rindfleisch, n., mhd. rintvleisch n. Rindvieh, n., 1483 ryntfieh (Mone Anz. 7, 300).
Rinde, f.(Pl.-/): die äußre Hülle des Baumstamms; über Weichem entstandne feste Bedeckung. Mhd. rinde, rinte, ahd. rinta, rinda f.(auch von der Brotkruste); dazu and. rinda f. cRinde, Bast, hartes Holzy, mnd. rinde f., ags. rind m., engl. rind«Rinden, und im Ablaut hess. Eange d. i. Runde«verharschte Wundes, basler. runde«Käserinde». Gleichen Stammes wie Rand u. Ranft(s. d.). 4BL. rindig, adj., 1741 bei Frisch, ryndecht 1512 bei Keisérsberg christl. Bilgersch. 42².
Ring, m.(es, Pl.-e): kreisförmig Gestalte- tes; geschloßne kaufmännische od. industrielle Interessengruppe behufs eigennütziger Aus- beutung d. Marktes(in d. 70 er Jahren d. 19. Jh. aus Amerika überkommen, vgl. Ladendorf). Mhd. rinc, ahd.(h)ring m.; dazu asächs.-ags. nring, mnd. rink, engl. ring, anord. hringr m. Kreis, Umfang, Ding in Kreisgestalt, z. B. als Schmuck» usw. Urverw. mit abg. Kragu m. Kreiss, kraglä«rund», umbr. cringatro æcin- gulum»(s. Walde unter clingo). Aus germ. nring entl. finn. renges, in der Bed.«kreisförmige Versammlungy ital. aringo m.«Rednerplatz», aringa f.«offentliche Redes, aringare cöffentlich redenꝰ»,(a)ringhiera f.«Rednerstuhlꝰ, frz. ha- rangue f.«õffentliche Rede?, haranguer«feier- lich anreden»(vgl. auch Rang). Der Gen. Sg. als Adv. rings, b. Luther. ZUS. Ringfinger, m.: der vierte od. Goldfinger, von dem nach altem Glauben besondre Adern unmittelbarzum Herzen gehen, deshalb mit dem Trauring be- steckt, 1536 bei Alberus Buch v. d. Ehe G 1a. Ebenso ags. hringfingerm. Ringmauer, f.: die rings umschließende Mauer, mhd. rinemhre f.
Ringel, m.(, Pl. wie Sg.): kreisförmig Gewundnes. Verkleinerungswort zu Ring(s. d.). Als M. 1746 b. Döbel Jäger-Pract. 1, 52 a. Mhd. ringel n. ckleiner Rings, aber mhd. ringel e) f.


