Teil eines Werkes 
2. Band (1910) L bis Z
Entstehung
Seite
577-578
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577 Resultat

Reuße 578

thumsbuch a 2 5b restazwriren(Kirche), 1531 bei Hedio Josephus a2(Tempel); erfrischen(1834 bei Petri).

Resultät, n.(-Lels, Pl.-é): Erfolg, Er- gebnis. Im 17. Jh. aus glbd. frz. réseltat m., von kirchl.-lat. resaltatum, dem Ntr. des Part. Perf. Pass. von resultäãre«zurückspringen», im Mlat. auch«entspringen, entstehen.

Resumé(öst. nur so), Resümée(bayr. nur so), n.(⁷s, Pl. s): Zusammenfassung, Übersicht. Noch nicht 1834 bei Petri. Das glbd. frz. résumé m., Part. Pass. von résumer czusammenfassen»(aus lat. resſmere«wieder- nehmen),(lat. re-«wieder, sãmere). Daher resümieren, öst. resumieren: zusammen- fassen. 1728 bei Sperander.

Retirãde, f.(Pl.-/): Rückzug; Abort. In 1. Bed. 1616 bei Wallhausen Kriegsk. zu Pferd 72 Retrade, 1617 im Teutschen Michel 9 Retirada. In 2. Bed. 1777 bei Adelung, 1728 bei Sperander«in vornehmen HAàusern ein Zimmer, da man allein sein kann. Aus frz. retirade, ital. ritirata f.«Rückzug, Zufluchts- orte. retirieren, v.: zurückziehen, 1617 bei Wallhausen Corp. mil. 196 u. im Teutschen Michel 40, aus glbd. frz. retirer, ital. ritirare, von frz. tirer, ital. tirare«ziehen».

Retörte, f.(Pl.-n): krummhalsige Kolben- flasche. Im 16. Jh. aus glbd. frz. retorte f., span. retorta f., dem subst. F. von lat. retortas, dem Part. Perf. Pass. von lat. retorguére«zurück- drehen,-wenden»(re- urück», torguére «drehen).

retõur(spr. retũr), adv.: zurück. Vielfach in den Ma., aber erst aus den Zss. entnommen. Frz. retour m.«Rückkehr»(von retourner«zu- rückkehren»). Schon 1703 bei Wächtler. Z0S. Retöurbillet, n.: Rückfahrkarte. Erst mit dem Eisenbahnwesen aufgekommen. Retõur- kutsche, f.: zurückfahrender Wagen; Er- widerung gleicher Art ohne neuen Inhalt. Bei G. Keller.

retten, v.: einem Ubel entziehen. Mhd. retten(Prät. ratte, Part. gerettet, gerat), ahd. rettan(Prãt. retita) centreißen, entziehen, be- freien; dazu mnd.-ndl. redden, afrs. hredda, ags. hreddan, engl. rid. Entl. schwed. räclda, dän. redde. Urverw. mit aind. Srathäjdmi cich löse los⸗(Btr. 10, 443). 4BL. Retter, m., mhd. rettœre m. Rettung, f., mhd. rettunge, md. redunge, mnd. reddinge, ags. hredding f. Schlagwort 1754 durch Lessing. Vgl. Ladend.

Rettich, m.(-fels, Pl.-e): die Pflanze raphanus, bes. die Wurzel. Die im 18. u. 19. Jh.

Weigand, Deutsches Wörterbuch. 5. Aufl. II. Bd.

übliche Schreibung Rettig schon bei Duez 1642 u. Krämer 1678; dagegen bei Schottel, Stieler, Steinbach, Adelung Rettich. Mhd. retich, rätich, ahd. rati(c)h, retich, urspr. wohl mit ã(wie ahd. merraatich zeigt); dazu mnd. redich, redik, mndl. reddigh, reddick, ags. raædic m. Entl. aus lat. rädiæ f.(Gen.-cis)«Wurzel», dann cRettich, Radieschen».

Retüsche, f.: Überarbeitung, z. B. einer Photographie. 1834 bei Petri. Das glbd. frz. retouche f. von retoucher«wieder berühren», woraus retuschieren, v., 1801 bei Campe.

Reue, f.: Leid über Getanes. Mhd. riuzoe, md. rã³ οοe, rouawe f. u. riuwe m.(noch schwäb.- schweiz. Reuen m.), ahd.(h)riuzoa, riuaot f. Betrübnis, Schmerz, Trauer, Bekümmernis, Reue»; dazu mnd. rũwe, rouswe f. u. rüeven m., ags. hréoον f. Dazu reuen, v.(unpers. es reut mich): über Getanes mit dem Wunsche, daß es nicht sein möge, Betrübnis empfinden. Mit schwacher Flexion mhd. riuwen, md. rüwwen, ahd.(h)riuewon u. riuaén cbeklagen, bereuen»; von dem starkflekt. unpers. mhd. riuaven(Prät. rou, Pl. ruwen, Part. geruiwen, gerouwen, ge- riuwen, daher noch im 16. Jh. gereawen, ge- rowen, gerauwen), md.(w)en, rouawen, ahd. (h)riuwan(Prät.[hlrau, Pl. ruaun), asächs. hreuwan(Prät. hrau)«beklagen, schmerzlich sein», ags. hréowan(Prät. hréao)«Schmerz od. Reue empfinden⸗; dazu anord. ryggua, hryggja sbetrübt machen, nebst kryggr«traurigo. Viell. zu der Wz., die in gr. pobeiv«schlagem steckt. 4B E. reuig, adj., mhd. riuawec, riuwic, md. rawec, rüic, ahd. riuag, riuwig; dazu asächs. hriuꝛwi(g), ags. hréowig. ZUS. Reugeld, n.: Entschädigungsgeld beim Rücktritt von einem Vertrag, 1741 bei Frisch. Reukauf, m.: Reu- geld, spätmhd. riuaekouf m. reumütig, adj., 1641 bei Schottel 356 reromäötig.

Reuniön(spr. re-ünjo), f.(Pl.-en): Wie- dervereinigung; Gesellschaft. Das glbd. frz. réunion f.(-«wiedery u. union f., lat. nio «Vereinigung» zu känas cein»). In 2. Bed. erst spät im 19. Jh.

Reuse, f.(Pl.-n): geflochtner Behälter zum Fisch- u. Krebsfange. Mhd. riuse f.(im 14. u. 15. Jh. rãuνse, reuse) mit den Nebenformen riusche, riunsche, reische, rauzze, md. rãse, ahd. rs(s)a, riusa f., mnd. ruse f., urspr. viell. «Rohrgeflecht zum Fischfang» u. dann zu Rohr.

Reuße, m.(-n, Pl.-n): der Russe. Mhd. Riuze neben Räz(e) m.(s. Russe), aus dessen Dat. Plur. mhd. ze Riuzen der Landesname Reußen(Rußland) hervorging. Der Beiname

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