rennen
rennen, v.(Prät. rannte, Konj. rennlelte, im 1. Semester.
Part. gerannt, unüblich gerenn): sich heftig
repetieren
In 1. Bed. 1813 bei Campe. Das glbd. frz. renonce f. von renoncer«ver-
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fortbewegen machen; eiligst reiten od. laufen. zichten»(lat. renuntidre cabsagen?, re zu- Mhd. rennen(Prät. rante, rande, Part. gerant, rück», nuntiãre«melden»).
gerennet), ahd. rennan(Prät. randa, Part.
girant, girennit)«xinnen machen, schnell laufen Aus lat. renovãre(re-«wiedery, novãre cneu
machenꝰ, bes. das Pferd, daher«schnell reiten, sprengen, jagen», im Mhd. auch«kämpfend anreiten»; dazu and. rennian, mnd. rennen, ronnen, mndl. rennen, anord. renna(Prät. rendi) «laufen machen, laufen», schwed. ränna, dän. rende, got. rannjan in errannjan 6(die Sonne) aufgehen machen. Faktitiv zu rinnen(s. d.). 4B2. Renner, m.: Renn-, Laufpferd, mhd. renncere,
renner m. eSpringhengst, Beschäler»(Mone Anz. 7, 593:438) im 15. Jh.«Rennpferdv. Renn- bahn, f: Platz für das Wettrennen. 1741 bei Frisch. Prüher« Turnierplatz», im 17. Jh. bei Weckerlin. Rennpferd, n., im 18. Jh. Renn- wolf, m.: Art Tretschlitten. In neuster Zeit.
Rennsteig, m.: Grenzweg, bes. der auf dem Kamm des Thüringer Waldes. Umge-
staltet aus Rainsteig, also zgs. mit Rain«Grenzey. f., 1777 bei Adelung Renteney f. Rentiér
Renntier, n.: die in den Nordpolarlün- dern lebende Hirschgattung cervus tarandus mit schaufelförmigem Geweih. Noch 1675 in Scheffers Lappland 315 fl. Reenthier, 1664 bei
Duez Reen, Rennthier, 1711 b. Rädlein Renthier, Rentner,
Reingerthier, 1561 bei Maaler Rein, Reiner, Rainger, Renschieron, rangifer vel raingus, 1558 bei Eber u. Peucer Vocabula D 7 5 Reen, Reener m., aus dem Skandinav. entl.; dazu ndl. 1598 recn, reyn, reyner, nndl. rendier, engl. reincdleer, ags.(9. Jh.) hräãn m., anord. hreinn m. u. NreindyYjri n., schwed.-dän. ren. Herkunft unsicher. Jedenfalls nicht zu rennen. Falk- Torp vergleichen gr. xpréc m.«Widder.
Renommäge(spr.-azc): Prahlerei. In der Studentensprache des 18. Jh. gebildet, wie Blamage, Poussage usw., vgl. Kluge Stud. 118. Renommée, n.(-s):(guter) Ruf, Leumund. Das frz. renomée f., von renommer(s. u.). 1664 bei Rachel 8, 322 F.
renommieren, v.: den Raufbold spielen; überschwänglich großtun. Studentisch 1813, bei Goethe 14, 292. Aus frz. renommer« einen Namen berühmt machen», zgs. aus reu. nommer, lat. aomindre«nenneny, renommiret 1710 bei Nehring. Renommist, m.(en, Pl.-en): Rauf- bold, Prahlhans. 1703 b. Wächtler Nenommiste.
Renönce(Spr. renc), f.(Pl.-n): Fehlen
einer Farbe beim Kartenspiel; Korpsstudent
renner m. Reitknecht, reitender Bote», dann«Vielbeschäftigter», im 11.— 12. Jh.
Sper ander Rentirer,
bei Schweinichen 1, 161. 1663 bei Schuppius 27.
renovieren, v.: erneuern, neu herstellen. 1571 bei Rot u. 1588 bei Ringwaldt Eckart 2 ⁰b.
machen»). Dazu Renovatiön, f.: Erneurung. Das glbd. frz. rénovalion f., lat. renovãtio f. 1728 bei Sperander.
Rente, f.(Pl.-n): regelmäbiges Einkom- men von Grundstücken, Kapitalien usw. Mhd. rent(e) f.«Einkünfte, Drtrag, dann Vorteil, Gewinn, geordneter Zustand', schon ahd. rentõn
cauf., ber Lählen, Rechenschaft gebeny; dazu mnd. ndll rente f. Aus frz. rente, mlat. renda, renta, ital. rendita f., eig Part. Pass. von ital. rendere, frz. rendre, mlat. rendre, lat. reddére zurückgeben, bezahlen», also«das von einem Schuldner Zurückgezahltes. 4BL. rentäbel, adj.: zinstragend, einträglich. Nicht fræ., son- dern nach dem Muster von Worten auf-abel gebildet. Noch nicht 1834 bei Petri. Davon Rentabilität, f. Rentéi, f.: Rentamt, 1741 bei Frisch; dafür bei Luther 8, 114 b Renterey
(pr.-tje), m. Ss, Pl. s): Rentner(s. d.). rentieren, v.: eine Rente od. Gewinn ein- pringen, 1782 bei Wieland 48, 200 Gr. Dafür mhd. u. ülternhd. renten(noch 1798 b. Adelung). m.(, Pl. wie Sg.): von seinen Renten Lebender, 1595 bei Rollenh. Froschm.
, 2, 14; dafür 1663 bei Schuppius 664 Ren- hena, 1712 bei Hübner Rentenir, 1728 bei noch 1813 bei Campe Renten)irer. 1834'bei Petri Rentier, nach glbd. frz. rentier m. ZUS. Rentamt, w, 1575 Rentkammer„ f., Rentmeister, m. spätmhd. rentmeister, nrhein. 1394 rengmeister.
Reparatür, f.(pl.-en): Ausbesserung. 1791 bei Roth. reparieren, v.: wiederher- stellen, ausbessern. 1571 bei Rot. Aus glbd.
lat. reparãre.
Repertofre(spr.-toar), n. 1*8, Pl.*⁵): Spiel- plan. 1813 bei Campe. Das glbd. frz. réper- koire m., aus lat. repertõrium n. Ver zeichnis» (von lat. reperre«wieder finder). Ausletzterm Repertörium, n.(*s, Pl.-rien): Verzeichnis, bes. Nachschlagebuch. 1728 bei Sperander.
repetieren, v.: wiederholen. 1500 in Reichsordn. 45 ². Aus glbd. lat. repetére(lat. re- cwiederꝰ u. petére dlangen, holen, verlangen). ZVUS. Repetieruhr, f.: bes. Art von Uhr.


