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*ret aus*rjet vermitteln. 4L. rätern, v.: mit dem Räter reinigen, spätmhd. reder(e)n.
rattern, v.: knarrend rasseln, von Wagen- rädern usw., 1663 bei Schottel ratteren. Es ist das nd. ratern, rätern, gleichen Stammes mit rasseln(s. d.).
Ratz, m.(es, Pl.-e): die Ratte, aber auch insbes. die große Haselmaus(Bilch, Sieben- schläfer) u. der Iltis(hess.-thür. der«Marders). Spätmhd. im 14. Jh. ratz(e) m., mit Ver- schiebung des t in z aus mhd. rat m.(s. Ratte), noch obd. RA. stehlen wie ein R., d. h.«wie eine Rattey; schlafen wie ein R. wie die den ganzen Winter hindurch schlafende Bilchmaus, beides 1691 bei Stieler auf den IItis bezogen.
Ratze(bayr.), f.(Pl.-n): die Ratte, mit, verschobnem t-Laut aus mhd. ratte f.(s. Ratte u. Ratz), im 16. Jh. bei H. Sachs, noch obd. ZUS. ratzenkahl, adj.: kahl wie eine Ratte (Kleist Hermannsschlacht 2, 8), eine Umdeu- tung des Fremdwortes radikal(s. d.).
Raub, m.(Jlels, Pl. selten-e): offne ge- waltsame Wegnahme, im jüngern Nhd. bes. widerrechtliche. Mhd. roup m.(Gen.-bes) Beute, Räuberei, auch Ernte eines Feldess, ahd. rousb m.(mit dem Pl. rouba, mhd. roube, rõube); dazu asächs. rôf(in nõödrο-*Notraub, gewaltsame Entreißung»), andfrk. rouf(Gen. rouvas), ndl. roof m., afrs. rãf n.«Raub, Pfän- dung,, ags. réa] n. Beute, Rüstung, Gewand». Urspr.«Gewand, Kleidung», dann die dem besiegten Feinde entrißne, bes. die ihm abge- zogne u. so erbeutete Rüstung»(Hildebrands- lied 57), oder Gewandung»(asächs. giröbi n. «Kleidung, Gewänderv. Vgl. Idg. Forsch. 14, 402. Doch kann man auch von der Grdbed. der Sippe craufen» zu der Bed.«Raub» kommen. Zu ags. réofan czerreißen, auflösen», anord. rjüfa czerreißen, brechen». Als Lehnwort ins Rom. gedrungen: ital. roba f.«Kleid, ru(b)ba f. Raub», prov. rauba, frz. robe f. Kleidꝰ, span. robo m.«Rauby, ropa(aspan. roba) f.«Kleid, Zeug, Gerät», port. roubo m.«Raubꝰ, roupa f. cKleid, Wäsche, Gerät». Urverw. mit lat. rumpère(Prãät. rũpi) zerbrechen, aind. rüpjate chat Reißen im Leibes. S. noch Walde. Vgl. raufen, rupfen. 4 B L. rauben, v., mhd. rouben, ahd. roubõn; dazu asächs. rôbon, ags. réafian, engl. reave, anord. reyfa(reißen, pflücken), raufa (ein Loch brechen), schwed. röfua, dän. rôve, got. biraubön, entlehnt ital. rubare«rauben), frz. dérober«stehlen. Räuber, m.(», Pl. wie Sg.), mhd. roubœre, rouber, röuber, ahd. roubare m., älternhd. bis ins 18. Jh. Rauber
neben Rãuber, Reuber; dazu ags. réafere, engl. reaver, anord. raufari, reyfari m.(Verschie- dentlich auch«eine Schnuppe am Licht 1741 b. Frisch.) Davon Räuberéi, f., mhd. rouberie f.; Räuberin, f., mhd. oubœrinne, rõuberinne f.; rüäuberisch, adj., 1664 bei Duez, dafür bei Luther reubisch, mhd.(md.) roubisch, röubisch. ZUS. Raunbbau, m.: Bau, bei dem nur auf schnelle Ausbeute Rücksicht genommen wird. Urspr. bergmännisch. 1778 im Bergm. Wb. auf den Raub bauen. Raubmord, m., bei Campe. Raubnest, n.: Räuberort, Raubschloß, Ende d. 15. Jh. b. Stolle thür. erfurt. Chron. 119. Raub- schiff, n., um 1480 im Voc. inc. teut. aa 2 b. Raubschloß, n., 1641 b. Schottel 134 aus Leh- manns Speyr. Chron. Raubstaat, m., Schelt- wort für die kleinern thüring. Staaten. Nicht lange nach 1830 in Preußen aufgekommen. Vgl. ZfdW. 3, 327 u. Ladendorf. Raubtier, n., 1719 bei Fleming Jäger 241. Raubvogel, m., 1570 bei Fischart Nachtrab V. 3.
Rauch, m.(Jels), ohne Pl.: aufsteigender Dunst von brennenden oder heißen Körpern. Mhd. rouch, ahd. rouh m.; dazu asächs. rök, ndl. rook, afrs. rek, ags. rec, engl. reekc, anord. reykr, schwed. rök m., dän. röõg. Zu riechen (§. d.). 4BL. rauchen, v.: Rauch von sich geben, mhd.(md.) rouchen, daneben das tran- sitive mhd. rouchen, rõuchen, älternhd. räuchen, reuchen, ahd. rouhhan, rouchan«räuchern, be- räuchern»; dazu afrs. réka rauchen», ags. riekan crauchen, räuchern», engl. reek, anord. regkja«rauchen». In der Verbindung Tabak rauchen 1691 b. Stieler, dafür 1678 b. Krämer Taback trincken, schmäuchen, schmoren, 1646 b. Moscherosch Phil. 1, 373 Tabac sauffen neben Taback trincken 2, 190. Davon Raucher, m., 1691 bei Stieler Raucher und Tabakraucher. räuchern, v.: Rauchopfer bringen(b. Luther); Rauchwerk verbrennen zum Wohlgeruch od. zum Schutz gegen Ansteckung(1575 im Garg. 46 reuchern, Ende des 15. Jh. bei Diefenbach nov. gl. 185 a rauchren); Fleischwaren durch Rauch dauerhaft machen(Garg. 77). Iterativ zu älternhd. rãuchen, mhd. rõuchen(s. rauchen). räucherig. adj.: mit Rauch durchzogen, ver- räuchert, 1691 bei Stieler reuchericht, 1669 im Simpl. 104 rauchericht, 1417 nd. rõerech«xrußige (Diefenb. nov. gl. 184 b), 1477 clev. roickerech- lich«rauchigy. ZUS. mit räuschern: Räucher- kerze, f., 1734 b. Steinbach, das Dim. Räucher- Kertzgen n. 1711 b. Rädlein, dafür b. A. Dürer schriftl. Nachlaß 174, 25 Schmeckencirelein; Räucherwerk, n., 1664 bei Duez neben dem


