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Rapier 526
(8.d.). ZUs. Ränkeschmied, m., bei Schiller Parasit 3, 7.
rank, adj.: lang u. dünn, schlank, schwank. Norddeutsch(1652 bei Rist Parnaß 551). Mnd. u. mndl. rank, eig.«biegsam, sich windends; auch mhd. in näãchranc«(geistig) nachstrebend, listigy. Gleicher Abstammung wie rahn u. Rank(s. d.).
Ranke, f.(Pl.-n): sich windender Schöß- ling. 1482 im Voc. theut. aa 3 b rancke; dazu mnäd. u. ndl. 1598 bei Kilian rancke f., gleichen Stammes wie Rank(s. d.). 4 L. ranken, v.: in Ranken gehen(Ende des 18. Jh. bei Voß), spätmhd. ranken sich hin- u. herwinden od. pewegen, sich dehnen, strecken». rankig, adj., 1794 bei Jacobsson.
Ranken, m.(-s): großes Stück Brot, auch Fleisch. In oberd., md. und nd. Ma., md. Runken(s. d.).
Ranküne(spr. rqx-), f. Pl.-n): Groll, heim- liche Feindschaft, Rachsucht. 1801 bei Campe, aus glbd. frz. rancune f. von glbd. lat. rancor m., das bei uns im 18. Jh. gebraucht wird.
Ranunkel, f.(Pl.-n); die Pflanze Hahnen- fuß. Im 16. Jh. Ranuncul, 1678 bei Krämer Ranunckel m., 1755 b. Zacharib Tageszeiten 51 Ranunkel f., aus der lat. Benennung rãnun- culus m., eig.«Fröschchens, dem Dim. von lat. räna f. Froschs; also gleichsam«Frosch- krautz, d. i. Kraut an feuchten Orten, wo die Frösche gerne sind.
Ranze, f.(Pl.-n): Mutterschwein. 1629 bei Opitz 1, 127. Schles., bayrisch. Von zranzen, in Hinsicht auf das Sichhinundher- wenden des Mutterschweins in seiner Be- gattungszeit. Vgl. 1Range.
Ränzel, n.(-s, Pl. wie Sg.): kleiner Reise- sack zum Umbängen. Wie es scheint, aus mnd. renzel, rensel m.«Reisesack»(auch ndl. ranzel m.«Tragesach) vorgedrungen ins Hoch- deutsche(1557 bei Waldis Esopus 4, 80, 44 Rentzel m.) u. als Verkleinerungsform zu Ranzen betrachtet(wie Räntalein n. 1678 bei Krämer, daher b. Goethe 50, 74 usw. Rünzel n., b. Adelung u. Winckelmann jedoch m.); ursp. aber wie nd. rentser«Reisesack»(bei Kilian 1598) eine andre Bildung des gleichen Stammes. Unerklärt trotz Btr. 29, 505.
Ranzen, m.(-v, Pl. wie Sg.): Tragesack zum Umhüängen; Bauch(1691 b. Stieler). In der 1. Bed. 1664 bei Duez u. 1669 im Simpl. 139 Rantzen m. Zuerst in der Gaunersprache, 1510 im Lib. vag. 162. Gleichen Stammeswie Rünzel (s.d.). Das mhd. rans m. gehört nicht hierber,
es bed. nicht«Bauchs, sondern«Rüssel, Sau- rüssely.
tranzen, v.: sich begatten, von vierfüßigen Raubtieren, Hunden. 1719 b. Fleming teutscher Jäger 1, 110 u. 113. Eins mit ranzen(1658 bei Schoch Studentenl. 30, 24 rantzen ein Geil- heit umherlaufen u. balgen», von Maädchen).
zranzen, v.: sich bald da- bald dorthin wenden, springen. Spätmhd. im 15. Jh. rantzen cungestüm springen», mittels-eæen u. Uber- gang von kz in tz abgel. von mhd. ranken csich hin- u. her bewegen, drehen, strecken?, zu mhd. ranc m.«schnelle Wendungs(s. Ranx). Im 15. Jh. rannsen, rensen u. noch 1678 bei Krämer rantzen, rentzen sich recken, sich dehnen». Nach Wadstein Btr. 22, 252 dagegen zu schwed. mundartl. rannta, norw. ranta chin- u. herrennen».
sranzen, v., in anranzen: jem. schreckend anfahren. Im 16. Jh. bei H. Salat 290 ranzen. Mittels-ezen u. Ubergang von kæ in tz abge- leitet von spätmhd. ranken«rasselnd schreien, brüllen»(von Tieren, bei Luther 5, 10 b von Menschen, bayr. ranken, ronkten cschnarchen). Anders Wadstein a. a. O.
ranzig, adj.: einen verdorbnen widrigen Geruch u. Geschmack habend, von Fett, Ol u. dgl. 1722 bei Hübner, wie glbd. ndl. ranst(igh)(1598 b. Kilian) aufgenommen aus dem von Speisen gebrauchten frz. Adj. rance, ital. rancio caus Alter verdorben u. stinkend», von glbd. lat. rancidus, zu lat. rancére cfaul, stinkend sein.
Ranziön, f.: Lösegeld. Im 16. Jh. Ranson, Rantzon u. Rantzion f.(Wickram 2, 423; 4, 228, Garg. 417), mnd. ranzän, ransäũn f., ndl. 1598 ransoen. Aus glbd. frz. rangon f., afrz. raançon, von lat. redemptio f. ZLurück-, Loskaufungs. ranzionieren, v.: loskaufen, im 16. Jh. ranzonen(Limm. Chron. ² 1, 469, 26), 1562 bei Mathesius Sar. 102 b ransiren, 1597 ranzioniren, ndl. 1598 bei Kilian rantsoenéren, rantsoenen, nach frz. rangçonner«ein Lösegeld auferlegen.
Rapée, m.(—s, Pl.-s): geriebner Schnupf- tabak. Bei Adelung Rapeh, Rappen; 1728 bei Sperander Rapé. Noch schweiz. Rappi m. Aus fra. tabac rãpé«geriebner Schnupftabaks, rãpé ist Part. Pass. von frz. rãper(s. Rappe).
rapid, adj.: reißend, schnell. 1813 bei Campe rapide. Das glbd. frz. rapide von lat. rapicdus.
Rapier, n.(-s, Pl.-e): Fechtdegen ohne Spitze. 1534 bei Franck Weltbuch 70 ²; bei Hortleder 572 zum J. 1547 in dem haben et-


