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schaalbe, 1557 bei Heußlin Vogelbuch 218² Rhynschwalm(nistet an hohen gstaden des Rhyns, wirt zu Straßburg ein Rhynvögele ge- nennt), 1531 bei H. Sachs. Also eig. zu Rhein. Vgl. Suolahti 27. Rainweide, f.: der Baum ligustrum vulgare, Hartriegel(1546 bei Bock 2, 26 b Reinweiden, d. i. Grenzweide, wegen der Khnlichkeit seiner Blätter mit denen der Weide); die Schwarzpappel(1777 bei Adelung Rheinweide, weil sie gerne an den Rheinen oder Bãchen wächset, 1716 bei Ludwig Bach-, Wasser- oder Reinaweiden f.).
Rainer, Mannsname. Ahd. Ragin-, Regin- hari, gekürzt Rainar, Rainer, Reiner. Zgs. mit got. ragin n.«Rat, Beschluß u. ahd. hari, heri n. Heery.
Raison, s. Räson.
Rak, Rake, s. Rack. Räkel, s. Rekcl.
Rakéte, f.(Pl.-n): mit Pulver gefüllte walzenförmige Papierhülse, die einen Feuer- strahl bildend in die Luft steigt. 1546 bei Fronsperger Feuerwerk 11 Rogeten, 1596 in Fronspergers Kriegsbuch 3, 213 ⁵b Racketlein, Ende des 16. Jh. bei Ayrer Dram. 3, 1566, 19 Rackette, 1664 bei Duez Racket f., aber 1741 bei Frisch Rackcet n., aus glbd. ital. rocchetta f., eig. Dim. von ital. rocca f.«Spinnrocken», entl. aus ahd. rocc(h)o m.«Spinnrocken». Der Name, weil durch die R. ein Stab geht u. das obre dicke Ende derselben der Gestalt eines Rockens ähnelt.
Rakétt,(öst. nur) n.(JLels, Pl.-s ſöst.], -e[bayr.]) u. Rakétte, f.(Pl.-n): Schlag- netz beim Ballspiel. 1556 bei Frisius 1156 b Raggetten f., 1561 bei Maaler Ragetten f., 1664 bei Duez Racket f., aber 1663 bei Schottel Ralcet n., bei Schiller Fiesko 2, 5 Rakete f.; dazu nd. 1594 bei Chyträus 202 ragget, ndl. im 16. Jh. racket n. UÜber glbd. frz. raquette f. aus ital. racchetta f., das auf arab. räha«Hand- fläche» zurückgehen soll.
Ralle, f.(Pl.„): der Wachtelkönig, die Wiesenschnarre. 1777 bei Adelung Ralle f., 1557 bei Heußlin Vogelb. 109 b Ra(l)la, als Fremdwort aus glbd. frz. rãle m. Unbekannter Herkunft. Vgl. Suolahti 294 ff.
ramdösig, adj.: sehr dumm. Ndd. Wohl zum folg.«dumm wie ein Schafv.
Ramm, m.(-Iels, Pl.-e): Schafbock, Widder. Auch Rammbock, m.(1595 im Froschm. A 3 b Rambock, mnd. ramesbult, ram-
bok). Mhd. ram m.(Pl.-e u. remme), ahd. ram(mo) m.; dazu mnd.-ndl.-engl. ram, ags. ramm m. Zusammengehörig mit anord. ram(m)r
cstark, scharf, streng, herbe, bitter, bösen. Dazu abg. ramini ungestüm, schnelly. Z0S. Rammsnase, f.: stark gewölbte, gebogne Nase, eig. Widdernase. 1809 bei Campe.
²Ramm, m.(-els, Pl.-e),(öst. nur) Ramme, f.(Pl.-n): senkrecht fallender Balken zum Einstoßen von Pfählen u. Steinen. Md. im 14. Jh. ramme f., von mhd. ram m. Ramm,(s. d. ¹), wie ndl. ram m. auch«Sturm- bock», engl. ram auch«Ramme». Ahnlich lat. aries m.«Widder, dann«Sturmbock⸗. In der Neuzeit heißt Ramme f., Ramm m. auch der Sporn am Bug der Rammschiffe zum Anstoßen feindlicher Kriegsschiffe.
rammeln,, v.: sich begatten, von Böcken, Katzen, Hasen u. a. 1482 auch von Menschen in der Bed.«in zügelloser Unkeuschheit sich begehen»(Melber P 4 5b); mhd. rammeln, ahd. rammilõn«bespringeny, vom Widder gesagt. Von rammil m. Bock»(1402 bei Diefenb. nov. gl. 380 a) zu Ramm. 4 BL. Rammeléi, f., bei Goethe Faust 3659.
2rammeln, einrammeln, v.: mit der Ramme ein- u. feststoßen. Von md. rammel m.«Ram- men(1470 im mlat.-hochd.-böhm. Wb. 278), s. 2Ramum.
rammen, v.: mit der Ramme ein- u. fest- stoßen. Zunächst mnd. u. danach md. rammen (Sachsensp. 3, 68, 1), abgel. von Ramm(s. d. ²). ZUS. Rammbär, m., s.1Bär. Rammklotz, m.: Klotz, Block zum Rammen, b. Adelung 1777.
Rammler, m.(-s, Pl. wie Sg.): Schafbock, männlicher Hase, männliches Kaninchen, alle als Bespringer. Mhd. rammeler, remler m. Widders, von rammeln.
Rammsnase, s. 1Ramm.
Rampe, f. Pl.-n): schief angehende Fläche, Absatz, Lehne. Nordd. 1777 bei Adelung. Aus frz. rampe f. Erdaufwurf, Auffahrt, Lehne usw.», von frz. ramper cklettern».
Rampes, m.: geringer saurer Wein. Am Main Rampes, am Mittelrhein Rampas, im Elsaß Rämbes. Mit eingeschobnem m, denn in gleicher Bed. 1664 bei Duez Rãps, Rappis, 1575 im Garg. 84 Rappis u. 153 Rdppis, 1565 bei Paracelsus Wundartzney 45 Rappes, 1453 u. 1459 in der Straßburger Zunftverordn. 546 ff. reps, reppis, nd. 1582 bei Chyträus rappes m. caus mit Wasser vermischten Weinbeerhülsen gepreßter Wein», noch els. Rap(pe)s, Rüppis u. schwäb. Von Rapp m. Traubenkamm). Als guter Wein im 16. Jh. in der Zimm. Chron.*² 3, 481, 9 rappas m.
ramponieren, v.: stark beschädigen,


