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Ergriffensein wovon, Leidenschaft, leidenschaft- licher Ausdruck», von raeiv, s. pathetisch.
Patiént(Spr.-ei-), m.(den, Pl.-en): Kranker. Im 16. Jh. z. B. 1544 bei Liliencron 4, 242 aus lat. patiens(Gen.-tis)«leidendy, dem Part. Präs. von pati cleiden».
Patin, s. Pate.
Pätina, f.: Überzug, Edelrost. Aus ital. patina f. Lackierung». Zfd W. 5, 109 Beleg von 1857.
Patriärch, m.(-en, Pl.-en): Erzvater; Oberbischof in der morgenländischen Kirche. Bei Lessing Nathan 1, 5 Patriarche, mhd. u. md. patriarche, patriarke m. aus gr. lat. patri- archa m., gr. rœrpiοανꝶα m.«Stamm, Urvatery, zgs. aus orxpid f.«Abkunft, Stamm u. einer Abl. von öpNXeiv«anfangen». patriarchä- lisch, adj.: altväterlich, aus lat. patriarchälis cpatriarchalisch». Erst im 18. Jh. durchge- drungen. 1678 bei Krämer patriarchisch. Bei Luther pafriarchalische Kirchen.
Patrimoniälgericht, n.: gutsherrliches Gericht. Zgs. mit patrimonial aus lat. patri- moõniäãlis«zum Erbgut(lat. patrimonium) ge- hörigy. Bei Campe 1813.
Patriõt, m.(-en, Pl.-en): Vaterlands- freund. 1579 bei Fischart 3, 299 Kz. Aus glbd. frz. patriote m. von gr.-mlat. patriòta m., gr. rarpichrnc m. Einheimischer, Landsmanny, abg. von gr. närpioc«den Vätern, Vorfahren gehörig» zu marüp m. Vaters». patriötisch, adj., aus frz. patriotique«vaterlandsliebend» von gr. rorpiurrixòc landsmännisch, 1728 bei Apinus. Patriotismus, m.(Gen. wie Nom.), aus nlat. patriotisnus, frz. patriotisme m., ital. patriottismo m.«Vaterlandsliebe». 1778 bei Lessing 10, 272, Zfd W. 8, 84 Beleg von 1761.
Patrize, f.(Pl.-n): Reliefstempel, dessen Abdruck eine Matrize(s. d.) bildet u. nach die- sem von pater«Vaterꝰ gebildet. 1791 b. Roth.
Patrizier, m.(-s, Pl. wie Sg.): Ange- höriger eines vornehmen Geschlechts, einer aus einem ratsfähigen Geschlecht in einer deutschen freien Reichsstadt, der Geschlechter. Schon in den Fastnachtssp. des 15. Jh. 1315. Aber noch im 18. Jh. Fatricius. Gebildet nach lat. patricii Pl.«die bevorrechteten Bürger des alten Roms», dem subst. Adj. lat. patricius«zum Stande der patres Väter(von pater«Vater»), der bevorrechtigten Bürger Roms gehörigy.
Patrön, m.(-els, Pl.-e): Beschützer, Schutzherr, schützender Gönner; Schutzhei- liger; der eine Pfarre od. Pfründe vergebende Herr(1703 b. Wächtler); Kerl(z. B. ein pfiffiger
Weigand, Deutsches Wörterbuch. 5. Aufl. II. Bd.
P.), bei Goethe Faust 2195. Mhd. patron(e) m., aber nur von Christus als dem Schutzherrn, im 15. Jh. auch«Schiffskapitän,-herry. Aus lat. patronus m.«Schutzherr, Verteidiger vor Gericht», von lat. pater m.«Vaters. 4BL. Patrönin, f., in der Zimm.-Chron. 2² 1, 299, 35 patrõnin. Patronãt, n.(-Le]ls, Pl.-e): Recht eines Patrons, bes. zur Besetzung einer Pfarr- stelle. 1716 bei Ludwig M., 1703 im Zeit.-Lex. Patronat-Recht, nach lat. ius patronãtus.
Patröne, f.(-n, Pl.-n): Muster, Modell, Musterform; Pulverhülse. Aus frz. patron m. «Muster, Modell» von mlat. patronus«exem- plary, lat. patronus. s. Patron. Daher 1561 bei Maaler patron m. Musterꝰ, u. so noch im 16. und 17. Jh., 1678 bei Krämer Patron m. Mödelꝰ, aber Patron f.«zum Schießeny, wie schon 1642 bei Duez Nomencl. ZUS. Patron- tasche, f., 1678 bei Krämer; aber 1669 im Simpl. 138 Palron-Däsche.
Patröuille(spr.-trälje), f.(Pl.-n): Streif- wache, Runde. Aus glbd. frz. patrouille f. von patrouiller v., für patouiller von frz. patte f. «ᷣPfote, Tatzey, eig.«-herumpatscheny. 1709 b. Hübner P. Auch Patroulle(Schiller 3, 135. 145), Patrulle, Patrolle(1716 bei Ludwig, noch b. Uhland). Im 17. Jh. b. Schupp FPatrollebache. patrouillieren, v., aus frz. patrouiller. 1716 bei Ludwig patrolliren.
patsch! Interj. des schallenden Schlages oder aufschlagenden Falles. 1691 bei Stieler p., batsch. Lautnachahmend. Patsch, m. (—s): schallender Schlag oder Fall(1559 bei H. Sachs Fastn. 62, 63 patsch, 1691 bei Stieler P. u. Batsch); Schmutz, Straßenkot(nordd. md., auch kärnt.); Klatscherei(Goethe 5, 1, 133). Davon patschnaß, adj., eig. vom Straßen- schmutz naß.
Patsche, f.(-n), Nebenform von Patsch m.: klatschender Schlag, westerw. batsch f.; ein Werkzeug zu einem solchen(H. Sachs 9, 149, 34); die(patschende) Hand(Goethe Faust 5827) oder der Fuß(bayr.-schles.-leipzig.); Straßen- schmutz usw.(1709 bei Castelli) u. daher dann &Not u. Verlegenheit» in RA. wie in der Patsche sitzen b. Rädlein 1711, in der Patschke stecken lassen 1673 bei Weise Erzn. 98 u. a. Davon Patschhand, f.: die einschlagende Hand. 1727 bei Aler. Das Dim. Patschhändlein, 1716 b. Ludwig. patschen, v.:(eig.) den Laut patsch von sich geben;(intrans.) patschend aufschlagen(schon im 15. Jh.), im Wasser herumgehen; aufschlagen, gehen überhaupt; (traus.) schlagen(1691 bei Stieler batschen).
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