Teil eines Werkes 
2. Band (1910) L bis Z
Entstehung
Seite
381-382
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381 Passah

Pastete 382

passagiere(daher auch im 17. Jh. Passagirer) von ital. passare«geheny. Dazu ndl. 1598 bei Kilian passager aus glbd. frz. passager m.(1709 bei Hübner passagers).

Pässah, n.(-s): das Osterfest der Juden. Bei Luther 2. Mos. 12, 11(auch bei Dieten- berger), 3. Mos. 23, 5. Nach hebr. pesach m. Fest zum Gedächtnisse der Verschonung(des Ubergehens) der Erstgeburt bei den Juden⸗ (2. Mos. 12, 23 fl.), eig. ddas Ubergehen, dann cVerschonung», von hebr. päãsach«springen, überspringen, gehen, verschoneny». Aus der aramäischen Form pascha für hebr. pesach ist dann entl. gr. ndcxo n., lat. pascha, woraus schon frühmhd. einmal phase n., md. pasche n. «Osterfest,-mahl.

Passänt, m.(en, Pl.-en): Durchreisender, Vorbeikommender. Aus frz. passant m. Vor- beigehender», dem Part. Präs. von passer vor- beigehen», s. passieren. 1716 bei Ludwig.

Passät, m.(-els, Pl.-n): beständiger mäßiger Ostwind in den Tropen. Im 19. Jh. aus ndl. passaat m., gekürzt aus ndl. passäat- wind m., woraus Passatwind, m., im 17. Jh. Unerklärt. Nach Weigand(kaum richtig) viell. aus ital. passãta f. Gang, Durch-, Ubergang».

Passemént, s. Posamént.

1passen, v.: als Mitspieler eines Karten- spiels nicht spielen(1691 bei Stieler);(davon dann) verziehen in Bezug auf etwas, bis es vorüber ist(1735 bei Günther 211, häufig bei J. Paul); verziehen auf etwas hin mit Vor- aussicht u. Aufmerksamkeit auf dieses(1598 bei Kilian passen cachten», schon in den Fast- nachtssp. des 15. Jh. 1130, 9, jetzt meist in der Zss. auſpassen). Entl. aus frz. passer«vor- übergehen»(s. passieren).

*²passen, v.(intrans.): angemessen sein, d. h. so sein, daß sich eins dem andern fügt; (trans.) angemessen machen(1716 bei Ludwig, b. Goethe 23, 62, schon mnd.);(refl. sich passen) so sein wie eins zum andern sein muß(bei Lessing 11, 748). Eins mit dem vorigen. Vom Niederrhein her vorgedrungen, wo schon im 13. Jh. gepassen«zum Ziel kommen,(reitend) erreichen⸗, 1477 clev. passen d. Ziel erreichem.

Passepartöut(spr. pasparts), m.(-s, Pl. s): Hauptschlüssel(1709 b. Hübner); stets gül- tige Einlaßkarte; ein Bild schützender Papier- rahmen(1791 bei Roth). Aus glbd. frz. passe- Partout m., zgs. mit passe, Imp. von passer durchgehen» u. partout(s. d.).

Passepoil, s. Paspel.

Paßgänger, s. 1Paß.

passieren, v.: vorübergehen, durch-, vor- beireisen; als erträglich durchgehen, erträglich sein; sich ereignen. In 1. Bed. 1525 bei Lilien- cron 3, 479; in 2. Bed. 1581 b. Fischart Bienenk. 108 b; in 3. Bed. schon im 15. Jh. bei Oswald v. Wolkenstein 116, 89 passdyrt, aber dann erst im 17. Jh. passieren(1691 bei Stieler). Aus frz. passer, ital. passdre, span. pasär, port. passar«schreiten, durchschreiten,-gehen, über- gehen» aus volkslat.*passare von passus m. «Schritty. In 3. Bed. entspricht frz. se passer.

Passiön, f.(Pl.-en): das Leiden, bes. das Christi, Zeit vor Ostern(mhd.); Leidenschaft, Hang(1605 bei Albertinus Lustgarten 169). Spätmhd. passion m., md. passie f.«Leidens- geschichte» aus lat. passio(Gen. önis) f.«das Leiden». Dagegen P. über frz. passion f. aus lat. passio f. u. dies zu pati«leiden». ZU0S. Passiönsblume, f.: die(aus Amerika stam- mende) Schlingpflanze passiflora. 1727 bei Aler. Der Name daher, weil man an der Pflanze die Zeichen des Leidens Christi(der Passion) erblicken will. Passiönsspiel, n.: dramatische Aufführung d. Leidensgeschichte Christi, lat. Iudus paschalis siue de passione Christi in den Carmina burana 95.

passioniert, adj.: leidenschaftlich. Von sich passionieren«sich wofür leidenschaftlich erregen», aus glbd. frz. se passioner von pas- sion, s. Passion. Ende des 16. Jh. Im 15. Jh. «von Leiden gedrückt.

pässiv, adj.: untätig, leidend. Aus frz. passij, von lat. passzwus«leidentlich, untätig⸗ zu pali«leiden». 1716 bei Ludwig sich passiu oder leidentlich halten.

Passiva, Passiven, Pl.: Schulden. 1703 im Zeit.-Lex. Paßiu-Schuld, 1710 bei Nehring Passiva. Das N. Pl. des lat. Adj. passzwus, s. passiv. Passiv(um), n.(-, Pl.-veln] u.-va): Leideform(des Zeitworts). Aus glbd. lat. passzwum(nämlich verbum Zeitworts»). Erst Ende des 18. Jh. Passib.

Pasta, Paste(Pl.-ten): Teig; Abdruck, Nachbildung von geschnittnen Steinen, Münzen usw. Aus ital. pasta f. Teig» von gr. lat. pasta f., gr. ndern f.«Brei». 1691 bei Stieler Past. Pastéll, in Pastellmalerei Malerei mit bunten Stiften», Pastellfarbe stammt aus ital. pastello m.«aus Farbenteig geformter u. getrockenter Stift zum Malen, Waid», von pasta(s. o.). 1663 bei Schottel Pastel f.«Waid, damit man das Tuch blau färbet». In der heutigen Bed. erst im 18. Jh.

Pastéte, f.(Pl.-n): in Teig gehüllte Fleisch-