Teil eines Werkes 
2. Band (1910) L bis Z
Entstehung
Seite
373-374
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373 Parasol

Parlament 374

u. Tieren gebraucht. Aus glbd. gr. lat. para- Situs m., gr. ropdciroc m., eig. cNeben-, Mit- esser», zgs. aus gr. ropd cneben, bei? u. ciroc m. «Speise?. 1727 bei Sperander Parasitus.

Parasöl, m.,(öst. nur) n.(-s, Pl.-s): Sonnenschirm. Uber frz. parasol m. aus ital. parasole m., zgs. aus dem Imp. para«wehre, halte ably u. séle m.«Sonne». 1709 bei Hübner.

parät, adj.: bereit, fertig. Im 17. Jh., 2. B. 1673 bei Weise Erzn. 20. Aus lat. parãtus, dem Part. Perf. Pass. von lat. pardre cbe- reiten, rüsten.

Pärchen, s. Paar.

pardäuz, andre Schreibung für bardauz.

Pardel, m.(-s, Pl. wie Sg.): das Raubtier felis pardus. Aus glbd. gr.-lat. pardalis f., gr. wdpdohic f. Bei Luther Jes. 11, 6.

Parder, m.(*H, Pl. wie Sg.): Pardel(s. d.). Bei Luther Jer. 13, 23 neben Pardel(s. d.) u. dem ältern Pard Sir. 28, 27, mhd. stark part u. schwach pard(e), ahd. pardo m. Aus glbd. gr. Jat. pardus, gr. ndpdoc. Das-er ist wohl durch den Einfluß von Panther hervorgerufen.

Pardön(spr.-L?), m.(-s): Verzeihung, Gnade, bes. im Kriege Schonung des Lebens vom Feinde. 1663 bei Schupp 363, 1669 im Simpl. 231 perdon, später P., erstres aus glbd. ital. perdõno m., letztres aus frz. pardon, von frz. pardonner, ital. perdonãre«vergeben, ver- schonen», 2gs. aus per- u. donare geben»= lat. dönäãre«schenken. Daraus entl. pardo- nieren, v.: verzeihen. Im 17. Jh.

Parenthése, f.(Pl.-n): eingeschobner Satz, Schaltsatz, dann auch dessen Zeichen od. die Klammer(),[. Um 1530 bei bei Ickelsamer 47 u. 1571 bei Rot Parenthesis. Aus gr. Jat. parénthesis f., gr. rapevgecic f., eig. das Dazwischenstellen», von gr. d-ev-riHévc ceinschieben?, 2gs. aus rapd neben», ev cin? u. riévai csetzen, stellen». parenthétisch, adj., gr. rop-év-Heroc«dazwischen gestellty.

Parérga, Pl.; Beiwerk, Anhang. 1727 bei Sperander Parergon n.«Nebenwerk», 1673 bei Weise Erzn. 149 noch in griech. Schrift. Aus gr. wapd cneben u. éprov n.«Werk».

Parfõrcejagd(spr.-forf), f.: Hetzjagd. Zgs. mit frz. par force«durch, mit Gewalt». 1727 bei Hübner.

Parfüm,(öst.bayr. auch) Parfum, n. (-els, Pl.-e): Wohlgeruch verbreitende, künst- lich hergestellte Flüssigkeit. Entl. aus glbd. frz. par fum m. 1801 bei Campe. parfümieren, v.: mit Wohlgeruch erfüllen. Im 16. Jh. in der Zimm. Chron. ² 2, 261 u. 6. Aus glbd.

frz. parfumer, ital. perfumare, 2gs. aus per- «sehry u. lat. fümäre rauchen, dampfen. pari, al pari: gleich; dem Nennwerte gleich, ohne Aufgeld, ohne Verlust. 1709 bei Hübner. Aus glbd. ital. al pari, zu lat. par cgleichꝰ, eig. pari al pari«gleich gegen gleich.

Paria, m.(-S, Pl.-F): keiner oder der niedrigsten Kaste Angehöriger; Auswürfling, rechtloser Mensch. Wohl erst um die Mitte des 19. Jh. aus tamulisch parajan«Mensch vom niedrigsten Stande.

lparieren, v.:(einen Hieb, Stich) ab- lenken, ihm ausweichen. 1650 bei Moscherosch 1, 109 u. bei Gryphius Horrib.(vor 1664) 91. Aus frz. parer«ein Hindernis bereiten, u. dies aus ital. parare, von lat. parare cbereiten».

zparieren, v.: wetten. 1703 bei Wächtler aus glbd. frz. parier von mlat. pariãre, eig. cgleich(par) machen», dann cetwas gleiches dagegen setzen?.

sparieren, v.: gehorchen. 1545 bei Lilien- cron 4, 272. Aus glbd. lat. pärére.

4 parieren, v.:(ein Pferd) aufhalten, zum Stehen bringen. Aus glbd. frz. parer u. dies aus span. parar caufhalten. Im 18. Jh.

Parität, f.: Gleichberechtigung, Rechts- gleichheit. Aus lat. paritas f.«Gleichheity. Im 17. Jh. 4 L. paritätisch, adj., 1791 b. Roth.

Park, m.(Jels, Pl.-e,[öst-bayr. auch]-s): (veraltet u. nur noch in Zss.) Tiergehölz(Tier- parkc); eingehegte waldartige Gartenanlage; was in einem eingehegten Raum ist, z. B. Artilleriepark«die Gesamtheit der Geschütze», eig.«der Ort, wo sie vereinigt sind». Md. 1474 parc, 1477 clev. parc«Umzäumung, eingehegter Ort», wie engl. park u. ndl. park n. aus frz. parc m.«Umzäunung, Tiergarten. Herkunft unbekannt. Das Wort drang durchs Nd. nach Oberdtschld. u. in die Schriftsprache, bekam aber erst im 18. Jh. unter dem Einfluß der englischen Gartenbaukunst seine jetzige Bed. Eine frühre Entl. des gleichen Wortes s. u. Pferch.

Parkétt, n.(-Lels, Pl.-e): abgesonderter Raum; im Theater die Sperrsitze, die gleich hoch mit der Bühne liegen; getäfelter Fuß- boden. Aus frz. pargquet, das schon alle diese Bed. hat. Abgeleitet von frz. pare m.«abge- schlossner Raump. In allen Bed. 1791 b. Roth.

Parlamént, n.(-els, Pl.-e): Versamm- lung der Volksvertreter. In diesem Sinne erst im 18. Jh. verbreitet aus engl. parlament (1703 im Zeit.- Lex.). Nach Sperander 1727 cein Zeitungsworty. Schon im 13. Jh. md.,

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