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Pale, f.(Pl.-n): Schote, bes. Erbsenschote. palen, v.: Erbsen u. dgl. aus den Schoten machen. Nd. 1809 bei Campe. Daneben pulen «zupfen, rupfen, bohren, wühlen». 1776 bei Hermes Soph. Reise 3, 242. Unerklürt.
Paletot(spr. pleto), m.(-s, Pl.-s): Über- zieher. Erst spät im 3. Jahrzent des 19. Jh. aus glbd. frz. paletot m., dies steht für paltoc u. stammt aus ndl. paltrok«Faltenrock».
Palétte, f.(Pl.-n): länglichrundes Farben- brett des Malers, das er mit durchgestecktem Daumen beim Malen hält, Malerscheibe für die Farbe beim Malen. 1719 b. Kramer Palitte f., 1678 Palite, 1618 bei Ayrer 3117, 28 Politte; aus glbd. ital. paletta f., eig.«Schippe, Feuer- schaufel»(frz. palette f.), Dim. von ital. pala «Schippe, Schaufel» aus lat. päla f.«Spaten, Grabscheit, Schaufely.
Palier, s. Polier.
Palimpsést, m. n.(JLels, Pl.-e): nach Ab- reibung od. Abkratzung der frühern Schrift wieder beschriebne Pergamenthandschrift. Aus gr. Jat. palimpséstus, eig. Adj.«wieder aufge- kratzt, abgekratzt», zgs. aus gr. ¼⁴«wieder, von neuemy u. gr. uncrc adj.«gerieben, ge- schabt, von wdetv reiben». 1834 bei Petri.
Palindröm, n.(els, Pl.-e): Rätsel, dessen Lösung ein Wort ist, das vor- u. rückwärts mit Sinn gelesen werden kann, z. B. Rebe— Eber, Gras— Sarg. Aus dem subst. N. des gr. Adj. ra¼llvdpouoc zurücklaufend», zgs. aus rdxνv«urück? u.-dponoc von dpapetv«laufeny. Spät im 18. Jh.
Palinodie, f.(Pl.-n):(poetischer) Wider- ruf. Aus gr. mdxiv zurück» u.-pdia, einen Abl. von äãdetv«singen?. 1727 bei Sperander; 1703 bei Wächtler Palinodia.
Palisãde, f.(Pl.-/): Schanzpfahl, Pfahl- werk. Aus frz. palissade, ital. palizzata f.«Pfahl- werky, die von lat. pälus«Pfahl» stammen. Im 17. Jh. entl. 1663 bei Duez nomencl. 238 Palissade, 1617 bei Wallhausen corp. mil. 3 Pallisaten. Vielfach früher mit geschrieben. palisadieren, v., aus frz. palissader. 1727 bei Aler; 1727 bei Sperander verpalissadieren.
Palisänder(öst.-bayr. nur so), Polisan- der, m.(-s): geschätzte Holzart aus Amerika. Stammt, wie es scheint, aus der Sprache von Guyana. 1813 bei Campe Palixänderholz, zu- nächst aus frz. palicandre.
Pallädium, n.(-s, Pl.-dien): Bild der Pallas Athene; Schutzbild, Heiligtum; ein Metall. Aus gr.-lat. Pallädium n., gr. TTad- diov das vom Himmel gefallne als Unter-
pfand der öffentlichen Wohlfahrt in Troja auf- bewahrte u. verehrte Bild der Pallas Athenen. Da Troja, solange das Bild dort war, nicht erobert werden konnte, so entwendeten es Odysseus und Diomedes. 1709 bei Hübner «Privilegium eines Landes, Stadt od. Zunftv.
Pallasch, m.(-es, Pl.-e): langes, gerades Schwert, Reitersäbel. Aus glbd. russ. Paläs, pol. palas, ungar. pallos(daher auch afrz. palache, ital. paläãscio m.). Im 17. Jh. entl. 1691 bei Stieler Sp. 88 Ballasch u. P., Sp. 191 nur P., 1639 bei Comenius§ 713 palasch.
Palliativ, n.(Lels, Pl.-e): Scheinmittel, Hinhaltungsmittel, eig. Bemäntelungsmittel, d. h. anscheinend zur Heilung gegebnes, in Wahrheit aber nur hinhaltendes Mittel. Aus nlat. palliativum, nämlich remediun Heil- mittely, dem subst. gebrauchten Ntr. des nlat. Adj. palliativus(frz. palliatif)«scheinbar hei- lendy, eig.«bemäntelnd von lat. pallictus «mit einem Mantel bedeckt», einer Abl. von lat. pallium n.«Decke, Mantel». Im 18. Jh.
Palm, m.(-Lels, Pl.-e): Längenmaß von 4 Zoll, eig. die flache Hand. Auch ndl. palm m. Aus frz. palme m., ital. palmo m.«Spanne?, u. diese aus lat. palmus m.«die flache Hando, als Längenmaß die Spannes, von gr. lat. palame, gr. roXdpn f.«(flache) Hand. Md. im 15. Jh. palme m.«ausgespannte flache Hand»(Diefenb. gl. 407). Noch 1762 bei Winckelmann(vgl. Lessing 11, 204) u. bei Goethe 43, 72 Palm m. Auch Palme(s. d. ³).
Palmâãrum: Palmsonntag(s. d.). Eig. dominica(in rãmis) palmärum«Sonntag in den Palmzweigeny». 1813 bei Campe.
¹Palme, f.(Pl.-n): ein bekannter Baum in heißen Ländern, lat. palma; auch über- tragen auf andre Gewächse, s. 2Palne. Mhd. palme, balme m., seltner f., palm, balm m., md. daneben palme n., auch s. v. a.«Palmen- zweigy, ahd. palma f.; dazu asächs. palma f. oder palmo m., ndl. palm m., ags. palm m., pœlme f., engl. palm, anord. palma f., palmi m., palmr m.(Palmenzweig), schwed. palm, dän. palme. Entl. unter christl. Einfluß aus lat. palma Palmey, eig.«flache Hand», benannt nach der Blätterform. Ein Palmzweig war bei den Römern Siegeszeichen u. Siegespreis. Daher mhd. der sigenünfte palme die Palme des Sieges», jetzt bes. in der RA. die P. zu- erkennen. ZUS. Palm-, Palmenbaum, m. Mhd. palm(en)-, balm(en)boum m., mit eig. nicht berechtigtem-en; althochd. palmboum. Palmesel, m.: ein(noch zu Ende des 18. Jh.)


