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Optimismus 342
nat. 37, 21 aus Indien stammt, d. h. zuerst dorther kam.
Oper, f.(Pl.-n): Singschauspiel. In der 2. H. des 17. Jh.(1681 bei Leibniz 2, 456) aus ital. opera f., eig.«Arbeit, Werk», d. i. lat. opera f. ZUS. Operngucker, m., 1777 bei Adelung, u. Opernhaus, n., 1711 bei Rädlein Opern-Hauß, 1697 in des träumenden Pasquini Staatsphantasien 94 Operen-Haus. —(perétte, f.(Pl.-/): kleines komisches Singschauspiel. Ende des 17. Jh. aus ital. operetta f., eig.«Werkchen.
operieren, v.:(intrans.) wirken, 1571 bei Rot(von Arzneien); vorgehen, handeln;(bei den Arzten) mit dem Messer behandeln. Aus frz. opérer, lat. operãri. Operatéur(spr.-ör), m.(-S, Pl.-e): Wundarzt. Aus glbd. frz. opérateur m. 1791 bei Roth. Operatiön, f. (Pl.-en): Verrichtung, Unternehmung, 1562 bei Mathesius Sarepta 160 b, 1571 bei Rot Würckung, außrichtung, arbeyt; die Taätigkeit eines Wundarztes. 1727 bei Sperander. Aus frz. opération, lat. operãtio f.
Operment, n.(-Lels): Rauschgelb(s. d.). Mhd. õpirment, ôpriment, örpermint n., aus glbd. lat. auripigmentum n.(woher auch mhd. örgemint, ahd. örgimint n.), von lat. auu n. Gold» u. pigmentum n. Farbey.
Opfer, n.(—s, Pl. wie Sg.): der Gottheit dargebrachte Gabe;(bildl.) mit Entbehrung Dargebrachtes(im 18. Jh.). In der 1. Bed. mhd. opfer, opher, ahd. ophar, opfar, offar, md. auch opper, mrhein. im 14. Jh. offer n.,(and. in oppervano«Priesterkleid»), eine deutsche Neubildung von opfern, v., mhd. opfern, ahd. opfarõn, offaròn, md. oppern, offern, andfrk. offron, ndl. offern, ags. offrian. Bei der Her- leitung aus lat. offerre, 2gs. aus ob«gegen... hiny, ferre ctragen, bringen(vgl. Oblate), ent- gegentragen, bringen, darbieten», in kirch- licher Sprache«Gott schenken, weihen, opfern⸗ bereitet das pf in opper Schwierigkeiten. Man müßte von obferre ausgehen. Daher denkt man an Entl. aus lat. ꝓperãri, das im Kirchenlatein «opfern» bedeutet. Der eig. deutsche Aus- druck für opfern war ahd. pluazan, plõzan, ags. blötan, anord. blôota, got. blötan. 4 BL. Opferer, m., spätahd. opfirãri m. Opferung, f., mhd. opferunge, md. auch offerunge, oppe- runge, ahd. offrunga, offerunc, ags. offrung f. ZS. Opfermann, m.: beim Meßopfer hel- fender Kirchendiener, Meßner, Küster, in Hessen und Niedersachsen Oppermann, 1482 im Voc. theut. y 1a opfferman, mnd. opper-
mann, offerman m. Opferpfennig, m., mhd. opferpfenninc. Opferstock, m., spätmhd. im 15. Jh. opferstoc, mnd. opperstock.
Opium, n.(-s, Pl. wie Sg.): Mohnsaft, verhärteter Milchsaft von noch grünen Mohn- köpfen im Orient. 1534 bei Franck Weltbuch 220 3, aus gr. Jat. opium, gr. ôniovn.«Mohnsaft», von gr. ò'c m.«Saft, Milchsaft der Pflanzeny.
Opodéldok, m. n.(*s): eine Art Kampfer- seifensalbe, Flüssigkeit, gegen Gicht. Eine Wortschöpfung des Paracelsus im 16. Jh.(de vita longa 2, 11 Oppodeltoch). Von Peters(Aus pharmaceutischer Vorzeit, Berlin 1886, S. 137) als Zss. auf Opoponao(1574 bei Fischart Ono- mast. 371 2 Opoponack), Bdellium u. Aristo- lochia bezogen.
Opössum, n.(-s, Pl. s): virginische Beutelratte. 1628 bei Münster Cosmogr. S. 1702 Opassom, nach engl. opossum aus der Indianersprache.
opponieren, v.: Einwendungen machen, sich widersetzen, 1566 bei Mathesius Luther 168, 25 Neudr. u. 1571 bei Rot opponirn, aus lat. oppõnere centgegensetzen». Oppositiön, f.: Widersetzung, Gegenpartei, 1571 b. Rot«Gegen- satz, widerspil, gegenred», von lat. oppositio f.
Opportunist, m.(-en, Pl.-en): ein Poli- tiker der sich den Zeitumständen anpaßt, in Frankreich 1876 zur Bezeichnung der ge- mäßigten Republikaner unter Gambetta auf- gekommen u. bald entl.; jetzt auch oft«Ge- sinnungsloser». Von opportune«günstig, ge- legen, aus glbd. lat. opportunus. Vgl. Ladend.
Optativ, m.(-Lels, Pl.-e): die wünschende Redeweise, Wunschform. Aus lat. modas optã- tzwus(einer UÜbersetzung des gr. Grammatiker- ausdrucks ebkruch f.), von optãtus, dem Part. Perf. von optäãre«wünscheny.
optieren, v.: sich für etwas, namentlich eine Staatsangehörigkeit entscheiden. Entl. aus frz. opter«wünschen, wählen» von lat. optäre«wünschen). Wohl erst nach 1864 aufgekommen.
Optik, f.: Gesichts-, Lichtlehre, 1716 bei Ludwig u. bei Wolff math. Lex., 1703 bei Wäachtler optica aus gr.-lat. optice f., gr. ônrui f. (nämlich réxvn f.«Kunst»), dem subst. F. von ömricéc ͥdas Sehen od. Gesicht betreffends. optisch, adj., 1575 im Gargantua 246, gebildet nach dem gr.onlat. Adj. oplicus, gr. örrixöc.
Optimismus, m.: Schlagwort für Leib- nizens Lehre von der besten Welt; dann heitre, zufriedne Lebensauffassung. Im 18. Jh. Vgl. Ladendorf.
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