Teil eines Werkes 
2. Band (1910) L bis Z
Entstehung
Seite
279-280
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279 Naue

Naturbursche, m., urspr. in der Bühnen- sprache als Rollenfach(1841 bei Düringer Theaterlexikon 786). Naturdichter, m., 1782 bei Herder Geist der ebräischen Poesie 1, 110. Naturforscher, m., 1691 bei Stieler. Naturforschung, f., ebd. naturgemäß, adj., 1645 bei Harsdörffer Gespr. 5, 30, dafür 1643 bei Zesen Sprachübung 22 naturmäßig, 1586 bei Fischart Bodinus 39 naturgemäßiig. Naturgeschichte, f., 1777 b. Adelung neben Naturhistorie, historia naturalis. Naturge- setz, n., 1691 bei Stieler. naturgetren, adj., im 19. Jh.(1833 bei H. Heine die romant. Schule, Werke 5, 263). Naturkind, n., bei Schiller 10, 441. Naturkraft, f., 1777 bei Adelung. Naturkunde, f., 1691 bei Stieler; naturkundig, adj., 1534 bei Franck moriae encom. 29², naturkündig bei Luther 3, 220 2. Naturlehre, f., 1691 bei Stieler. Natur- mensch, m., 1774 bei Herder älteste Urk. 1, 28. Naturnotwendigkeit, f., 1785 bei Kant Grundleg. z. Metaphysik d. Sitten 97. Naturprodukt, v., 1785 bei Herder Ideen 2, 280. Naturrecht, n., 1738 bei Hayme jur. Lex. Naturreich, n., 1732 bei Brockes ird. Vergn. 4, 499. Naturspiel, n., 1691 bei Stieler. Naturtrieb, m., 1777 bei Adelung. Naturvolk, n., 1774 bei Herder älteste Urk. 1, 83. naturwidrig, adj., bei Schiller 10, 9. Naturwissenschaft, f., bei Christ. Wolff vern. Ged. von Gott§ 631. naturwüchsig, adj., zuerst 1833 bei Leo Stud. z. n. Naturlehre d. Staates S. 1 nachweisbar. Vgl. Ladendorf.

Naue, f.(Pl.-n) auch Nauen, m.(-s): Schiff, insbes. Fracht-, Lastschiff; plattes größres Wasserfahrzeug, Fährschiff; schweiz. kleinres Schiff, Fischerboot(Schiller Tell 1, 1). Bayr.-schwäb. Mhd. nätwe, nôwe u. nœwve, néwe f.(auch nau m.)«kleinres Schiff, bes. Fährschiffy, im 15. Jh. naffe, näffe f.«Kahno. In der Bed.«Fracht-, Lastschiffy, ahd. vernãtwa f., im 14. Jh. els. nã9e, im 15. u. 16. Jh. nafl fen), nãäff, na(u)ewe, naue f. u. nave m., auch noch schweiz. Nauwwe m. cgrößres Lastschiff mit breitem Boden». Mit Wechsel des ν u. h am Neckar u. Rhein Nühe f.(s. d.). Entl. aus lat. nãvis f.«Schiffn.

Naupe, f.(Pl.-/): Anfall von heimlicher Bösartigkeit, von Gemütswunderlichkeit; ver- drießliche Schwierigkeit. 1570 bei Fischart Nacht Rab 57. Noch obd.(nãpen, nuppen), hess., luxemb., westerw., auf der Eifel. Eins mit Noppe(s. d.).[(Städtechron. 2, 12, 4).

naus, gekürzt aus hinaus, schon im 15. Jh.

neben

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naut, s. aut u. nicht.

Nautik, f.: die Schiffahrtskunde. 1801 bei Campe. nautisch, adj.: schiffahrtskundig, zum Seewesen gehörig. Nach dem gr. Jat. Adj. nauticus, gr. vaurixéc«schiffmännisch, zur Schiffahrt gehörig», aus dessen subst. F. vaurici f.(nümlich rexvn f. cKunst) Nautik, zu voòc f. Schiffy..

Nebel, m.(-s, Pl. wie Sg.): unmittelbar an und über der Erdoberfläche schwebende Wasserdämpfe, die die Luft mehr od. weniger undurchsichtbar machen; bildl. für trügerisch Verhüllendes(schon mhd.). Mhd. nebel, ahd. nebul m.; dazu asächs. nebal, mnd. nevel, nefyel, anord. in Zss. ni*t-«Dunkelheit, ags. ni†ο «dunkel, finstery. Urverw. mit lat. nebula f., gr. veqéhn f.«Wolke, Nebel», véqoc n. Ge- wölk, Finsternisy, air. nél, kymr. niol«Wolkey, abg. nebo n.«Himmelp, lit. debes?s m.«Wolkey (für*nebesis), aind. näbhas n.«Nebel, Dunst, Dunstkreis, Luftraums. Alliterierend bei NNacht und Nebel, 1344 b nacht und bi nebel Weist. 1, 331. Vgl. Mist. 43L. nebelhaft, adj., 1691 bei Stieler. nebeln, v. impers., mhd. nebelen, nibelen(s. nibeln). neb(e)licht, neb(e)lig, adj., um 1500 nebelecht, neblig (Diefenb. gl. 377 b), 1482 im Voc. theut. X 3 b nebelig, 1429 niblich(auch in der Zimm. Chron. ² 3, 305, 36 nibelig, 1561 bei Maaler u. 1618 bei Schönsled. niblig), ahd. nebulgiu(F. zu nebulig). ZS. Nebelfleck, m., bei Schiller 11, 188. nebelgrau, adj., 1777 bei Adelung. Nebel- kappe, f.: unsichtbar machende Kappe(mhd. nebellcappe f.); die Person oder nur das Ge- sicht verhüllende und unkenntlich machende Kappe(im 15. Jh.); vor Kälte und Nässe schützende Kapuze(1561 bei Maaler Nähel- kapp), Nachthaube(Wieland Klelia 5, 495). Nebelkrähe, f.: die asch- oder nebelgraue Krähe mit schwarzem Kopf und Schwanze, sowie schwarzen Flügeln, mhd. nebelkrä f.

neben, adv.: zur Seite; präp. mit Dat. u. Akk.: zur Seite von, seitwärts nahe an. Mhd. neben(), auch nehent, gekürzt aus eln)neben, ahd. nehen u. ineben(urspr. in eben«in gleicher Liniey). Als Präp. im Ahd. nur mit Dat., im Mhd. auch mit Akk.(im 12. Jh.) u. Gen.; ebenso asächs. an eban mit Akk., ags. on efen, on emn(auch onefen, onemn) mit Dat. u. Akk., engl. anent«nebeny. ZUS. nebenaus, adv., 1512 bei Keisersberg Bilgerschaft 120 b neben . nebenbei, adv., mhd. enebene bi, nebent bi. Nebenbuhler, m., 1678 bei Krämer, dafür 1663 bei Gryphius Seiten-Buhl m., bei