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air. ainm, akymr. anu, abg. ime(Gen. imene), apreuß. emmens, arm. anun(Gen. anvan), alb. emon, aind.-aw. nãman- Den Gen. Namens ver- drängt schon im 16. Jh. die ältre Form namen. 4B2. namen, v.: nennen, benamen(Voß Ged. 3, 202), mhd. namen, ahd. asächs. namön, afrs. nama, ags. namian; heute veraltet; dazu mit Ablaut mhd. nuomen, benuomen«namhaft machenꝰ», ndl. noemen«nennen»(s. d.). nament- lich, adj.: mit Namen ausdrücklich benannt, im 18. Jh.; adv.: ausdrücklich hervorgehoben, besonders, vorzüglich, 1691 bei Stieler nah- mendlich. Mit eingefügtem t aus namenlich, mhd. namelich, Adv. namenliche n)(s. nämlich). namhaft, adj.: mit Namen genannt(im 15. Jh. Städtechron. 1, 407, 13 u. 5, 278, 11, als Adv. schon ahd. namahafto); einen bed. Namen od. Ruf habend, berühmt(mhd. nam(e)haft, ahd. nama-, namohaft); beträchtlich, nennens- wert(1579 in den öst. Weist. 6, 143, 22); dazu namhaftig, adj., mhd. namhaftic, spätahd. namhaftig«berühmt». nämlich, adj. in der nämliche: eben derselbe, md. um 1300 der, dirre(dieser) nemeliche od. namellche u. pleo- nastisch der selbe nemeliche(wie des Nach- drucks wegen bei Wieland Danischmend Bch. 8 dieselbe nehmliche Tänzerin), 1495 in Reichsordn. 172 mit nemlichen worken, 1515 bei Pleningen Sallust O 6², 1727 bei Aler der nemlich, bei Lessing Minna 5, 9 dieser nehm- liche, bei Wieland, Herder, Schiller der nehm- liche auch b. Goethe Nat. S. 9, 188 das Nämliche; Gottsched eifert 1758 in den Beobachtungen S. 202 gegen diesen pronominalen Gebrauch, dessen Einführung in Sachsen er in die Jahre 1742 u. 1745 setzt, in denen man ihn von den Kaiserwahlen in Frankfurt a. M. mitgebracht, u. der nun ganz gewöhnlich geworden sei. Hervorgegangen aus mhd. namelich, nemelich (noch im 16. Jh. nemlich)«mit Namen ange- geben od. bezeichnet, ausdrücklich benannts,
ahd. namolich, namilich«mit Namen bestimmt».
Das Adv., das im Nhd. zur Einleitung eines erläuternden Satzes od. Zusatzes im Sinne von cdas heißty dient, um 1522 bei Ickelsamer S. 2 nümlich, sonst im 16. u. 17. Jh. aemlich, im 17. u. 18. Jh. nehmlich, bed. in der ältern Sprache bis ins 16. Jh. herab«im eig. Sinne des Wortes, ausdrücklich u. nachdrücklich, mit nament- licher Hervorhebung, vorzugsweisey, mhd. nem(e)liche u. nam(e)liche, namenlichen, im 16. Jh. nemlich, namlich, nämlich. namsen, v.: mit einem Namen belegen(1541 bei Frisius
5842 nammsen), nennen(Zimm. Chron. ²2 3,
—:z⸗
Narbe 272
131, 3), schweiz.; dazu mhd. genamzon, ge- nemzen«namentlich bestimmen, ausbedingen. Vgl. benamsen. ZUS. namenlos, adj., mhd. namelös«ohne Namen, wesenlos», noch bei Klopstock, Herder, Voß namlos(in der Bed. cunaussprechlich, unsäglich»), die heutige Form zuerst 1727 bei Aler Nahmenloß m. Namens- bruder, m., 1797 bei Hölderlin Hyperion 1, 130. Namenstag, m.: der Tag, dessen Kalender- name zugleich jemandes Taufname ist, 1654 bei Logau 2, 4, 33. Namensvetter, m., bei Pfeffel poet. Versuche 4,154 von 1792. Namens- zug, m., bei Goethe Tasso 1, 4.
Nanking, m.(-S, Pl.-s): sehr dichter glatter in China u. Ostindien aus einer von Natur(rötlich-) gelben Baumwolle verfertigter Zeugstoff. 1793 bei Jacobsson 6, 628 Nankin, benannt nach der chin. Stadt Nanking.
Nanne, m.: Vater. Schles. Wohl altes Kosewort der Kindersprache.
Napf, m.(-Lels, Pl. Näpfe): rundliches Gefäß. Mhd. napf, naph m.(Pl. naphe, näphe, nepfe), frühmhd. auch napfe, ahd.(h)napf, naph m.(Pl.-a,-i)«hochfüßiges Trinkgeschirr, Trinkschale, Becher», im Mhd. auch Speise- napfy, erstim 15. Jh. der heutige weitre Begriff; dazu and. das Dim. hneppin n., mnd. ndl. nap m. Napfꝰ, ags. hncp(p), haœpf m.«Bechers. Aus dem Germ. entl. afrz. hanap(davon hanepier m. Hirnschale»), ital.(a)nappo, frühvulgär- lat. hanappus m. Trinkbechery». Das Wort könnte mit Ablaut zu Humpen gehören. Vgl. noch Btr. 26, 304. ZUS. Napfkuchen, m., in einem Nap/ gebackner hoher runder Kuchen, 1740 bei Zedler 23, 608.
Naphtha, n.(-s) u. f.: dünnflüssiges wasser- helles Erdöl. 1741 bei Frisch. Das gr. Jat. naphtha f., gr. vdoòa f. n., aus chald. naphtha, arab. naft, von arab. nafat«aufwallen, sich ent- zünden». Davon Naphtalin, n.(-): im Stein- kohlenteer enthaltner Kohlenwasserstoff.
Narbe, f.(Pl.-n): kleine Vertiefung als sichtbares Zeichen einer dagewesnen Verlet- zung; die Haarseite des gegerbten Felles(1426 bei Schmeller närbe f., ndl. nerf); die Gras- decke des Erdbodens(1780 bei Möser osnabr. Gesch. 1, 96); weißer runder Fleck auf dem Eidotter(1777 bei Adelung); botanisch, Ende des Pistills(Goethe Nat. S. 6, 62). In der 1. Bed. im 15. Jh. narhe, mhd. nartwe f., md. nare) f., narwe m., spätahd. im 12. Jh. naraa f.; dazu mnd. nar⁰)e m.(selten f.), entl. schwed. narf, dän. naru«Haarseite von Fellen». Eig.«Ver- engung, Stelle, wo verengt ists, denn das Wort


