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Von mucksen, v. intr. u. refl.: mucken(s. d.), dessen Iterativ es ist. 1673 bei Weise Erzn. 12 mucksen, 1663 bei Schottel machsen(das maul aufthun, aber keine Stimme hören lassen), 1664 bei Duez mücksen, 1727 bei Aler muchsen, 1678 bei Krämer muckzen, schon ahd. irmuccazan, irmukkizen«muckseny». Eins mit macchtzen (brüllen od. brummen, vom Rindvieh), 1561 bei Maaler, 1466 muachzen bei Diefenb. nov. gl. 258, 1420 md. muchczin(Schröer vocab. 24 5, 1752), im 15. Jh. möczen(d. i. mökzen) bei Diefenb. gl. 77.
müde, adj.: von Mühe an Kraft nieder- gedrückt u. so zu fortgesetzter Tätigkeit un- lustig, ruhebedürftig; zu etwas nicht mehr geneigt. Mhd. mäede, muode, md. mädle, ahd. maodli; dazu asächs. mödi, mnd. mode, ndl. moede, ags. méde, anord. mnõdr, dän. mod«mũüdes. Verbaladj. von ahd. muojan«mühen(s. d.), urspr.«sich gemüht habend. 4L. müden, v., mhd. muoden«müde werden» u. Mileden, md. mũden, ndrhein. moôden, ahd. muoden«xmüde machen, ermüden». Müdigkeit, f., mhd. muedecheit, md. mäcdlicheit, müdekeit f., der gebräuchliche mhd. Ausdruck war müede f., md. mäüde, ahd. muod, anord. madi, älternhd. Müde f.
1 Huff, m.(-Le]ls, Pl.-e), öst. u. preuß. auch Muffe, f.: walzenförmiges hohles Pelzwerk zum Warmhalten der Hände im Winter. 1664 bei Duez(dem md. u. oberd. Sprachgebrauch gemäß) Muff m., 1663 bei Schottel Maffe f., 1691 bei Stieler auch Muffel m., 1734 bei Steinbach Muffer m.; dazu ndl. mof, moffel f., engl. muff, isl. muffa f. Abgeleitet wie 1664 bei Duez Muffel m. n., frz. moufle f. Faust- handschuh, aus mlat.(im 9. Jh.) maffula f. «loser wärmender Pelzärmel, Fäustling», das wahrscheinlich aus dem Germ. stammt, zu mhd. mouaoe, mnd.-mndl. mouwe, afrs. mowve f. «weit u. lang herabfallender Putz- u. auch Wärmärmel, der lose an den Arm geschoben u. an den Rock geheftet wurde»(noch jetzt nd. moe, maue, ndl. mouro f.«Armel).
2 Muff, m.(-els): Schimmel; Geruch nach u. von Anbrüchigem, Dumpfigem, Modrigem, Fauligem. In der 1. Bed. 1663 bei Schottel, in der 2. Bed. 1691 bei Stieler. Dazu ndl. muf«schimmelig, dumpfig. Aus dem Germ. stammen ital. mat-fa f., mlat. mufa f., port. mofo m.«Kahm, Schimmely, ital. muffo«schimme- lige, muffare«schimmeln?, span. moho m. «Schimmel», auch Moosy, frz. moufette, mo- fette f.«Moderdunst⸗. Vgl. inuffen u. 1muffig.
Weigand, Deutsches Wörterbuch. 5. Aufl. II. Bd.
s Muff, m.(-els, Pl.-e): Maulhänger; mürrischer Tadler, Murrkopf, 1691 bei Stieler, als Spottwort der Holländer gegen die Nieder- sachsen 1741 bei Frisch. Es ist das zu Ende des 15. Jh. u. im 16. Jh. gebräuchl. oberrhein. mupf, muff m.«Verziehung des Mundes, schiefes Maul, Hüngemaul, Flunsch»(als höhnische Ge- berde hinterrücks). S. Mops, 1 Muffel, muffen.
Muffe, f.(Pl.-n): Verbindungshülse an zwei zusammenstoßenden Röhren, 1783 bei Jacobsson, eig. nd. Form von 1Muff.
1 Muffel, m.(-s, Pl. wie Sg.): Geschöpf mit dicken herabhangenden Lippen. Von 3 Muff. Aus dem Deutschen entl. frz. mafle f. «maulendes, mürrisch. Gesicht, Maul, Schnauzey, norman. moufler«maulen», pikard. moufeter «die Lippen verziehen».
* Muffel, f.(Pl.-/): irdenes Gefäß von der Form der Hälfte einer der Lünge nach mitten durchgeschnittnen kurzen Walze, kleine gewölbte Deckschale beim Schmelzen von Erz usw. Schon im 16. Jh. bei Parcelsus Muffel, 1546 bei Agricola 485 Müffel f. Aus mlat. muffula f.«Muff zum Warmhalten der Hände, wegen der Xhnlichkeit der Form(s. ¹Muff).
muffeln, v.: mit vollen Backen kauen; zahnlos od. wie ein Zahnloser kauen;(verächt- lich) kauen. In der 1. Bed. 1551 bei Scheidt Grob. 3994 u. 4405; 1511 bei Keisersberg Has 6 muff(e)len ckauend die Lippen bewegen»; in 3. Bed. 1691 bei Stieler müuffeln, noch mundartl. muffeln. Wie glbd. munpfeln(s. d.) stammend von mhd. mantkvol m.«Mundvoll⸗, 1477 clev. monfel«Bissen», noch in westmd. Ma. Muffel m. Bissen», schwäb. Mumpfel u. ndl. mond- vol f.«Mundvoll». Ahnlich md. Haffel, schwäb. Hamfel aus mhd. hantvol f.« Handvolb, wetterau. Arwel m. u. schwäb. Arfel aus Armwoll m.
umuffen, müffen, v.: anbrüchig, dumpfig, modrig, faulig riechen. 1691 bei Stieler müffen, spätmhd. u. älternhd. müffeln; dazu nd., 1477 clev.-nndl. maffen. Von Muff. Vgl. auch muffzen.
zmuffen, v.: verdrießlich das Maul hängen, maulen, murren, brummen. Bei H. Sachs 4,240 der subst. Inf. muffen, aber schon mhd.(1399) muffeln«brummenꝰ u. gemüffe n.«Brummen aus Verdruß, lautes Murren». Aus dem Germ. entl. venezian. muffo«schwermütig, verdrieß- lich⸗, span. mohino verdrießlich, boshaft».
umuffig, adj.: schimmlig, dumpfig u. an- brüchig nach Geruch u. Geschmack. 1691 bei Stieler wüffig und müfficht, dafür 1781 bei Kindleben müfflich. Von 2Muff.
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