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schen, noch schweiz. morsen, mürsen, mürzen czerstoßen, zermalmen», 1482 im Voc. theut. vSa mursekolb m. Mörserkeules(vgl. morsch).
Mörtel, m.(-S, Pl. wie Sg.): mit grobem Sande vermischter Mauerkalk. 1537 bei Dasy- podius Mörtel, 1482 im Voc. theut. v 7 ε mortel, mhd. morter, zufrühest mortere m., daher noch im 16. u. 17. Jh. Mörter m. Aus lat. mortãrium n.«Mörser»(s. d.), dann der Inhalt desselben. Vgl. Zement u. Speise. Z0S. Mörtelkelle, f., 1537 bei Dasypodius.
Mosaik, f.(Pl.-en): eingelegte Bildnerei von bunten, mittels eines feinen Kittes ver- bundnen Stein-, Glas- u. Holzstückchen. 1712 bei Hübner Mosaique, 1664 bei Duez mosa- isches Werck, aus frz. mosaique f., u. dies aus ital. musaico m.(seit Anfang des 14. Jh. aufgekommen), von glbd. gr. Jat. maüsivun, gr. uouceiov n., dem subst. Ntr. des Adj. uouceioc «den Musen u. den ihnen gewidmeten Künsten angehörig, sie betreffend»(s. musivisch).
Mösch, m.(-es, Pl.-e): der Sperling. Westfl.-köln. Juxemb., auf der Eifel. Köln. im 15. Jh., ndrhein. im 14. Jh. u. mnd. im 11. Jh. masche m., clev. 1477 musch; dazu mndl. maasche, nndl. mos(ch) f., auch in Sieben- bürgen Mäsch f. Wie frz. mouche f.«Fliege, Mücke» auf lat. musca f.«Fliege? zurück- gehend, das hier ähnlich angewendet wird wie Mücke in Grasmücke, schweiz. grasmusch.
Moschée, f.(Pl.-n): muhamedanisches, türkisches Bethaus oder Tempel. 1703 bei Wächtler u. im Zeit. Lex. Mosgquee, 1712 bei Hühner Moschee. Aus glbd. frz. mosguée, ital. moschea f., von arab. mesdjid«Anbetungsorty.
Moschus, m.(Gen. wie Nom.): durch- dringend u. nervenstärkend riechender dicker Saft aus dem zwischen Nabel u. Vorhaut be- findlichen Sacke bei dem Männchen des Mo- schustieres. 1703 bei Wächtler; im 17. Jh. Musch m.(bei Lauremberg u. Lohenstein), wie frz. musque, muse(seit 14. Jh.), aus spät- lat. musczus, spütgr. uôcxoc m., von glbd. pers. muske, aus aind. muskäs m. Hode». Dafür früher Bisam.
Moskito, m.(-S, Pl.-S): Stechmücke. Aus glbd. span. mosquito, abgeleitet von lat. masca f.«Fliege». Erst im 19. Jh., z. B. 1834 bei Petri.
Most, m.(-Lels, Pl.-e): aus Trauben od. Obst gepreßter Saft, der durch Gärung zu Wein wird. Mhd. nnost(Pl. möstſe]), auch muost(in muostmesse f. Herbstmesse»), ahd. most m.(auch unvermischter, nicht mit Wasser
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gemischter Wein); dazu ndl. most, ags. mast, engl. must. Entl. aus glbd. lat. mustum(näm- lich vinum«Wein») n. zu mustus«jung, neu, frisch, ungegoren.
Mostert, Mostrich, m.(Jels, Pl.-): Mostsenf, d. h. mit Most angemachter Senf. 1777 bei Adelung Mostrich, 1711 bei Rädlein Mösterich. Nachbildung des ital.(prov.-span.) mostarda f., frz. moutarde f., von lat. mustum n. & Mosty. Treuer dem fremden Worte blieb spätmhd. musthart, mostert, älternhd. Mostart, noch rhein. Mostert; dazu mnd. mostert, mu- stert, mostart, mndl. u. 1477 clev. mostart, ndl. mostaard, mosterd, engl. mustard, anord. mustardr m.
Motétte, f.(Pl.-n): Singstück urspr. mit Zugrundelegung eines Bibelspruches. 1556 bei Frisius 1366 b Mutet f., 1566 bei Mathesius Luther 210 f. Moteten, Muteten(vom J. 1530), aus ital. mottetto, frz. motet m., von mlat. motetum n., das einen«Kirchengesang» be- zeichnet u. auf mlat. muttanm n., ital. motto m. (s. Motto) zurückgeht.
Motiön, f.: Leibesbewegung(1703 bei Wächtler); Antrag(1791 bei Roth, nach engl. motion); Flexion. Aus lat. môtio f.«Bewe- gung», zu movéere«bewegen».
Motiv, n.(-Lels, Pl.-e): Bewegungs-, Be- weggrund, Antrieb, Triebfeder. Bei Para- celsus de Magnete u. 1571 bei Rot Motif, wie frz. motif, ital. motivo m. aus mlat. mo- tivum n.«Ursache, Antrieb», subst. Ntr. des mlat. Adj. motivus«Bewegung verursachend, aufregend, anreizendy, von lat. motio f.«Be- wegung». motivieren, v.: mit Gründen belegen u. unterstützen, begründen, bei Les- sing 7, 205, nach glbd. frz. motiver.
Motor, m.(-s, Pl.-en): Triebkraft, Kraft- maschine. Das lat. mötor m. der Beweger-. In neurer Zeit.
Mött, n., s. Mutt.
Motte, f.(Pl.-n): eine Wollzeug, Pelz, Getreide usw. zernagende kleine Raupe; dann (im 17. Jh.) der aus ihr hervorgegangne kleine Nachtschmetterling. In der 1. Bed. bei Luther M. f., 1482 im Voc. theut. v 72 mott, in der 1. H. des 15. Jh. mothe, 1417 mutte, 1421 ndrhein. matt(Diefenb. gl. 584 b, nov. gl. 365 3). Ins Hochd. eingedrungen aus mnd. mutte, mndl. motte f.; dazu ags. mophe u. moncke f., engl. moth, anord. motti m. Unsicher, ob zu Made(s. d.). Dafür obd. Schabe, mhd. milzoe f.(s. Milbe), got. malòô f.«Mottey. ZUS.
Mottenfraß, m., 1777 bei Adelung; dazu


