213 Monster-
Nops 214
Monotonie, f.: Eintönigkeit, Einförmigkeit, 1703 bei Wüchtler, aus glbd. gr. uovorovia f. Monster-, in Zss. wie Monsterkonzert, Monsterpetition«sehr groß, riesige, stammt über engl. monster«Ungeheuer» aus glbâ. lat. monstrum n. Erst in neurer Zeit. Monstränz, f.(Pl.-en): Gehäuse zum Aufbewahren u. Zeigen der geweihten Hostie. Im 15. Jh. monstrancie, monstrancz(e)(1404), monstrantz(1482), aus glbd. mlat. monstrantia f., von monstrans(Gen.-tis), Part. Präs. des lat. Verbums monsträre zeigen». Monstrum, n.(s, Pl.-s,-Stren,-stra): Miß- gestalt, Ungeheuer, Ungetüm, Scheusal. 1571 bei Rot. Das lat. monstrum n., urspr.«Wahr- zeichen der Götter als naturwidrige Erschei- nung», von lat. monére«mahnen, warnen». monströs, adj.: mißgestaltet, ungestalt, un- förmlich, bis zum Abscheu ungeheuer, 1717 bei Nehring monstros, aus lat. monströsus, frz. monstrueuæ«wider-, unnatürlich, scheußlich». Montag, m.(-v, Pl.-e): der zweite Tag der Woche. Mhd. mün-, mœntac, md. mãn-, montag(im 15. Jh. méntag), ahd. mänetag m.; dazu mnd. män(en)dach, ndl. maandag, afrs. mõnendei, mönadei, ags. monandcæg, engl. mon- day, anord. mäãnadagr m., schwed. mandag, dän. mandag. Das Wort bewahrt in sich die alte Form Mon(s. Mond) u. wurde nach lat. dies Lunae der der Mondgöttin gebeiligte Tagy gebildet(vgl. ital. lunedi, frz. lundi m. «Montag»). RA. der blaue M., s. blau. Montéur(spr.-ör), m.(-S, Pl.-e): Ar- beiter, der Maschinen aufstellt. Aus glbd. frz. monteur in neurer Zeit. montieren, v.: zu- u. einrichten, ausrüsten; militärisch mit der Dienstkleidung versehen oder völlig be- kleiden. In 1. Bed. mhd. muntieren, in 2. Bed. 1643 im Sprachverderber 41 montieren, 1678 bei Krämer muntiren, 1669 im Simpl. 330 mondiren. Aus frz. monter steigen», dann cerhöhen, befördern, beritten machen, aus- statten», ital. und mlat. montare«zur Höhe steigen» usw., von lat. mons m.(Gen.-tis) Berg). 43L. Montierung, f.(Pl.-en): Ausrüstung(1712 bei Hübner); Dienstkleidung des Soldaten, 1694 bei Nehring. Montur, f. (Pl.-en): Ausrüstung, Dienstkleidung des Sol- daten, urspr. des Kavalleristen, 1703 im Zeit. Lex. aus frz. monture f.«Reitpferdy. Monumént, n.(‧N, Pl.-e): Denkmal. 1550 bei Alberus Fab. 20, 72. Aus glbd. lat. monu- mentum n., von lat. monére cerinnern». Moor, n.(-els, Pl.-e): Sumpfland, von
Natur wässriges Kotland. Aus dem Näd., mnd. mör m. n., mdâ. im 15. Jh. More, 1492 bei Liliencron 2, 328, 36 mor, 1691 bei Stieler Mor(m.), aber mhd. ahd. muor n., im 16. Jh. Mur, Mur u. noch bayr. Muer n., auch mnd. mar. Dazu ags. mör m. Bodenfeuchtigkeit, Lache, Sumpf», engl. moor«Sumpf. Ab- lautend mit Meer(s. d.), ahd. im Muspilli 56 bed. muor geradezu«Meer», andrerseits nd. mér Sumpf, seichtes Wasser». 4BL. moorig, mooricht, adj., 1777 bei Adelung mohrig.
1 Moos, n.: Geld. In den Dial. weit ver- breitet. Jetzt bes. stud., eig. rotwelsch(1750). Aus späthebr. mã ot, jüd. mã' Ʒs«kleine Mün- zen, Geld. 7
² Moos, n.(es, Pl.-e): Art zarter Pflanzen mit unkenntlichen Blüten, lat. muscus. Mhd.- ahd. mos n. Mocs», aber auch überhaupt cdie Erde moosartig überziehendes Gewächs, Moosboden, Sumpfland»(in letzter Bed. noch obd., z. B. Dachauer Moos); dazu mnd. mos n. «Moos», mndl.-ags. mos n.«Moos, Sumpf), engl. moss, anord. mosi m.«Moos, Sumpfo, schwed. mossa, dän. ο MooOsy, schwed. mosse, dän. mοe«Torfmoor, Sumpf». Ur- verw. mit lat. muscus m.«Moos», gr. Bòœk m. & Miesmuschel», abg. mächä Moos'», lit. musa pl. m.«Schimmelpilz». Dazu abl. Mies(s. d.). Entl. frz. mousse f.«Moosy. 4BL. moosen, v.: Moos ansetzen, sich mit Moos überziehen, mhd. vermosen, miesen. moosicht, moosig, adj. mit Moos bewachsen; sumpfig, versumpft. In beiden Bed. mhd. moseht u. mosec, mosic; dazu ahd. mosalih dem Sumpfe angehörigs. ZVUS. Mooskolben, m.: das im Sumpfe wach- sende Kolbenrohr, typha latifolia, 1561 bei Maaler. Mooskuh, f.: Rohrdommel, weil sie den Schnabel in den Sumpf steckt u. dabei einen dem Brüllen des Rindes nicht unähnlichen Ton hören läßt, 1557 bei Gesner Vogelb. 207 5b Moßku, dafür 1618 bei Schönsleder Mosochs, um 1480 im Voc. inc. teut. 96 b moßlkalb. Moosrose, f., 1777 bei Adelung. Moos- schnepfe, f.: in morastigen Gegenden lebende Riedschnepfe, bei Adelung.
Moppe, f.(Pl.-n): Obrfeige(nordd.); Gebäck(übertr. wie Ohrfeige, Maulschelle). Gehört zu dem unter Mops behandelten Stamm. Vgl. auch schweiz. Möpp(i) n.«Mund, Mäul- chen». Daher moppeln, v.(nordd.): ruhig, aber anhaltend essen, els. mopplen, mõpplen in übertr. Bed.«gern haben».
Mops, m.(es, Pl. Möpse): dummer ver- drießlicher Mensch; Art kl. Hunde mit stumpfer 14*


