Teil eines Werkes 
2. Band (1910) L bis Z
Entstehung
Seite
209-210
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209 Nonade

Mond

verlauf, kleinster od. kürzester Zeitteil, Ent- eines Druckbogens(benannt nach dem kahl-

wicklung, Entscheidung, Ausschlag, Entschei- dungskraft, Geltung(woher frz. moment m. cAugenblick»), von lat. movére«bewegenv. momentän, adj.: augenblicklich, schnell vorübergehend, bei Lessing 6, 513, aus glbd. lat. Adj. mömentãneus.

Monäde, f.(Pl.-n): die Einheit; absolut einfache Substanz(durch Leibniz eingeführt, bildl. bei Zachariäã Od. u. L. 408); sehr kleines Aufgußtierchen(bei Al. v. Humboldt Mona- dine f.). Aus gr--lat. monas f.(Gen.-dis), gr. Hovdc f. Einheity, bei Philosophen das Einfache, Unteilbare», von gr. uovöc ceinzig».

Monärch, m.(¹en, Pl.-en): Alleinherrscher, Alleinherr. Im 16. Jh. b. Luther, S. Franck usw. Monarcha mit dem Pl. Monarchen(1531 bei Hedio Joseph. a 2 b), 1605 bei Hulsius Monarch. Aus glbd. mlat. monarcha, gr. uoväãpxnc m., von gr. pvoc«einzig» u. einer Ableitung von äpNXeivder Erste sein, herrschen». Monarchie, f.(Pl.-n): Alleinherrschaft, in den Fastn. 1310 monarchey, 1538 bei S. Franck Chron. d. Teut- schen 16 b Monarchey, 85 b Monarchi, 1540 in der Confessio Augustana 22² der Pl. Monar- chien, aus glbd. gr.-lat. monarchia, gr. uovapxia f.(dafür ahd. einhérõdi n., von hérõdi«höchste Würdes). monärchisch, adj., im 16. Jh. bei Fischart 3, 353, 9 Kz., nach gr. Hovapxixòc.

Monat, m.(-s, Pl.-e): der nach der ein- maligen Umlaufszeit des Mondes um die Erde von u. bis zu seinem Stande zwischen Sonne u. Ende(29 Tage, 12 Stunden, 44 Min. u. 2 ⁄0 Sekunden) od. vielmehr der nach einem Zwölftel des Sonnenjahres(d. h. nach 30 Tagen, 10 Stunden u. 20 Min.) bestimmte Zeitraum. 1482 im Voc. theut. v 6 b monat u. im 14. Jh. in den Gesta Romanorum 152 der Pl. monade, aber mhd. münöt(Gen. mänödes), spätmhd. mõnot, mônet, moneit, ahd. mänõd m.; dazu and. mänath, m., mnd. mäãn(e)t, ndl. maanqd, afries. mõnath, ags. mon(a), engl. month, anord. mãnadr, schwed. mnad, dän. maaned, got. mẽnöps m. Von mhd. mäüne, spätmhd. moône, ahd. mãno, got. mêena m.«Mond)(s. d.). 4BL. monatlich, adj., 1482 im Voc. theut. v 6ᷓ b; spätmhd. mãnet-, mönetlich, ahd. mũnõd-, mänôtlih, and. monohtlic.

Mönch, m.(-els, Pl.-e): Klostergeist- licher; dann(nach einem der Mönchskappe ähnlichen schwarzen Fleck oben auf dem Kopfe) eine Grasmücken- u. eine Meisenart (1795 bei Nemnich Mönchsmeise); mit unge- schwärzten od. äufßerst schwach geschwärzten

Weigand, Deutsches Wörterbuch. 5. Aufl. II. Bd.

Lettern bedruckte, also gleichsam kahle Stelle

geschornen Kopfe, der Platte des Mönchs, 1575 bei Fischart Garg. 410); verschnittnes, zur Begattung untauglich gemachtes männ- liches Tier, vorzugsweise ein solches Pferd (Spätmbd. münch, munch); Benennung ver- schiedner Werkzeuge, wie eines Stempels zum Stoßen im Hüttenwesen(1580 bei Ercker Beschreib. d. Bergwerksarten 40², die Ringe, in die mittels des Stempels eingetrieben wird, heißen Nonnen), ferner eines in die Höhe stehenden Zapfens zum Ablassen u. Schließen des Teiches(1716 bei Hohberg 3, 2, 296 b) usw. In der 1. Bed. md. im 16. Jh. M.(Scheidt Grobian. 4432), um 1400 monnich(Magdeb. Blume 1, 94), im mrbein. Voc. ex. quo 1469 monch, älternhd. Münch(noch mundartl.), mhd. münech, müni)ch, mun(i)eh, ahd. munich m.; dazu mnd. monek, mon(i)k, ndl. monnik, afrs. munikc, monikc, ags. munuc, munec, engl. monk, anord. munler m., schwed.-dän. munk. Aus gr.-lat. monachus, gr. Hovoxc m., dem subst. Mask. des Adj. uovoxòc allein, einsam lebendꝰ, von uévoc einer, allein». RA. jem. einen M. stechen(Lessing 1, 271) chöhnisch die Faust weisen», wobei der Daumen zwischen den vor- dern Fingern heraussieht, bei Glaser Gesind- teufel(Leipzig 1564) D8b. 4BL. mönchen, v.: kastrieren, mhd. mün(e)chen, md. monchen. Möncheréi, f.: Mönchsleben, bei Luther 1, 3152 Müncheren, u. Tischr. 2625 Möncherey, dafür mhd. municheie f. mönchisch, adi., mhd. mänichsch, md. munchisch. Mönchlein, n., mhd. mäünechlin, münichelin n. Mönch- tum, n., bei Schiller 7, 57, ahd. munichluom. 2ZUS. Mönchsbogen, m.: Druckbogen mit bleicher Schrift, 1712 bei Hübner. Mönchs- kappe, f.: Mönchskutte, b. Fischart Garg. 400, mhd. münchkappe f. Mönchskloster, n., 1642 bei Duez Muúnchskloster. Mönchsleben, n., mhd. münechlehen n. Mönchsschrift, f.: eckige Schrift der Mönche im Mittelalter, bei Wieland 9, 237.

Mond, m.(-e]ls, Pl.-e): der Nebenplanet der Erde, dann im Nhd. Nebenplanet über- haupt(Lessing 1, 177); Zeit eines Mondum- laufs, Monat(um 1400 in der Magdeb. Blume 2, 1, 74 mond, Pl. mondin, u. in gleichem Sinne schon mhd. müne, spätmhd. mön). In der 1. Bed. häufig im 16. u. 17. Jh. u. noch bei Wieland 18, 310 Mon, bei Zesen Mahn, mhd. män(e), mön(e) u.(durch Mischung mit mãnõt Monat») mänöt, münet, später mãnt, moônt,

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