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sein«beschneiden» bedeutet, also urspr. die Karten durch Beschneiden kennzeichnen⸗). Davon Mogeléi, f., studentisch 1813 belegt, Mogeler, m., aus dem J. 1795.
mögen, v.(Präs. mag, Pl. mõgen usw., Prät. mochte, Konj. möchte, Part. gemocht, s. u.): das Geeignetsein, urspr. die Kraft zu etwas haben, daß dies sei od. geschehe; Freiheit, Geneigtheit(Lust) wozu haben. Bei Luther m. neben mügen, mhd. mugen, mügen, spät- mhd. auch mogen, mögen(Präs. mac, 2. Pers. mant u. mahst, magst, Pl. mügen, mugen, magen, megen, mogen, spätmhd. mögen, Prät. mohte,
mahte, Konj. möhte, mehte, Part. spätmhd. gemügt, bei Luther Weish. 17, 9 mocht), ahd.
mugan, älter magan(Präs. mag, 2. Pers. maht, Pl. magun, mugunes, mugun, Konj. megi, mugi, Prät. mahta, mohta, Konj. mahti, mohli); dazu
asächs. Präs. mag(Pl. magun, Prät. mahla, magenkopjf, mhd. mänkoph, ndl. maankop m. Mohnöl, n., mhd. mäg(en)ö! n. Mohnsaat, f., 1482 im Voc. theut. töa mahensat, mhd.
mohta), mnd. mogen(Präs. mach, Pl. mogen, Prät. mochte), ags. Präs. mœg(2. Pers. meaht, Pl. magon, Prät. meahte, mcœhte, mihte), engl. may(Prät. might), anord. mega(Präs. mã, Prät. mätta), dün. maa(Prät. u. Inf. maatte), got. magan(Präs. mag, Pl. magun, Prät. mahta). Crverw. mit abg. mosti(Präs. mo⁹a)«ver-
mögen, können»(lit. magoti chelfen, nützen)
ist aus dem Slav. entl.), air. do-for-magar caugetur», gr. uflxoc n., unxovn f.«Hilfsmittel». Vgl. Macht. In Verbindungen mit dem bloßen Inf. ohne zu, z. B. ich hätte es nicht sagen mögen(bei Luther Dan. 6, 20 usw. mägen)
Möhre 206
mohl, auch moll, adj.: überreif(von Obst), im Innern faul. In obd. und nd. Mundarten weit verbreitet u. daher nicht entl. aus frz. mol«weichs(jetzt mou), sondern zu ahd. molawén«tabere», u. weiter vielleicht zu lat. mollis«weich», aind. mydüg«weich, zart, mildꝰ. Dazu mollig(s. d.).
Mohn, m.(*, Pl.-e): die Pflanze papaver, dann ihr Same(vgl. Magsameln]). 1470 md. moön m., aber noch bei Brockes, Frisch u. 1769 bei Lessing 8, 255 Mahn, mhd. män, mühen, mägeln), ahd. mägo m.(noch bayr. Magen, Mahen m.); dazu and. mãho m., mnd. mãn m., asch wed. valmughi, schwed. vallmo m.«Mohnꝰ, dän. valmue. Wohl urverw. mit glbd. gr. xov, dor. Hdxuv f., abg.-russ. makä m., poln. und böhm. mak, preuß. moke, vielleicht aber ein altes Lehnwort, vgl. Hoops Waldb. 474. ZU0S. Mohnkopf, m., 1482 im Voc. theut. t4b
mãgesãt f. Mohnsame, m., im mrhein. Voc.
ex quo 1469 maynesam, mhd. mägeln)säme m.
1 Mohr, m.(-els, Pl.-e): eine Art dicht- u. festgeschlagnen Zeuges von Seide, Halb- seide usw., glatt od. mit Wässerung. 1715 bei Amaranthes Mohr oder Moor, entweder gantz seiden, oder halb Cameel-Haaren. Aus glbd. frz. moire f.(daher moiré«gewässert»), entl.
aus engl. mohair(s. Mohär) u. dies aus arab.
ist mögen kein Inf., sondern Rest einer alten starken Partizipialform. 4L. möglich, adj.,
mhd. müg(e)lich, md. mugelich, mogelich, noch im 17. u. Anfang des 18. Jh. müglich(Duez, Stieler, Freyer); dazu mnd. mogelik, 1477 clev.
mogelich, mndl. moghelick; davon Möglich-
keit, f., mhd. mügelicheit, md. mugelichkteit, mnd. mogelicheit f.
Mohammedäner, m.(-s, Pl. wie Sg.): Bekenner der Glaubenslehre Mohammeds. Von dem Mask. eines nlat. Adj. Mohammeddanus, Muhamedanus od. Mahometanus(frz. Moko- métan), abgel. von Muhamedas, Machammedas,
Mohrin, f.:
Mahommetus, dem latinisiert. arab. Namen des
Stifters des Islam Muhãmmad«dersehr Gelobte,
stets zu Lobende», dem Part. II von Lämida
lobens(schon mhd. im Sinne eines Gottes: der Sarazenen Mahumete, Mahmete, Mahmet, nach frz. Mahomet). mohammedanisch, adj.
Mohär, m.(-S, Pl.-e): Zeugstoff aus dem
muchajjar zeugstoff aus Ziegenhaar». Vgl. Ma- cheier. ZUS. Mohrband, n.: glattes Seiden- band mit wolkiger Wässerung, 1798 b. Adelung.
*2 Mohr, m.(ren, Pl.-en): von Natur schwar- zer od. schwarzbrauner Mensch. Mhd. mör(e), ahd. mör m., aus lat. Maurus m.«schwarz- brauner Ureinwohner Nordafrikas». 48L. die Schwarze, Schwarzbraune, mhd. œrinne, mœrin f. ZUS. Mohrenhirse, f.: eine orientalische Pflanze, sorghum vulgare Pers., auch Sorgho, Durrha, Neger-, Guinea- korn genannt. 1797 bei Nemnich Mohrhirse. Mohrenkopf, m.: ein rundes Biskuitgebäck mit Schokoladenguß. Mohrenland, n., mhd. Mõr(en)lant n.
Möhre, f.(Pl.-n): die gelbe Rübe, daucus carota. 1562 bei Mathesius Sar. 334 Mhöre, 1663 bei Schottel Mohr, Möhr, 1678 bei Krämer Morre, Mohre, mhd. mor(cyhe, mörhe, more, ahd. mor(a)ha, moreha f.«eßbare rübenartige
Wurzel, gelbe Rübe»; dazu ags. more, moru f.,
Haar der Angoraziege, Haartuch. Aus glbd. engl. more«Möhre». Urverw. mit glbd. serb.
engl. mohair(s. 1Mohr u. Machaier).
mrva, russ. morkovi, gr. Bpdxavo(Hesych) Ntr.


