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Merks
schengeschlecht, n., bei Klopstock, Herder. Nenschenhand, f., mhd. menschenhant f. Menschenkenner, m., bei Wieland, Schiller. Menschenkind, n., mhd. menschenkint n. Menschenleben, n., im 15. Jh. Buch der Beispiele 68, 1. Menschenliebe, f., 1734 bei
Steinbach. menschenmöxglich, adj., bei Wie-
land, im 17. Jh.(1631) menschmöglich, im 16. Jh. menschlich u. müglich, Berlichingen 76, Schert- lin Briefe 8o. Menschenpflicht, f., bei Gleims, 372. Menschenrecht, n., bei Schiller 6, 38. menschenscheu, adj., Simpl. 1, 82 Klr. subst. Menschen-Scheu m. Menschenschlag, m., bei Kant 10, 73 von 1788. Menschenseele, f., mhd. menschenséle f. Menschensohn, m., bei Luther Joh. 12, 34. Menschentum, n.,
1654 bei Logau 1, 8, 69. Menschenwerk, n., bei Luther Ps. 17, 4. Menschwerdung, f.,
im Alsfelder Passionsspiel 7709 mentschwer- dunge f.(Zusatz aus dem Anfang des 16. Jh.).
Mensur, f.(Pl.-en): abgemeßne Entfer- nung der Fechtenden beim Zweikampf; Zwei- kampf. Student. 1813. Aus lat. mensitra f. cdas Messen, Abmessen).
Mentor, m.(-S, Pl.-en): Ratgeber, Hof.
meister, Prinzenerzieher, 1757 bei Hagedornl, 191, benannt nach Mentor, dem Geleiter des jugendlichen Telemach.
Menü, öst. Menu, n.(—s, Pl.-s): Speisen- folge; Tischkarte. Aus frz. menu m. Tisch- karte», eig.«die kleinen Teiley, von lat. mi- nütus«kleiny. Noch nicht bei Petri 1834.
Menuétt, n.(-Lels, Pl.-e): ein ursprüng- lich französischer Tanz von langsamer feier- licher Bewegung. 1711 bei Rädlein Menuet f., aus frz. menuet m., von dem noch im 18. Jh. vorkommenden frz. Adj. menzet«dünn, fein, klein», zu lat. minattus«klein»; also gleichsam cKleinschrittanz», nach den kleinen Schritten (pas) benannt. Dieser Tanz wurde zuerst 1653 am französischen Hofe eingeführt u. war unter Ludwig XIV. und Ludwig XV. sehr beliebt.
Mergel, m.(*s, Pl. wie Sg.): fette, düngende Erdart. Mhd. mergel, ahd. mergil m.; dazu mnd. mergel, ndl.-clev. 1477 mergel,(aus dem Deutschen entl.) schwed. märgel, dän. mergel. Aus glbd. mlat. margila f., Dim. von glbd. mlat. marga f.(nach Plinius hist. nat. 17, 4 urspr. keltisch). 4BL. 1mergeln, v.: mit Mergel düngen, mhd. im 14. Jh. mergeln, dazu mnd. mergelen, 1309 myrgelen(Höfer Urk. 79), ndl. 1598 marghelen.
2mergeln, v.: kraftlos machen, bis aufs Blut und zur Ermüdung plagen, auch reffl.
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Klternhd. mergeln(1531 bei Franck Chron. 131²), 1586 bei Pape Bettel- und Gartteufel N15b sich mörgeln. Von Mark, aber z. T. an MWergel angelehnt, vgl. ZfdW. 10, 49.
Meridiän, m.(—s, Pl.-e): die Mittagslinie, der Mittagskreis, d. h. die den Aquator und die beiden Pole durchschneidend gedachte Linie, in der für jeden darin liegenden Ort der Erde die Sonne am Mittage um 12 Uhr steht. Bei Nehring 1717 Meridiän, aus lat. meridiãnus«mittägig», substantivisch(mit Er- gänzung von circulus m.«Kreis»)«Mittags- kreis, von lat. meridies m.«Mittagy. Schon mhd. méridiãn f.«Mittagszeit, Mittagshöhe».
Merino, m.(-s, Pl.-s): das feinwollige spanische Schaf; feiner geköperter Wollen- stoff. Aus span. merino m. in Spanien seit alter Zeit einheimisches feinwolliges Schaf, in Kursachsen 1765 u. 1779 eingeführt(daher unter Elektoral, d. h. Kurfürstlich, die feinste Wolle verstanden wird), von span. merino «dicht, krauss.
merkantilisch, adj.: kaufmännisch, kauf- mannsmäßig. Bei Goethe 27, 334. Von frz. mercantile ckaufmännisch, Handels-(z. B. Mer- kantilwesen n.«Handelswesen,), das auf lat. mercäri chandeln» zurückgeht.
merken, v.: mit etwas zum Kennen ver- sehen; an oder aus Zeichen auffassen oder schließen, mit dem Geist auffassen und fest- halten. Mhd. merken, älter merchen(Prät. markte, marhte, merhte, merkete), md. auch mirkcen, ahd. merchen(Prät. märhta); dazu mnd. merken, marken«mit einer Marke ver- sehen, aufmerkenꝰ, afries. merkia, ags. mear- cian«mit einer Marke versehen, bezeichnen, anord. merkja«kenntlich machen, unterschei- den, wahrnehmen, bemerken?, schwed. märka, dän. merkce. Abgeleitet von ahd. marcha f. Bezeichnung»(s. 1Marke). 4B L. merkbar, adj., 1691 bei Stieler. Merker, m., mhd. merkcre, merker m. Aufpassery, bes. bei Liebesverhältnissen, dann einer, dem Poesien zur Prüfung vorgelegt wurden, ndrhein. mir- kere. merklich, adj., mhd. merkle)lich«wohl zu beachten, bemerkbar, deutlich, wichtigy, auch«tadelsüchtigs. ZUS. Merkmal, n.(-s, Pl.-e), 1618 bei Sandrub 68 Merckmahl. Merk- wort, n.: Stichwort der Schauspieler. Bei Tieck. merkwürdig, adj., 1678 bei Krämer; dazu Merkwürdigkeit, f., 1716 bei Ludwig. Merkzeichen, n., 1596 bei Hulsius dict.
Merks, m.: Fähigkeit des Merkens, Ge- dächtnis, Denkzeichen. In den Mundarten weit


