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kommen 1, 332 merenteils, eig. zwei Gen. Sg., im Markbuch von Altenstadt in der Wetterau unterm 4.— 14. Oktober 1637 noch getrennt mehren theills; dafür 1691 bei Stieler mehrern- theils, 1509 bei Keisersberg Marie Himelfart 16 b merertheils. mehrfach, adj., 1809 bei Campe. mehrmal, adv.(Schiller 4, 250), 1654 bei Logau 3, 5, 48, urspr. 2u mermal 1517 im Teuer- dank 98, 156; mehrmalen, adv., 1525 bei Luther hyml. Propheten 2, A 3¹, jetzt ver- altet, eig. zu mehrmalen(Germania 28, 374 von 1525, noch bei Lessing 9, 396), 1470 bei Wyle 298, 35 zü meren malen; mehrmals, adv., 1561 im Amadis 1, 274(131 K.). Mehr- zahl, f.: größre Zahl im Verhältnisse zur kleinern(1809 bei Campe); gramm. statt Pl. 1641 bei Schottel die mehrere Zanl. Meiden, m.(-s, Pl. wie Sg.): verschnittnes männliches Pferd. Veraltet, noch schweiz. Mei- den, Meider m.«Zuchthengsty. Mhd. meidem, meiden m.«Hengst, Wallach». S. Medaum. meiden, v.(Prät. mMied, Part. gemieden): ausweichend fernlassen, ausweichend unter- lassen. Mhd. miden(Prät. meit, Pl. miten, Part. gemiten), ahd. mäcdan(Prät. meid, Pl. mitumẽs, midan), urspr.«verborgen sein, sich wovor verbergen», dann«sich fern halten in Hinsicht worauf»; dazu asächs. midan(Prät. méd, Pl. mitun)«von jem. lassen, unterlasseny, afrs. mötha(in formötha), ags. middan(Prät. md, Pl. midon, Part. miden)«verbergen, ver- hehlen, verschweigen, unterlassen, sich ver- stelleny». Gleichen Stammes wie missen. Meier, m.(-s, Pl. wie Sg.): Wirtschafts- vorsteher eines Land-, Feldgutes; der erste unter den münnlich. Dienstboten einer größern Landwirtschaft; auf einem Gute Sitzender mit Zinspflicht gegen den Gutsherrn. In Bayern und Niederdeutschland. Uberaus häufig als Familienname, u. von da wieder zum Appella- tivum geworden in Zss. wie Angst-, Piepmeier. Als jüdischer Name geht M. auf hebr. me-ir cerleuchtend» zurück. Mhd. mei(g)er m.(mit obd. Schreibung auch mai(g)er)«mit der Ober- aufsicht des Hauses, Gutes Betrauter, Oberster der Hörigen auf einem Landgute, freier Pächter eines solcheny, ahd. meior, meiur, and. meier (Gutsverwalter) m., aus d. subst. gebrauchten lat. Komp. maior«der Größre, Höhren, wor- aus auch franz. maire m. Im frühen Mittelalter entsprechend der major domus«Hausmeier» der fränkischen Könige. 4L. Meieréi, f.: Meierhof, 1580 bei Sebiz Feldbau 37 Meyerey, aber späütmhd. meigerie, meierey f.«Amt des
Meiers». ZUS. Meierhof, m., frühmhd. meierhof m.
meiern, v.: foppen, anführen, betrügen. Norddeutsch. Vgl. abmeiern.
Meile, f.(Pl.-n): größtes Längenmaß, das in Deutschland gewöhnlich 2 Stunden oder 12000 Schritte nach früherer Rechnung, nach neuer 7,5 km zäühlt. Mhd. m7(e) f.(Pl. mäle, auch milen), ahd. mla, malla f.; dazu ndl. mijl, ags. ml f., engl. mile, anord. mla f., schwed.- dän. mil. Aus lat. mlia(Pl. von mille ctausend) d. i. mlig passuum 1000 Schritte od. eine röm. Meiley. ZUS. Meilenstein, m., 1741 bei Frisch. Meilenstiefel, m.: im Märchen vor- kommender Stiefel, der mit jedem Schritt eine Meile macht(J. Paul Hesp. 3, 206). Meilen- zeiger, m.: Meilenstein(Adelung 1777), Meilen- tabelle(Günther 664).
Meiler, m.(-, Pl. wie Sg.): mit Erde, auch Stroh od. Reisern bedeckter Holzstoß, durch dessen Verbrennen der Köhler die Holz- kohlen gewinnt. Mhd. Meiler, thür. im 15. Jh. maler, 1560 bei Spangenberg Jagteuffel V 2 b Mieler, 1741 bei Frisch Milder als nsächs., mnd. u. nnd. miler m.,(entl.) dän. mile, schwed. mila f., aus dem Deutschen entl. tschech. milir, miléy, poln. mielerz, nlaus. milaf m., oblaus. milowka f.«Meilery. Kärnt. im 17. Jh. Meiller m.«eine Anzahl(44) aufgeschichteter Roheisen- stangen⸗, schon mhd. meiler m.(aus Leoben in Kärnten). Dunkler Herkunft. Vielleicht aus lat. miliarium n.«Anzahl von tausend, dann also«tausend aufgestapelte Holzstückey.
nmein! halb fragende, halb Verwunderung ausdrückende Partikel(Schiller Räuber 4, 3. 5, 1, Goethe Faust 2332). 1650 bei Moscherosch Phil. 1, 36. Wetterau. u. bayr. mein, daher mhd. min vorauszusetzen. Gekürzt aus Be- teuerungs- u. Versicherungsformeln wie mein eyd Scheidt Grob. 2876, mein Blat Lessing 2, 394, meiner Treu Schiller 14, 223, meiner Seele Wieland 19, 247, dafür verhüllend meiner Si (mein Siæ Arnim Werke 1, 158) oder Anreden wie mein Lieber.
2mein, alter Gen. Sg. von ich(s. d.), ver- längert meiner. Mhd.-ahd.-asächs.-afries.-ags.- anord. min, got. meina, mit Verlängerung md. im 13. u. 14. Jh. miner, im 14. Jh. oberd. meiner (bei Luther gedenck meiner u. gedenck mein); ferner ndrhein. im 12. Jh. minis(Rother 4427), mnd. mines, myns, mndl.-nndl. mins.
smein, besitzanzeigendes Pronomen der 1. Pers. Mhd.- ahd.- asächs.-afries.-ags. min,
anord. minn, got. meins. Gebildet vom Lokativ


