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bei Hohberg 1, 93 Meer-Schweinlein, 1673 bei Weise Erzn. 167 Meerschaeingen, so genannt weil das Tier im 16. Jh. über das Meer, aus Südamerika, zu uns gekommen ist und ein Grunzen wie ein junges Schwein hören läßt, auch sonst ihm ähnelt. 1541 bei Frisius 413° bed. Meerschabeyn«das Stachelschweins. Meer- spinne, f.: Garnele, Seekrebs(mhd. mer- ginne); Black-, Tintenfisch(1541 bei Frisius 7902 Meerspinn), benannt wegen der Ahnlich- keit mit der Spinne. Meerweib, n.: fabel- hafte Frauengestalt im Meere, mhd. merawip n. «Sirene, Wassernixen, ags. merezwi; n.«riesiges im See lebendes Weiby, dafür and. meri- minna f.«Sireney». Meerwolf, m.: Seehund, Walroß(1556 bei Frisius 1394 ²b Meerwolff); lachsartiger Fisch(spätmhd. merwο²f). Meer- wunder, n.: Meerungeheuer, Ungetüm des Meeres; seltsame, aufs böchste angestaunte Erscheinung(um 1480 bei Steinhöwel Esopus 44 Ost.). Mhd. merwunder n.«wunderbares Seetier», auch«wunderbares halb tierisch ge- staltetes Meerweib od. so gestalteter Meer- mann). Neerzunge, f.: zungenähnlicher Plattfisch, Seezunge, 1795 bei Nemnich. Meer- zwiebel, f.: das Zwiebelgewächs scilla mari- tima, 1546 bei Bock 342 b Meerzibel f., mhd. im 14. Jh. merzwwifal, merzwival m.; der Name, weil die Pflanze an den sandigen Küsten des mittelländischen u. atlantischen Meeres wild wüchst(daher mlat. cepa maris), woher sie als Zier- u. Arzneipflanze zu uns kam. Megäre, f.(Pl.-/): Rachegöttin(1781 bei Schiller 1, 240); böses Weib. Aus gr.-lat. Megaera, gr. Méraipa eine der Erinnyen. Mehl, n.(Jels, Pl.-e, Mehlarten): zu Staub Geriebnes. Bei Luther Melh, mhd. mel n.(Gen. mMelabes), im 14. u. 15. Jh. auch melb, ahd. melo n.(Gen. melauwes); dazu asächs. melo, mndl. mele, afrs. mel, ags. melu n.(Gen. melaves), engl. meal, anord. mj¹ n.(Dat. mjölvi), schwed. niöl, dün. m(i)el. Zu mahlen(s. d.). Entsprechend alb. mjez« Mehl», gr. udl ⁴△eupov n.; weiter sind verw. kymr. blaaod(aus*mldt), lit. multai, preuß. meltan«Mehl, weißruss. moloti Mischmehl». Vgl. Melber. 4BL. mehlicht, mehlig, adj., 1691 bei Stieler mehlicht, 1546 bei Bock Kräuterb. 271 b melbicht, 1494 bei Brant Narr. 34, 31 melbig(staubig). ZUS. Mehlbaum, m.: Name mehrerer Bäume we- gen des mehligen Aussehens od. der mehl- artigen Früchte, mhd. melboum(lentiscus, ornus), 1546 bei Bock 27 Mälbaum(umb des ꝛweiß färbigen laubs willen)«Vogelbeerbaumꝰ,
in Ostpreußen(1785 bei Hennig), Schlesien und Osterreich der Hagedorn mit mehligen Früchten, den sog.«Mehlfäßchen». Mehl- sack, m., mhd. melsac m. Mehlspeise, f., 1678 bei Krämer. Mehltau, s. Meltau. mehr, adj.: stärker an Raum, Zahl, Wert, überhaupt an Inbegriff; adv.: in stärkerm, höherm Grade; noch dazu; wiederholt; ferner- hin; sonst schon. Urspr. Komp. des Begriffes «groß», dann des Begriffes«viel». Als Adj. mhd. mér(e), ahd. u. asächs. méro, afrs. mära, ags. mära, engl. more, anord. meiri, schwed. mer(a), dän. mer(e), got. maiza«größer, mehr» (-iza ist Komparativendung wie in got. batiza cbesser»); ferner mhd. als indekl. Ntr. mit od. ohne Gen. u. dann als Adv. mér(e), mé, ebenso ahd.-asächs. mér, afrs. mä(r), ags. mã, anord. meirr«mehry. Dem Begriffe nach zum Positiv ahd. michil, got. mikils«groß»(s. michel); der Form nach gleich air. mõa, mGo«größer», Komp. zu dem Stamme mé-, moô- in got. mérs, s. Märe. Vgl. Btr. 13, 441. Mehr, n.: größre Zahl gegen eine kleinre, bes. Stimmen- zahl(Wieland Abderiten 1781 1, 41, Schiller Tell 2, 2), das Ntr. des Adj. mehr als Subst. verwandt, schon in der Gerichtssprache des 15. Jh. daz mér die Majoritäty, mhd. daz mérer(mérre) teil. 4L. mehren, v.: größer machen an Raum, Zahl, überhaupt an Inbe- griff, bei Luther mehren, mhd. méren, ahd. moérõn auch reffexiv; schweiz.«stimmen, meist durch Handaufheben, votiereny schon 1400 méren(Schweiz. Id. 4, 371) durch Mehrheit be- stimmen od. wählens; dazu Mehrer, m.: Ver- mehrer, Vergrößrer, mhd. mérer m., namentl. im Titel des deutschen Königs als UÜbersetzung des von den römischen Kaisern geführten Bei- namens Augustus(s. August), 1315 in den Mon. Boica 35, 2, 39(Ludwig der Baier) ze allen zeiten ein merer des reiches. Mehrung, f., mhd. mérunge, ahd. mérunga f. mehrer, adj.: größer, weiter, mehr, eine erneute Stei- gerung des Komp. mehr, mhd. mérer und mörre, merre, ahd. méröro, mériro größery. mehrerlei: mehr als eine Art(s. lei), 1786 bei Engel Ideen zu einer Mimik 2, 146 mehrerley]. Mehrheit, f.: größre Zahl gegen eine kleinre, 1719 bei Kramer, sonst bis auf Adelung un- bezeugtes Wort, aber schon ahd. einmal bei Notker mérheit f. mehrst, Sup. von mehr, weniger üblich als meist(s. d.), bei Goethe, Schiller, Bürger, schon mhd. mér(e)ste(s. mehrer). ZUS. mehrenteils, adv.: dem größern Teile nach, 1595 bei Sastrow Her-


