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Geschenk für geleistete Gefälligkeit od. zur Bestechung»(daher schwed. mutor f. pl. Geld zu Bestechungen», muta cbestechen»), got. mota f.«zolly. Auch abg. myto Zolly. Ferner mit aus t um 1480 im Voc. inc. teut. p 7 b maussen, mautectheolonium(ebenso b. Hüpfuff 1515), spätmhd. 1423 maozze f.«Mahllohn, Mahlmetze?, die der Müller vom Getreide als Bezahlung nimmt(das dreißigste Korn), 1553 Muoß f., noch bayr. Mueß f. n. Die Herkunft des Wortes ist unsicher. Ahd. mäta dürfte aus dem Got. stammen, da das Wort bayr. ist. Got. mõta aber kann zu gamotjan«begegnen» gehören. Vgl. Meringer Idg. Forsch. 18, 211. 4B L. mautbar, adj.: zollbar. Mautner, m. (*, Pl. wie Sg.): Warenzoll-Einnehmer; 1482 im Voc. theut. t ꝰ b mauftner, aber mhd. mMätter, mauter m., entspr. got. mõtareis m.«Zöllnery. ZUS. mautfrei, adj.: zollfrei, 1741 bei Frisch.
mauzen, v.: miauen. 1630 bei Lehmann florileg. 413, 23 mautzen. Iterativ zu mauen (s. d.), mit Nasal maunzen(s. d.).
Max, Mannsname, Kürzung von Maxi- milian. Mit rom.(ital. Massimiliano, frz. Maxæimilian) aus spätlat. Maximinianus, dem Geschlechte des Maæximinus Angehöriger.
Maxime, f.(Pl.-n): Grundsatz, Bestim- mungsgrund. 1663 bei Schuppius 26 Maæim, um 1621 bei Opel-Cohn 30 jähr. Krieg 105 Maæima. Aus frz. maœxime f. Grund-, Lehr- satz, Regel, mlat. maxima f.(nämlich regula) chöchster Grundsatz», bei den Mathematikern, dem subst. Fem. des lat. maximus«der größtev.
Mayonnaſise(spr.-äse), f.(Pl.-n): pikante Brühe aus Eigelb u. Olivenöl zu kaltem Fleisch oder Fisch. Im 19. Jh. aus frz. axꝝ&onnaise f., angeblich nach der Eroberung Mahons durch den Herzog von Richelieu(1756) aufgekommen.
Mäzén, m.(-*, Pl.-e): Beschützter, Gönner. Bei Hagedorn 1, 64; 1536 bei Witzel anno- tationes 1, Vorr. a 22 Mecenat m. Nach Vir- gils und Horazens Gönner, dem römischen Ritter G. Cilnius Mäcenas.
Mazurka, s. Masurka.
Mechänik, f.: Bewegungslehre der Körper; Maschinenlehre; Einrichtung einer Maschine. 1721 bei Jablonski Mechanic. Aus gr. unxavixi f.(nämlich rexvn«Kunst»), lat. ars méchanica f. (franz. écanique, älter méchanique f.)«Kunst, Maschinen durch Berechnung u. Anwendung der Naturkräfte zu erfinden u. zusammenzu- setzen». Mechäniker, m.(-s, Pl. wie Sg.), auch Mechänikus, m.: Verfertiger von Ma- schinen u. Instrumenten(1694 bei Nehring
Mechanicus); Kenner der Mechanik. Aus gr.⸗ lat. méchanicus, gr. unxovikõc ckunstreich, ge- schickt, erfinderisch», von gr. unavi f. Werk- zeug, Maschine»(s. d.). mechänisch, adj.: triebwerks-, handwerks-, gewohnheitsmäbig. 1566 bei Paracelsus Wundartzney 120 mecha- nische Ubung. Aus glbd. lat. méchanicus. Mechanismus, m.(Pl. Mechanismen): Trieb- werk, 1712 bei Hübner, nach glbd. frz. mécha- nisme(jetzt mécanisme) m.
Mechthild(e), Frauenname, veraltet für Mathilde(s. d.). Mhd. Mechtilt, ahd. Mehtilda, Mechthilt, mit Umlaut(e) durch Einwirkung des i in hilt.
meckern, v.: schreien wie die Ziege u. der Bock;(im 18. Jh.) in rascher Wiederholung stockend sprechen. In der 1. Bed. 1691 bei Stieler meckern, dafür 1663 b. Schottel meeken, 1601 bei Eyering Sprichw. 2, 130 mecken, 1482 im Voc. theut. t 7 b mechtzen, um 1480 im Voc. inc. teut. p7 b meckatzen, 1702 bei Abr. aS. Clara Judas 1, 23 gmecketeen. Von mhd. mecke m. Ziegenbock», als Spottname. Wohl lautnach- ahmend. Vgl. gr. unkdcoch«blöken, meckern?, mlat. miccire. Ahnlich vom Roß 1618 bei Schönsleder v6 b milceren«wiehern)?.
Medäille(spr. medalje), f.(Pl.-n): Schau-, Denkmäünze. 1603 bei Albertinus guld. Sendt- schreiben 1,6 Medalie, 1575 im Garg. 181 Medeif., 1562 b. Mathesius Sar. 81 b der Pl. Medeyen. Aus glbdâ. frz. medaille f., u. dies aus ital. medaglia f. Aus mlat. medalia f. chalber Denar, kleine Münze»(das auf*metallea«Metallmünzey be- ruht) stammt mhd. medele, melle, ahd. medili f. Hellery. Medaillön(spr. medaljo), n.(-s, Pl.-s): große Schaumünze(1710 bei Nehring); rundes od. ovales Bild(Campe 1801, Goethe 21, 324); Behältnis für ein Bildchen usw., aus frz. medaillon m., u. dies von ital. medaglione m.
mediän, adj.: mittelgroß, in Mediän- Oktav, n.: Mitteloktav, von der Buchform; Mediänpapier, n.: Papier in Bogen von Mittelgröße, 1709 bei Castelli Medianpapier. Spätmhd. 1428 médin f. die Medianader», die fast in der Mitte des Armes liegt, mlat. mediana f. Aus lat. medidnus«in der Mitte befindlich», von glbd. lat. mecdius.
mediatisieren, v.: einen reichsunmittel- baren(immediaten) Standesherrn unter die Oberherrschaft eines andern Staates bringen, im Reichsdeputationsrezeß von 1803. Aus frz. médiatiser, von mlat. mediatus cmittelbar?.
meditieren, v.: nachsinnen, 1571 bei Rot, aus lat. meditdri.


