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bis aufs Blut quälen, mhd. marter(e)n, marteln, ahd. martirôn, martarön u. martolön zum Märtyrer machen, quälen». ZDS. Marter- woche, f.: Karwoche, mhd. marterwoche f.
Martha, Frauenname, ahd. Martha, got. Mara, aus dem biblisch-gr. Namen Mapod, von aramäisch märtä Herrin».
martiäãlisch, adj.: kampfmutig od. kriege- risch wild. 1601 bei Albertinus Kriegsleut Weckuhr 2, 163 b; 1571 bei Rot martial; aber im 16. Jh. bei Paracelsus m. cauf den Planeten Mars bezüglich». Nach dem lat. Adj. martiãlis «zum römischen Kriegsgotte gehörigy.
Martin, Mannsname, volkstümlich Märten, älternhd. Merten, aus dem mlat. Namen Mar- kinus«Kriegerischer», von Mars(Gen.-tis), dem Namen des römischen Kriegsgottes. ZUS. Martinsgans, f.: auf Martinstag(11. Nov.) fällige Zinsgans, dann Gans, die am Vorabende des Martinstags als Festbraten verzehrt wird, bei H. Sachs[2, 4, 90] die Mertens Gans, 1575 bei Fischart Garg. 71 Martinsganß.
Martyr, m.(-s, Pl.-e): Blutzeuge. Bei Luther Martyr, ahd. martyr, and. martir, mhd. marter, merter, ags. martyr, martyre m., aus kirchlichem gr.-lat. martgr m. f.«Blut- zeuge?, gr. udpruc, udprug m. f. Zeuge, Zeugin). 4BL. Märtyrin, f.: Blutzeugin, Dulderin, neben Martyrin im 16. Jh. Mär- tyrer, m.(-*s, Pl. wie Sg.): Blutzeuge, dann Schmerzensdulder, neben Martyrer im 16. Jh. aufgekommne gelehrte Form für ältr. Marterer (8. d.), 1534 bei Franck Weltbuch 105 Martirer, ahd. martirari m. Märtyrerin, f., bei Klop- stock und Wieland. MNärtyrertum, n. bei Goethe, Märtyrthum bei Schiller Maria Stuart 1, 6, ahd. martartuom.
Marünke, f.(Pl.-/): Art kleiner gelber Aprikosen; große gelbe Eierpflaume. Thür.- obsächs.9schles. In der 2. Bed. 1598 bei Colerus Hausbuch 5, 22 Maruncke, 1795 bei Nemnich Maronkce, Malonlte. Versuch einer Erklärung bei Schröder Streckf. 51.
März, m.(els, Pl.-e, ehedem und noch dichterisch Gen.-en, Pl.-en): der dritte Monat im Jahre. Erst um die Mitte des 18. Jh. März, älternhd. Merz(Gen. und Pl. Merzen), mhd. merz(e) m.(Gen. u. Pl. merzen), im 15. Jh. auch martze, ahd. merzo, marceo m., mnd. merze, marze, merte m., aus lat. Martius(mit Ergänzung von mensis m.«Monat»)«der dem Kriegsgott Mars geheiligte Monaty. Von Karl d. Gr. lenzinmünöth Lenzmonaty genannt. ZUS. Märzbecher, m.: die Pflanze narcissus
pseudonarcissus, 1731 bei Zincke öcon. Lex. Meræenbecher, 1561 bei Cordus Merzenblume. Märzenbier, n.: im März gebrautes Lager- bier, mhd. merzbier n. Märzveilchen, n., 1542 bei Fuchs Kräuterbuch MWerzenvell.
Marzipän, n.(-s, Pl.-e): Zucker- und Mandelbrot. 1510 bei Tucher Haushaltbuch 78 marczapan, 1513 bei Murmellius pappa C 4³ Martius panis, marcipaen, 1518 bei Pinicianus prompt. D 3 b martzepan, in den Leipeiger Stadtrechnungen(mscr.) 1540/41 fol. 137 marci- Pan, aus glbd. ital. marzapane m., span. maza- pan, frz. massepain m. Alternhd. Mask.(1593 bei Colerus Hausb. 3, 25 Martzipan, 1664 bei Duez Marzepahn), 1678 bei Krämer und 1711 bei Rädlein Marzepan als Ntr. Über die Herkunft vgl. Kluyver ZfdW. 6, 59.
Masche, f.(Pl.-n): Schlinge im Stricken usw.; Schleife von Band oder Schnur(Mode- tracht des 18. Jh., 1715 bei Amaranthes). In der 1. Bed. mhd. masche, ahd. masca, masga f.; dazu and. maska f., masko m., mndl. mdesche, nndl. maas f., ags. masc, maæ n., engl. mesh, anord. möskvi m., schwed. maska, dän. maske. Urverw. mit lit. mdegas m.«Knoteny, megsti (Präs. mezgi)«mit dichten Maschen strickenv. 4B. maschig, adj., 1691 b. Stieler maschicht.
Mäschel, m.(-s): männlicher(auch weib- licher) Hanf. Obd. Vgl. Fimmel.
Maschine, f.(Pl.-/): die Hauptarbeit verrichtendes Triebwerk. 1716 bei Ludwig M.; 1675 bei Weise klügsten Leute 274 Machine, aus frz. machine f.«Kunstgerüste, Triebwerk», von glbd. gr. Jat. machina, gr. unavy f. ckünst- liches Hilfswerkzeugy. 4L. Maschinerie, f. Gesamtheit ineinander greifender Maschinen. 1791 bei Roth. Maschinist, m.(-en, Pl.-en): Arbeiter an Maschinen(Goethe 42, 2, 104).
Masemätten, Pl.: Geschäfte, Diebstahl mit Einbruch. 1737 in der Gaunersprache, aus hebr. missab dmittan«nehmen u. geben», einer RA., die für«Geschäft» schon im Alt- babylonischen vorkommt.
Maser, f.(Pl.-n), oberd. m.(‧s, Pl. wie Sg.): knorren-, adernartige oder flammige Zeichnung von Natur im Holz, dann so von Natur gezeichnetes Holzselbst. Mhd. maserm., ahd. masar, masor m.«Knorren, Auswuchs am Holze(an Ahorn, Birken, Kirsch-, Nuß- bäumen u. dgl.), Becher aus Holz mit Masern?; dazu ags. maser«Knoten im Holzo(engl. mazer großer Becher» ist afrz. masere«Schale aus Ahornholzy, das dem Germ. entstammt), anord. mösurr m. Ahorn?, schwed. masur


