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1495 E G62 manierlich, in der Straßburger 1508 f 2² manyrlich; davon Manſerlichkeit, f., um 1500 manierlicheit(Diefenbach gl. 222 ²).
Manifést, n.(-els, Pl.-e): Staatserklärung, öffentliche Rechtfertigungsschrift. 1648 bei Kemnitz schwed. Krieg 1, 162, aus glbd. mlat. manifestum, subst. Ntr. zum Adj. manifestus chandégreiflich, offenbar», von lat. manus«xHandv.
Mann, m.(-els, Pl. Männer und bei Zäh- lung von Kriegern usw. Mann, aber in der Bed.«vasalleny Mannen): Mensch(noch in man, jedermann, jemand, niemand); Person männlichen Geschlechts in gesetztem, reiferm Alter; Verheirateter; Person männlichen Ge- schlechts in überwiegender Naturkraft oder geistiger, sittlicher Kraft; Vasall, Lehnspflich- tiger. Mhd. man(Gen. man u. mannes, Pl. man, manne u.(Lehensleute») mannen, im Voc. von 1429 manner, md. im 15. Jh. menner, mender), ahd. man m.(Gen. man u.-nes, Pl. man); dazu asãchs. n, afries. man, mon, ags. man(n), monn, engl. man, anord. mady(Gen. manns, Pl. menn, meédr), schwed. man, dän. mand, got. manna m. (Gen. mans, Akk. Pl. mannans u. maνε). Ur- verw. mit abg. mqæt Mannꝰ, aind. mänu-, mãänusa- m. Mensch», Mänus als Name der Stammvater der Menschen u. erster Gesetz- geber, wie nach Tacitus Germ. 2 Mannus als Name des Urmenschen u. Vaters dreier Söhne, der Stammväter der Germanen. 4 BL. mann- bar, adj.: mannesfähig, heiratstähig, mhd. man- bœre«zeugungsfähig von weiblichen Personen, von männlichen manbar erst 1489 bei Schannat Fuldischer Lehen-Hof S. 331, 451; dazu Mann- barkeit, f., 1537 bei Dasypodius Manbarkeyt. Männchen, n.: kleiner Mann(1654 bei Ole- arius pers. Rosenthal 7, 14 Männichen); das männliche Tier(bei Hagedorn 2, 156 Männchen, 1664 bei Duez Männlein, bei Luther 2. Mos. 12, 5 Menlin, mhd. im 14. Jh. männel n.); RA. Männchen machen aufrecht auf den Hinterfüßen sitzen oder stehen»(1682 bei Tänzer Jagdgeheimnis 13); bei den Buch- druckern Männchen auf Männchen, wenn die Seiten der neuen Auflage eines Buches buch- staben- und zeilentreu mit denen der alten übereinstimmen(1494 bei Brant Narr. 103, 86 mennlin umb mennlin). mannen, v.: einen Mann nehmen, heiraten, mhd. mannen, noch schweiz. mannhaft, adj.: fest, standhaft wie ein Mann, tapfer, mhd. manhaft, auch manhaftic, älternhd. manhafftig(Amos 2, 16); dazu Mannhaftigkeit, f., mhd. manhafti- xeit f. Mannheit, f.: Mannestüchtigkeit, mhd.
manheit f. männiglich, Pron.: jedermann. Nur noch bei Dichtern und im Kanzleistil. Mhd. männeglèch, manne-, mennegelich, ahd. mannõgilih, manniglich neben glbd. mannölih, mannilih, mhd. manlich, menlich. Aus mannõ (Gen. Pl. von man«Mann?) und gilih«jeder» (s. Nleich und jeglich), eig.«der Männer jeder?. Männin, f.: vom Mann Stammende, seine Angehörige. Außer den Zss. Amt-, Haupt- männin usw. nur noch altertümlich. Bei Luther 1. Mos. 2, 23 Mennin, mhd. meninne, mennin f. (auch Mannweib). männisch, adj.: einem Mann angemessen(Schiller Macb. 1, 5). Mhd. mennisch«menschlich», d. h. als Mensch aus- sehend(s. Mensch), 1482 im Voc. theut. v 1² «mannhaft, männlichy». Männlein, m.: kleiner Mann, Zwerg, mhd. mennelin, ahd. mannilin, älternhd. auch Mändlin, Mendlein n.(S. Männ- chen). mannlich, adj.: kräftig und mutig als Mann. männlich, adj.: einem Manne geziemend, dem Charakter des Mannes gemäß; männlichen Geschlechts(im 15. Jh. bei Diefenb. gl. 622 b); stumpfschließend, vom Reime, nach frz. rime masculine(1657 bei Harsdörffer Gespr. 2, 240 mannliche Reimen, dafür 1571 bei Pusch- mann Meistergesang A 6 b stumpffe Reymen). Mhd. manlich, menlich, ahd. manlich dem Manne geziemend, tapfer». Davon Männlich- keit, f., spätmhd. im 15. Jh. meunli(h)keit f. Tapferkeity. Mannschaft, f.(Pl.-en): Ge- samtheit von Männern, insbes. zu Kriegs- zwecken usw.(Luther 1. Sam. 24, 3), mhd. manschaft f.«Lehnshuldigung,-treue,-ꝓflichty, im 14. Jh. Gesamtheit der Mannen eines Herrn». Mannsen, n.(-, Pl. wie Sg.): Mannsperson(Goethe 1, 141, bei Rädlein 1711), auch kollektiv«die Männer»(1707 bei Schmidt Rockenphilosophie 4, 27), gekürzt aus älterm manns nam(Städtechron. 1, 374, 4 von 1427), Mannsname(Luther 2. Mos. 34, 23).— Z0S. 2) mit Mann-: Mannlehen, n.(“, Pl. wie Sg.): in männlicher Nachkommenschaft ver- erbendes Lehen, mhd. manléhen n. Mann- weib, n.: Weib mit männlichen Benehmen oder männlicher Kraft(J. Paul Titan 3, 136); Zwitter(1653 bei Harsdörffer lust- u. lehrreiche Gesch. 2, 154). b) mit Manns: Manns- bild, n.: Mann, mhd. mannes bilde n.«Ge- stalt eines Mannes», dann«Mannsperson), bei Luther Mansbilde n. mannsdick, adj.: vom Umfange eines Mannes, bei Campe 1809. Mannsgeräte, n.: männlicher Anzug(Luther 5. Mos. 22, 5). mannshoch, adj., bei Goethe 13, 1, 142(das Subst. mans hoechte f.«Manns-


